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LKH Feldkirch: Noroviren- Kinderabteilung geschlossen

Die Abteilung für Kinder- und Jugendheilkunde am Landeskrankenhaus Feldkirch wird wegen des Auftretens von Noroviren vorsorglich geschlossen. Allgemeine Information Noroviren | Interview mit Primar Simma

Acht Kinder könnten möglicherweise betroffen sein, teilte das LKH am Dienstag mit. Für diese wurden sofort alle Behandlungsmaßnahmen eingeleitet, laut Auskunft der Ärzte besteht aber keine unmittelbare Gefahr, hieß es in der Aussendung.

Nach Bekanntwerden der möglichen Noroviren-Fälle ist umgehend ein Krisenstab eingerichtet worden. Der Krisenstab hat laut LKH entschieden, als Präventivmaßnahme zum Schutz der anderen Patienten und der Mitarbeiter die Abteilung vorübergehend zu schließen. Damit sollen Neuerkrankungen verhindert werden. Notfälle würden „selbstverständlich versorgt“, auch ein eingeschränkter Ambulanzbetrieb der Kinderabteilung bleibe aufrecht.

Eine Infektion mit Noroviren führt zehn bis 50 Stunden nach der Ansteckung zu starker Übelkeit, plötzlich einsetzendem Erbrechen, Bauchkrämpfen und Durchfällen. Nach maximal zwei Tagen ist die für die Patienten unangenehme Erkrankung üblicherweise überstanden.

Info-Hotline für Besorgte

Eine Info-Hotline zu Noroviren für besorgte Eltern wird rund um die Uhr am LKH Feldkirch eingerichtet, Nummer: 05522 303 2929.


Presseaussendung: LKH Feldkirch

Die Abteilung für Kinder- und Jugendheilkunde am LKH Feldkirch hat eine allgemeine Station sowie die Kinder-Intensivstation für die intensivmedizinische Versorgung von Frühgeborenen bis Kindern im Jugendalter. Derzeit befinden sich insgesamt 8 Kinder in intensivmedizinischer Behandlung, insgesamt 14 Kinder auf der normalen Station.

Aufgrund von Verdachtsfällen wurden vorsorglich alle Patienten der Kinderintensivstation auf Noroviren getestet, insgesamt konnte der Virus nun bei 5 Kindern positiv nachgewiesen werden. Ergebnisse der molekularbiologischen Testung für die absolute Gewissheit werden im Laufe der nächsten Tag aus Graz erwartet.

Weil also weitere positive Fälle getestet wurden, ist ein Krisenstab des Landeskrankenhauses heute, Dienstag, 10.07.2007 zusammengetreten.

Dem Krisenstab gehören LSth. Mag. Markus Wallner, Dir. Dr. Gerald Fleisch (Vlbg. Krankenhaus-Betriebsgs.m.b.H., Geschäftsführung), Prim. Doz. Dr. Burkhard Simma (Leiter der Abteilung), die Krankenhausleitung, die zuständige Behörde und das Hygieneteam des Landeskrankenhauses an.

Es wurde entschieden, aus Sicherheitsgründen vorübergehend die gesamte Pädiatrie zu schließen und betroffene Patienten zu isolieren. Damit soll eine Ansteckung neuer Patienten sowie eine weitere Ausbreitung nach gründlicher Reinigung vermieden werden.

Noroviren sind meldepflichtig, die Bezirkshauptmannschaft ist über die aufgetretenen Fälle bereits informiert. Das weitere Vorgehen wird mit den Behörden abgestimmt. Bis zum Wochenende sollte es möglich sein, alle noch stationären Patienten zum eigenen Schutz nachhause zu entlassen. Danach werden entsprechende Reinigungs- und Desinfektionsarbeiten durchgeführt.

Die Kinderintensivstation wird den Betrieb aufrechterhalten, alle Kinder, die kinderintensivmedizinisch betreut werden müssen, werden selbstverständlich versorgt.

Vorsorglich durchgeführte Maßnahmen für Patienten und Eltern

Die Eltern der betroffenen Kinder wurden seitens des Personals ausführlich informiert und über entsprechende Hygienemaßnahmen aufgeklärt. Ein entsprechendes Informationsschreiben mit Maßnahmen für den Fall einer Erkrankung ihres Kindes, wenn es zuhause ist, ist in Vorbereitung und wird nach Fertigstellung ausgehändigt und auf die Website des LKH gestellt.

Die vier betroffenen Kinder wurden sofort Isoliert und von anderen Kindern in der Kinderintensiv getrennt, die Eltern sind ebenfalls informiert.

Die betroffenen Kinder stehen derzeit unter ärztlicher Beobachtung. Laut Auskunft der Ärzte ist derzeit für die Kinder keine gesundheitliche Beeinträchtigung zu befürchten. Sie werden so lange isoliert, bis sie auf negativ getestet werden.

Präventionsmaßnahmen für die Mitarbeiter in der Abteilung

Auch das Personal der Abteilung wird sofort getestet, sollten sich Symptome zeigen. Bei Auftreten von Symptomen sind die MitarbeiterInnen u.a. aufgefordert, zuhause zu bleiben, um eventuelle Ansteckung zu vermeiden. Das Personal wird selbstverständlich weiterhin alle Hygienemaßnahmen (räumliche Trennung, Händehygiene, Pflege mit speziellem Schutzkittel, Flächendesinfektion) einhalten.

Maßnahmen in der Abteilung

Ab sofort gilt Aufnahmestopp für stationäre Patienten in der Kinderabteilung. Die Notfallversorgung bleibt selbstverständlich aufrecht. Die vorübergehende Räumung der allgemeinen Kinderabteilung soll bis zum Wochenende abgeschlossen werden, ein Teilbereich der Kinderintensivmedizin bleibt zur intensivmedizinischen Versorgung aufrecht. Kinder, die einer stationären Behandlung bedürfen, können in andere Kinderabteilungen im Land ausweichen, die Feldkircher Abteilung arbeitet hier eng mit den Kollegen zusammen. Auch die Kinderklinik in Innsbruck wurde informiert. Ebenfalls werden die niedergelassenen Ärzte in der Umgebung Feldkirch morgen noch persönlich informiert.

Der Ambulanzbetrieb der Kinderabteilung ist während des Tages aufrecht, tagesklinische Betreuung ist in Einzelfällen möglich, allerdings ist ein Ambulanzbetrieb während der Nacht und am Wochenende nur stark eingeschränkt möglich. Zusätzlich hat die Abteilung eine Infohotline für Noroviren eingerichtet: LKH Feldkirch: 05522 303 2929,rund um die Uhr

Sobald die Abteilung geräumt ist, beginnt man mit der Grundreinigung und Flächendesinfektion der gesamten Abteilung.

Über weitere Maßnahmen werden wir Sie und die Öffentlichkeit gerne weiterhin ausführlich informieren. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass die Öffentlichkeit über diese Präventionsmaßnahmen Bescheid weiß und sich besorgte Eltern via Infohotline gerne an unsere Experten wenden können.

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