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Loacker: Forderung nach Auflösung der Gewerkschaften "ungeheuerlich"

Feldkirch - Als "ungeheuerlich und an unselige Zeiten erinnernd" kritisiert ÖGB-Landesvorsitzender Norbert Loacker die Forderung von Kärntens Landeshauptmann Dörfler nach Auflösung der Gewerkschaften.
Vorbericht: Dörfler schlägt Auflösung der Gewerkschaften vor

Offensichtlich hat Dörfler nichts aus der Geschichte gelernt“, so ÖGB-Landesvorsitzender Norbert Loacker und erinnert daran, dass die Zerschlagung der Gewerkschaften durch die Nationalsozialisten mit den “Weg in den zerstörerischen Totalitarismus” geebnet hätten. “Das sollte ein Landeshauptmann eigentlich wissen“, so Loacker. Mit derartigen Äußerungen disqualifiziere er sich selbst.

Loacker: “Entschuldigung ist das Mindeste”

Einen Verein zur Verfolgung gemeinsamer Interessen zu bilden sei ein demokratisches Grundrecht, welches “lange und aufopfernd erkämpft werden musste“, so Loacker. Diese Errungenschaft nun in Frage zu stellen, sei ein “unglaublicher Affront“. Der ÖGB-Chef vermutet weiter, Dörfler wolle mit “derartig unsinnigen und demokratiepolitisch höchst problematischen Äußerungen nur von eigenen politischen Problemen ablenken“. “Eine Entschuldigung ist das Mindeste, was sich die ArbeitnehmerInnen im Land erwarten“, so Loacker abschließend.

(Aussendung: Österreichischer Gewerkschaftsbund, Landesorganisation Vorarlberg)

Vorbericht: Dörfler schlägt Auflösung der Gewerkschaften vor

Der Kärntner Landeshauptmann Dörfler schlägt die Auflösung der Gewerkschaften in Österreich vor. Im APA- Interview erklärte Dörfler, es sei sinnlos, zwei Arbeitnehmer-Organisationen um teures Geld weiterzubetreiben. Die Arbeiterkammern seien -da es hier ja die Pflichtmitgliedschaft gebe -prädestiniert dafür, die Arbeitnehmer zu vertreten. Auf diese Weise könne viel Geld gespart werden.

 

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