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Loacker schreddert derzeit keine Dosen

Loacker testet nun im Ausschlußverfahren, was die Grenzwertüberschreitung verschuldet.
Loacker testet nun im Ausschlußverfahren, was die Grenzwertüberschreitung verschuldet. ©VOL.AT/Sascha Schmidt
Loacker Recycling verzichtet nun vorerst freiwillig auf das Schreddern von Dosen. Diese stehen im Verdacht, für die Grenzwertüberschreitungen bei Kohlenwasserstoff verantwortlich zu sein. Das Verfahren bezüglich des Kapazitätenausbaus ist derweil ruhend gestellt.
Loacker überschreitet Grenzwerte

Unternehmenssprecher Martin Dechant betont, dass es keinen Betriebsstopp gibt, wie der ORF Vorarlberg berichtet. “In Abstimmung mit dem Land werden nur gewisse Materialen derzeit nicht geschreddert. Wir evaluieren derzeit gerade, welcher Abfall für die nicht plausiblen Messdaten verantwortlich sind,” so Dechant. Schon bisher seien offensichtlich gefährliche Materialen aussortiert worden. Leider passiere es aber immer wieder, dass nicht vollständig entleerte Dosen, beispielsweise Rasierschaumdosen, in den Schredder gelangen würden. 

“Die Mitarbeiter wurden angewiesen, verstärkt Ausschau nach solchen Dosen zu halten. Diese müssen von Hand aussortiert und überprüft werden”, erläutert der Unternehmenssprecher. Dosen mit gefährlichem Inhalt würden wie bisher extra durch ein Spezialunternehmen entsorgt.

“Aussagen gut, Kontrolle besser”

Laut Harald Dreher von der Landesbehörde für Abfallwirtschaft verhalte Loacker Recycling sich bisher vernünftig. “Vor allem geht es darum, dass die Grenzwerte eingehalten werden. Die Aussagen von Loacker sind natürlich gut, doch Kontrolle ist besser”, so Dreher gegenüber VOL.AT. Der Messstellenrechner, den Loacker nun doch freiwillig anschaffen will, wird sicher zu den Bedingungen des Landes gehören. Wichtig ist für Dreher, dass die Speicherung der Rohmessdaten gewährleistet ist, auch muss die Bedienungsmannschaft Zugriff auf die Messergebnisse haben. Dies sei zwar schon bisher möglich, doch die Vorgehensweise müsse noch professionalisiert werden.

Nun müsse geprüft werden, welche Faktoren beim Schreddern problematisch sind. Dann könnten Maßnahmen getroffen werden, die künftig das Einhalten der Grenzwerte gewährleisten sollen.

Loacker muss weiter auf Baubescheid warten

Loacker wartet derzeit auf den Baubescheid, die Schredderanlage soll ausgebaut werden. Dieses Verfahren wird aber derzeit von der Abfallwirtschaft als ruhend betrachtet. “Hier gibt es noch zu viele Fragezeichen, zuerst muss die Sache mit den Grenzwerten geklärt werden.” Einen Bescheid in Sachen Erweiterung werde es wohl nicht vor Weihnachten geben. (VOL.AT)

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