Liverpool will nach Ligacup auch im FA-Cup triumphieren

Klopp hofft auf das nationale Cup-Double
Klopp hofft auf das nationale Cup-Double ©APA/AFP
Den Ligacup hat Liverpool bereits in der Tasche, der FA-Cup soll nun folgen: Die "Reds" kämpfen am Samstag (17.45 Uhr) im Finale neuerlich im Londoner Wembley Stadion und wieder gegen Chelsea um den Titel. Sollte die Truppe von Trainer Jürgen Klopp den Bewerb zum achten Mal in der Club-Geschichte gewinnen, würde die Hoffnung auf das historische Quadruple weiter leben. Die "Blues" peilen ihren neunten Cupsieg an und wollen dadurch eine national titellose Saison verhindern.

Liverpool hat national 2022 noch keine Partie verloren, insgesamt die einzige Niederlage setzte es beim für den Aufstieg bedeutungslosen Heim-0:1 im Champions-League-Achtelfinale gegen Inter Mailand. Es folgten 15 ungeschlagene Bewerbsspiele, wobei gleich zwölf siegreich endeten, wie auch das 2:1 bei Aston Villa am Dienstag in der Liga. Dadurch konnte die kleine Chance auf den Meistertitel gewahrt werden, Tabellenführer Manchester City hat mit einem Vorsprung von drei Punkten plus besserem Torverhältnis alle Trümpfe in der Hand und kann am Sonntag bei West Ham United den nächsten großen Schritt machen.

"Bis vor dieser Saison hat unser Abschneiden in diesem Turnier für keine großen Partys gesorgt. Ich muss aber sagen, dass ich diesen Bewerb absolut liebe", sagte Liverpool-Trainer Jürgen Klopp. Sein Team ist zum ersten Mal seit 2012 (1:2 gegen Chelsea) im Finale dabei. "Das ist richtig cool, jedes Finale ist großartig", so Klopp, der auf Mittelfeldspieler Fabinho wegen einer Oberschenkelzerrung verzichten muss. Jenes Endspiel im Ligacup endete am 27. Februar nach torlosen 120 Minuten in einem Elfmeter-Krimi mit 11:10. Gegner war auch damals Chelsea, weshalb die Londoner noch eine Rechnung zu begleichen haben.

Bei der Generalprobe am Mittwoch kehrte Chelsea dank Toren von Mason Mount, Christian Pulisic und Romelu Lukaku mit einem Liga-3:0 bei Leeds United nach drei sieglosen Partien auf die Erfolgsstraße zurück. Mittelfeldspieler Mateo Kovacic schied allerdings am Knöchel verletzt aus und dürfte das Endspiel verpassen. Es brauche ein "Wunder", damit der in Linz aufgewachsene Kroate, der in 43 Pflichtspielen diese Saison dabei war, rechtzeitig fit werde, sagte Coach Thomas Tuchel. Mit der Leistung war der Deutsche zufrieden. "Es war nichts Neues, was wir gemacht haben, aber wir waren auf einem viel höheren Level im Vergleich zu den letzten Matches."

Das stimmte auch Mount positiv. "Der Sieg war ein guter Schritt vorwärts. Es wartet eine spannende Aufgabe. Wir sind bereit, es wird Zeit, dass wir ein Finale gewinnen", verlautete der 23-jährige Offensivspieler. Für Chelsea ist es das dritte FA-Cup-Finale in Folge, nach einem 1:2 gegen Arsenal (2020) und 0:1 gegen Leicester City (2021).

Blickt man auf die bisherigen Saisonergebnisse, ist eine enge Angelegenheit zu erwarten. In der Liga gab es beim 1:1 in Liverpool und 2:2 in London keinen Sieger. "Das zeigt wie ausgeglichen es ist zwischen diesen Clubs", sagte Klopp. Ein bestimmtes Ergebnis könne auch deshalb niemand garantieren. "In so einem Spiel ist jeder Ausgang möglich", so Klopp. Liverpool war zuletzt 2006 in diesem Bewerb Champion, Chelsea 2018.

(APA)

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