Ländle-FPÖ will "schwarzen Bären erlegen"

Bregenz - Das zentrale Ziel der Vorarlberger FPÖ bei den Landtagswahlen am 20. September 2009 ist das Brechen der ÖVP-Absoluten.

Dann wäre die Volkspartei zu einer “echten Zusammenarbeit” gezwungen und die Freiheitlichen hätten eine gute Grundbasis für Verhandlungen, erklärte FPÖ-Obmann Landesrat Dieter Egger. Auf ein konkretes Ziel in Mandaten oder Prozenten wollte sich Egger am Freitag bei der Präsentation des Programms nicht einlassen. “Wir erlegen erst mal den schwarzen Bären”, so Egger.

Im Wahlkampf, der unter dem Motto “Mehr Heimat, mehr Freiheit, mehr Sicherheit” steht, wollen sich die Freiheitlichen Kriminalitätsbekämpfung, Bildung, Elterngeld für Familien, Gesundheit, die Bewältigung der Wirtschaftskrise sowie Ausländerpolitik und Integration widmen. Mit den Türken und den Ex-Jugoslawen habe man zwei große Migrantengruppen im Land. Man müsse offen ansprechen, dass die Mehrheit der Türken integrationsunwillig sei, so Egger. Eine türkische Parallelgesellschaft sei Fakt, dieses Nebeneinander könne man nicht akzeptieren. Man sehe das Erlernen der deutschen Sprache und den Respekt für Gesetze und Grundwerte als zentrale Integrationsvoraussetzungen an. Jedes Kind, das eingeschult werde, müsse Deutsch sprechen, verlangte Egger.

Als weiteres Thema nannte die FPÖ die Raumplanung. Derzeit hätten die Bürgermeister und Baubehörden gegenüber dem einzelnen Häuslebauer zu viel Macht. Hier wolle man sich für eine Berufungsmöglichkeit einsetzen, so Egger.

“Die Vorzeichen sind gut, dass wir zulegen”, eine Änderung der Verhältnisse “würde dem Land guttun”, fand Egger. Derzeit stelle sich die Frage, wie eine Partei mit 50 Prozent der Stimmen 100 Prozent der Macht ausüben könne. “Gott bewahre”, so der Freiheitlichen-Chef, auf die Pläne der Vorarlberger Grünen zu einer Regierungsbeteiligung angesprochen. Er befürcht eine Multikulti-Gesellschaft, eine wirtschaftliche Blockadepolitik und eine Aushöhlung der Familie. Die Vorarlberger seien jedoch “ein schlaues Völklein”, das um die Qualitäten der FPÖ wisse, war Egger überzeugt.

Den Wahlkampfauftakt feiert die Vorarlberger FPÖ am 21. August in Hohenems (Bezirk Dornbirn). Den zwischen 250.000 und 300.000 Euro teuren Wahlkampf wollen die Freiheitlichen kurz halten. “Wir setzen stark auf persönlichen Kontakt”, so Egger. So habe man bereits zahlreiche sogenannte “Sofagespräche” mit Bürgern geführt, um ihre Anliegen aufzunehmen.

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