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Lkw-Überholverbot auf A14 für Frächter wenig sinnvoll

Die Wirtschaftskammer ist naturgemäß gegen ein Lkw-Überholverbot.
Die Wirtschaftskammer ist naturgemäß gegen ein Lkw-Überholverbot. ©VOL.AT/Rauch/Mayer
Aus Sicht der Wirtschaftskammer gibt es zwar Verbesserungsbedarf, ein Überholverbot für den Schwerverkehr löse jedoch nichts.
ÖAMTC eher gegen Überholverbot
Lkw-Überholverbot auf A14 Thema

Michael Tagwerker, Spartengeschäftsführer für Transport und Verkehr an der Wirtschaftskammer Vorarlberg, versteht die Diskussion rund um die Verkehrsbelastung grundsätzlich. Er sieht jedoch mehrere Punkte, die es hier zu berücksichtigen gibt:

1. Vorarlberg ist ein Exportland

Vorarlberg ist eines der stärksten österreichischen Bundesländer, wenn es um den Export geht. Indirekt bedeutet dies jedoch auch, dass das Ländle eine große Industrie hat - mit dem dementsprechenden Anliefer- und Exportverkehr. Und selbst wenn Vorarlberg ein reines Dienstleistungsland wäre, gäbe es immer noch den Anlieferverkehr für den heimischen Handel.

2. Der Hauptanteil trägt immer noch der Individualverkehr

Elf bis 13 Prozent des Straßenverkehrs macht der Schwerverkehr (Alle Arten von Lkw und Busse) aus, auch auf der Autobahn. Damit sind fast neun von zehn Fahrzeugen auf dem Straßennetz jedoch Teile des Individualverkehrs, vom Mofa bis zum SUV. Dieser trägt damit auch seinen Teil für eine Überlastung der Autobahn bei.

3. Schiene ist kein Allheilmittel

Auch für Tagwerker wäre es wünschenswert, wenn sich mehr Schwerverkehr auf die Schiene verlagern ließe. Der Güterbahnhof Wolfurt selbst sei auch attraktiv und leistungsstark. Einerseits müssen die Güter jedoch auch irgendwie zum und vom Güterbahnhof transportiert werden. Damit wäre der Zulieferverkehr also nicht lösbar. Andererseits sei das Angebot der Bahn für viele Frächter nicht übertrieben attraktiv im Verhältnis zum Lkw-Fernverkehr.

4. Die A14 ist eine Stadtautobahn

Die A14 führt mitten durch das dichtbesiedelte Rheintal und Walgau mit entsprechend vielen und eng aufeinander folgenden Anschlussstellen. Ein Überholverbot führe dazu, dass der langsamste Lkw die Geschwindigkeit vorgibt - direkt nach dem Auffahren also kaum 80 km/h. Und eine Lkw-Kolonne auf der Normalspur blockiere schnell einmal eine Ausfahrt und Ausweichmöglichkeiten für jene auf der Überholspur.

5. Elefantenrennen gibt es nicht nur dank Lkw

Natürlich gebe es immer schwarze Schafe, die mit minimalstem Geschwindigkeitsunterschied ein Überholmanöver starten, gesteht auch Tagwerker ein. Diese gibt es nicht nur unter den Lkw-Fahrern, sondern auch bei Pkw-Lenkern. Hier gebe es jedoch einen Unterschied: Während der Lkw meist nicht schneller könne, sei es für ein Pkw möglich auf 130 km/h zu beschleunigen. Überholmanöver mit 100 km/h oder gar weniger seien auch durch Pkw ein Teil des Problems.

Das sagen Autobahnpolizei und ÖAMTC

(Red.)

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