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Terror in Paris: 128 Tote bei Anschlägen – IS bekennt sich – Angreifer kam über Griechenland

LIVE_ Terroranschläge in Paris schocken die ganze Welt.
LIVE_ Terroranschläge in Paris schocken die ganze Welt. ©APA/AFP
Mindestens 120 Menschen sollen am Freitag, den 13. November 2015, bei einer Terror-Serie in Paris getötet worden seien. Die Attentäter schossen am Freitagabend an verschiedenen Orten der französischen Hauptstadt wild um sich und zündeten mehrere Bomben.
Explosionen und Schüsse in Paris
Anschlagswelle in Paris
Weitere Bilder aus Paris
Hollande: "Frankreich ist im Krieg mit IS"

>> Der Liveticker zu den Anschlägen von Paris <<

Frankreich befindet sich damit erneut in einem Schockzustand. Die Zeitung “Le Figaro” titelte: “Krieg mitten in Paris”. Erst vor zehn Monaten hatte ein brutaler Überfall von islamistischen Terroristen auf die Satire-Zeitschrift “Charlie Hebdo” und einen jüdischen Supermarkt das Land erschüttert.

Kam ein Attentäter als Flüchtling?

Einer der Attentäter soll identifiziert sein. Es handle sich um einen amtsbekannten französischen Staatsbürger, hieß es am Samstagnachmittag aus Justizkreisen. Ein weiterer der Angreifer reiste offenbar Anfang Oktober als Flüchtling über Griechenland in die EU ein. Das teilte der griechische Bürgerschutzminister Nikos Toskas am Samstag in einer Erklärung mit.

Demnach war der Inhaber des an einem der Tatorte in Paris gefundenen syrischen Reisepasses am 3. Oktober auf der Insel Leros eingereist. Dort sei er “nach EU-Regeln” identifiziert worden. Man wisse aber nicht, ob der Reisepass in anderen Ländern kontrolliert wurde, durch die der Mann wahrscheinlich gereist sei. Auch war nicht klar, ob der Passinhaber persönlich an den Anschlägen beteiligt war.

Nach Paris: Großer Polizeieinsatz in Belgien

Die Polizei in Belgien hat am Samstagnachmittag einen Großeinsatz gestartet. Nach Angaben der belgischen Nachrichtenagentur Belga durchsuchten schwer bewaffnete Polizisten mehrere Wohnungen im Brüsseler Stadtteil Molenbeek. Nach Angaben des Rundfunksenders RTBF wurde mindestens ein Mensch festgenommen. Die Polizei wollte zunächst nicht bestätigen, dass der Einsatz in Verbindung mit den Anschlägen von Paris steht. Augenzeugen sollen dort allerdings am Freitagabend ein Fahrzeug mit belgischem Kennzeichen beobachtet haben, das mit den Taten in Verbindung stehen könnte.

Terror in Paris: Österreichische Regierung beschwört Schulterschluss

Hollande sieht Frankreich im Krieg

Präsident Francois Hollande rief in einer Fernsehsprache an die Nation den Ausnahmezustand aus. Zugleich sagte er dem Terrorismus “erbarmungslosen” Kampf an, Frankreich befände sich “im Krieg mit dem IS”. Die Grenzkontrollen wurden verstärkt – auch mit Blick auf den Weltklimagipfel, zu dem Paris Ende des Monats Spitzenpolitiker aus aller Welt erwartet. Entgegen ersten Ankündigungen blieben die Grenzen aber geöffnet.

Ermittlungen wegen Terrorismus eingeleitet

Alle Indizien deuten darauf hin, dass es sich um eine minutiös vorbereitete Aktion handelte. Bei dem Überfall auf das “Bataclan” soll einer der Männer “Allah ist groß” gerufen haben. Ein Augenzeuge berichtete ferner, dass die Angreifer ihre Tat mit Frankreichs Militäreinsatz in Syrien begründet hätten. Der Mann habe gerufen: “Das ist die Schuld von Hollande. Das ist die Schuld Eures Präsidenten. Er hätte nicht in Syrien eingreifen dürfen.” Von Anhängern der Terrormiliz Islamischer Staat wurde die Attacken im Internet gefeiert.

Le Monde-Reporter filmt schockierende Szenen des Attentats

Terroristen stürmten Konzert im Club “Bataclan”

Das schlimmste Bild bot sich im “Bataclan”, einer der bekanntesten Konzerthallen von Paris. Allein dort starben mindestens 80 Menschen. Nach Augenzeugenberichten waren mehrere unmaskierte Männer in den ausverkauften Saal gestürmt, wo gerade die US-Rockband “Eagles of Death Metal” auftrat. Mit Maschinengewehren schossen sie mehr als zehn Minuten wild um sich. Der Boden war anschließend übersät mit Leichen. Nach Angaben der Polizei töteten sich drei der Angreifer dann selbst, indem sie ihre Sprengstoffgürtel zündeten. Ein vierter sei von der Polizei getötet worden.

“Sie wiesen uns an, uns hinzulegen”

Explosionen in Paris während Fußballspiel zwischen Deutschland und Frankreich

Die Explosionen vor dem Stade de France hatte Hollande auf der Ehrentribüne mit angehört, zusammen mit dem deutschen Außenminister Frank-Walter Steinmeier, der an seiner Seite saß. Gleich danach ließ er sich in der Schaltzentrale des Stadions telefonisch über die Ereignisse unterrichten. Noch während des Spiels wurde der Präsident dann aus dem Stadion gebracht. Steinmeier versicherte: “Wir stehen an der Seite Frankreichs.” In der Nähe des Stadions starben nach offiziellen Angaben auch drei Angreifer.

Aus Sorge vor weiteren Anschlägen wurde das Militär verstärkt. Alle Krankenhäuser der französischen Hauptstadt wurden in den Ausnahmezustand versetzt. Die Polizei appellierte an die Bevölkerung: “Wir bitten Sie, die eigenen vier Wände nicht zu verlassen und auf Anweisungen der Polizei zu warten.”

Ausnahmezustand in Frankreich nach Terroranschlägen in Paris

In Frankreich galten bereits vor den Anschlägen seit diesem Freitag wieder verschärfte Sicherheitsmaßnahmen. Wegen “terroristischer Gefahr” und “Risiken für die öffentliche Ordnung” hatte die Regierung auch beschlossen, vor der Weltklimakonferenz die Grenzkontrollen wieder aufzunehmen. Die Konferenz beginnt am 30. November.

Mit mindestens 128 Toten ist dies die schlimmste Terrorserie in Europa seit mehr als zehn Jahren. Im März 2004 waren bei mehreren Anschlägen auf Züge in Madrid 191 Menschen getötet und annähernd 2.000 verletzt. Die Anschläge gingen auf das Konto von islamistischen Terroristen.

Ticker-Nachlese: Terroranschläge in Paris

Terror in Paris
14:21 | Johanna Mayer


14:16 | Johanna Mayer

Nur ein Spezialist konnte die Sprengstoffgürtel bauen Alle Selbstmordattentäter von Paris trugen sie - und bei allen war die Bauweise identisch: Die Sprengstoffgürtel der islamistischen Angreifer wurden nach Einschätzung mehrerer Experten von einem Spezialisten in Europa angefertigt, der womöglich immer noch aktiv ist.

Für die Sicherheitsbehörden ist dies ein Albtraum, denn die Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) hat gedroht, dass die Anschläge von Paris nur ein Anfang gewesen seien. "Wer von Sprengstoffgürteln spricht, der spricht vom Sprengmeister: Nicht jeder kann ein zuverlässiges und effizientes Sprengsystem bauen", erläutert ein früherer Chef eines französischen Geheimdienstes. Das sei jemand, der den Umgang mit Sprengstoff gewohnt sei, der einen Sprengstoffgürtel oder eine Sprengstoffweste so herstellen könne, dass sich der Angreifer noch bewegen könne und dass der Sprengstoff "nicht zur falschen Zeit hochgeht". Bei allen Attentätern von Paris, die am Freitagabend nicht zögerten, den Knopf zu drücken, um sich in die Luft zu sprengen, wurde nach den Worten von Staatsanwalt Francois Molins ein Sprengstoffgürtel derselben Bauart gefunden: Der verwendete Sprengstoff war TATP (Acetonperoxid), das leicht herzustellen ist, aber sehr empfindlich auf Einwirkungen wie Schläge oder Temperaturschwankungen reagiert. Zudem hatten alle Sprengstoffgürtel demnach eine Batterie, einen Knopf als Zünder und Bolzen, um durch Splitter möglichst großen Schaden anzurichten.
14:13 | Johanna Mayer


14:07 | Johanna Mayer

Festnahmen in Marokko und Malaysia Sicherheitskräfte in Marokko und Malaysia nahmen indes insgesamt neun mutmaßliche Mitglieder der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) fest. In Marokko seien vier Jihadisten gefasst worden, die Sprengstoffanschläge an "strategischen Orten" des Landes geplant hätten, teilte das Innenministerium in Rabat am Montag mit. Die Gruppe habe ihr Vorgehen mit der Terrormiliz koordiniert, hieß esM
14:06 | Johanna Mayer

Bruder von zwei Terrorverdächtigen wieder frei Der Bruder von zwei Terrorverdächtigen der Pariser Anschläge ist von der Polizei wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Mohamed Abdeslam werde nicht länger verdächtigt, an den Attentaten beteiligt gewesen zu sein, sagte seine Anwältin am Montag der belgischen Nachrichtenagentur Belga.

Ihr Mandant habe ein Alibi für Freitagabend und könne deshalb nachweisbar nicht an den Anschlägen in Paris beteiligt gewesen sein. Mohamed war am Samstag in Belgien festgenommen worden. Er ist der Bruder eines der Selbstmordattentäter. Der dritte Bruder, Salah Abdeslam, ist gilt ebenfalls als mutmaßlicher Terrorist und ist auf der Flucht. Belgische Spezialkräfte waren am Montag im Brüsseler Stadtteil Molenbeek im Einsatz und belagerten ein Haus. Ziel des Einsatzes war es laut Staatsanwaltschaft, Salah Abdeslam zu fassen. Die Polizei rief Fernsehsender dazu auf, aus Sicherheitsgründen keine Livebilder des Einsatzes zu senden.
14:02 | Johanna Mayer


13:57 | Johanna Mayer

Belgiens Regierungschef Charles Michel ist sich des Problems bewusst: "Ich stelle fest, dass es fast immer eine Verbindung nach Molenbeek gibt", sagt Michel. Sein Innenminister Jan Jambon kündigte an, in Molenbeek "aufzuräumen". Noch in dieser Woche will das Kabinett einen Aktionsplan für das Viertel präsentieren.
13:55 | Johanna Mayer

Molenbeek im Fadenkreuz der Ermittler Schon länger gilt Belgien als Zufluchtsort radikaler Islamisten - erst recht nach den Pariser Anschlägen, von denen wieder einmal direkt Spuren nach Brüssel führen. Am Montag stellte die belgische Presse sogar einen Zusammenhang zwischen den Paris-Attentaten und einem besonders berüchtigten Kämpfer des sogenannten Islamischen Staates (IS) aus Brüssel her:

Abdelhamid Abaaoud; er stammt aus Molenbeek, einem als Islamisten-Hochburg bekannten Brüsseler Stadtviertel. Einer der Attentäter von Paris soll Verbindungen zu Abaaoud gehabt haben. Der Name des betreffenden Selbstmordattentäters von Paris tauche in mehreren Strafverfahren aus den Jahren 2010 und 2011 zusammen mit dem von Abaaoud auf, meldete die flämische Zeitung "De Standaard".

Abaaoud gilt als Kopf der Islamistenzelle von Verviers. In dem ostbelgischen Ort war im Jänner eine Islamistenzelle zerschlagen worden, die Anschläge auf die Polizei geplant haben soll. Abaaoud, ein Belgier mit marokkanischen Wurzeln, soll aber auch in Syrien für den IS gekämpft haben. Er ist in mehreren IS-Propaganda-Videos zu sehen. In einem Video lenkt er ein Auto, das vier verstümmelte Leichen hinter sich her zieht.
13:40 | Johanna Mayer


13:35 | Johanna Mayer

Die Extremistenmiliz IS droht in einem neuen Video mit Anschlägen in den Ländern, die sich an Luftangriffen gegen die Islamisten in Syrien beteiligen. Diese Länder würden dasselbe Schicksal erleiden wie Frankreich. Die amerikanische Hauptstadt Washington wird explizit als Anschlagsziel benannt.

Die Polizei in Marokko nahm indes nach offiziellen Angaben vier Personen fest, die vermutlich zu einer Zelle der Extremistenorganisation Islamischer Staat (IS) gehören. Sie seien in der Stadt Beni Mellal aktiv gewesen.
13:27 | Johanna Mayer

US-Kampfjets zerstörten 116 Tanklaster der IS-Miliz Amerikanische Kampfjets haben in Syrien Stellungen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bombardiert und dabei mindestens 116 Tanklaster der Extremisten zerstört. Die Angriffe seien in der Nähe von Deir ez-Zor (Deir al-Zor) im Osten Syriens geflogen worden, einer Region, die von den Islamisten beherrscht werde, berichtete die "New York Times" am Montag unter Berufung auf US-Behördensprecher.
13:26 | Johanna Mayer

+++ IS droht in neuem Video mit Anschlag in Washington

13:20 | Johanna Mayer

Slowakischer Premier will "alle Muslime überwachen" Der slowakische Regierungschef Robert Fico hat mit einer Reaktion auf die Terroranschläge in Paris für Empörung gesorgt. Fico hatte in einer TV-Diskussion am Sonntag als eine der Sicherheitsmaßnahmen zur Vorbeugung von Terrorakten in der Slowakei erklärt: "Wir überwachen jeden einzelnen Muslim, der sich auf dem Gebiet der Slowakei befindet."

Medien und die islamische Gemeinschaft der Slowakei warfen ihm am Montag vor, Islamophobie zu schüren und Muslime zu diskriminieren. Nach Schätzungen des Innenministeriums leben in der Slowakei mit 5,4 Millionen Einwohnern nur etwa 2.000 bis 3.000 Muslime. Das Land hat im Verhältnis zu ihrer Einwohnerzahl so wenige Flüchtlinge aufgenommen wie kein anderes EU-Land. Nur sieben Menschen erhielten seit Jänner 2015 in der Slowakei Asyl. Rund 460 Asylwerber aus Österreich sind derzeit in der südslowakischen Stadt Gabcikovo untergebracht.
13:19 | Johanna Mayer


13:12 | Johanna Mayer

Fußball-Idol Fontaine gegen EM in Frankreich Frankreichs Fußball-Idol Just Fontaine hat sich nach den Terroranschlägen von Paris gegen eine Austragung der Europameisterschaft 2016 in seinem Heimatland ausgesprochen. "Es bricht mir das Herz bei dem, was ich jetzt sage, zumal ich mich so sehr auf die Europameisterschaft gefreut habe, aber ich denke, Frankreich sollte auf das Championat verzichten", sagte der 82-Jährige der Zeitung "Die Welt".

Während sich die meisten Vertreter des Fußballs bisher dafür aussprachen, das Turnier von 10. Juni bis 10. Juli unverändert in Frankreich auszutragen, ist Fontaine dagegen. "Jedes andere Land kann das Championat ausrichten, nur nicht wir. Ich habe große Angst davor, dass sich der schwarze Freitag wiederholt", erklärte der Rekordtorschütze der WM 1958.
13:11 | Johanna Mayer

Algerier in Deutschland festgenommen Nach den Terroranschlägen von Paris hat die Polizei in Westdeutschland einen 39 Jahre alten Algerier festgenommen. Der Mann soll mehrere Tage vor den Attacken in einer Flüchtlingsunterkunft gegenüber Mitbewohnern aus Syrien geäußert haben, dass in Paris etwas passieren werde, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Montag.

Es werde geprüft, ob der Mann sich nur wichtig machen wollte oder ob er wirklich von den geplanten Anschlägen gewusst habe. Der am Samstag im sauerländischen Arnsberg festgenommene 39-Jährige sitze wegen "Nichtanzeigens einer Straftat" in Untersuchungshaft. Der Generalbundesanwalt sei informiert.
13:08 | Johanna Mayer

Premier: Terroranschläge von Syrien aus organisiert Die Terrorserie von Paris mit fast 130 Todesopfern ist nach französischen Erkenntnissen von Islamisten in Syrien organisiert und geplant worden. Dies gab Premierminister Manuel Valls am Montag bekannt. Drahtzieher war nach Medienberichten der polizeibekannte Belgier Abdelhamid Abaaoud, der in Syrien für die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) kämpfen soll.

Früher lebte der meistgesuchte Islamist Belgiens in dem als Islamistenhochburg bekannten Brüsseler Stadtteil Molenbeek. Dort gab es am Montagmittag erneut groß angelegte Razzien schwer bewaffneter Spezialkräfte.
12:55 | Johanna Mayer


12:55 | Johanna Mayer

EU-Kommission plant keine europäische CIA Die EU-Kommission plant auch nach den Terroranschlägen in Paris keinen Aufbau eines einheitlichen europäischen Geheimdienstes. "Wir sind kein Geheimdienst. Nein, wir planen nicht die Schaffung einer europäischen CIA", erklärte eine Sprecherin der Brüsseler Behörde am Montag.

Sie verwies darauf, dass es wesentlich sei, wenn die EU-Staaten untereinander besser kooperierten. "Es handelt sich hier um eine klare politische Führung." Ein Kommissionssprecher kündigte auch trotz des Terrorismus und der Befürchtung weiterer Attentate in Frankreich oder Belgien keine verschärften Sicherheitsvorkehrungen für die Institution an. Die Kommission werde ihre Arbeit fortsetzen und über allfällige Änderungen der Planungen rechtzeitig informieren.
12:46 | Johanna Mayer

Verwirrung um gesuchten Attentäter in Belgien Die belgische Polizei hat einem Rundfunkbericht zufolge bei einer Razzia im Zusammenhang mit den Anschlägen von Paris einen Mann festgenommen. Bei dem im Brüsseler Stadtteil Molenbeek Festgenommenen handle es sich aber nicht um den gesuchten mutmaßlichen Paris-Attentäter Abdeslam Salah, berichtete der öffentlich-rechtliche Sender RTBF.

Zuvor hatte der belgische Rundfunksender RTL gemeldet, der Franzose sei in der belgischen Hauptstadt aufgegriffen worden. Die Polizei nahm den Vermummten fest. Der Einsatz der Sicherheitskräfte konzentrierte sich auf die Rue Delaunoy und die Rue Ransfort. Reporter berichteten, eine Polizeiaktion in Molenbeek dauere an. Von den Behörden war zunächst keine Information darüber zu erhalten.
12:45 | Johanna Mayer

Kommissionsgebäude in Brüssel nach Bombenalarm geräumt Ein Gebäude der EU-Kommission in Brüssel ist laut einem Bericht von RTL Montagmittag nach einem Bombenalarm vor dem Haus geräumt worden. Das Kommissionsgebäude in der Straße Joseph II im Europaviertel wurde evakuiert, nachdem vor dem Haus ein verdächtiges Fahrzeug entdeckt wurde. Ein Polizeiroboter untersuchte den vor dem Gebäude geparkten Pkw.
12:37 | Johanna Mayer

Großrazzia gegen illegale Migranten in Bulgarien Bei einer Polizeirazzia sind am Wochenende in Bulgarien 320 illegale Einwanderer vorübergehend festgenommen worden. Das teilte der Stabschef des Innenministeriums Georgi Kostow am Montag in Sofia mit. Die Razzia stehe nicht unmittelbar den Terroranschlägen in Paris in Verbindung, hieß es.

In Hotels und Pensionen in der Hauptstadt Sofia sowie in verschiedenen Ortschaften in der Nähe der bulgarisch-türkischen Grenze in Südbulgarien kontrollierte die Polizei zusammen mit der Sicherheitsagentur DANS mehr als 7.000 Personen und 300 Fahrzeuge. "Unter den 320 festgenommenen illegalen Migranten gibt es keine Anhänger oder gar Mitglieder der IS-Terrormiliz", erklärte Kostow dem privaten Fernsehsender bTV.
12:36 | Johanna Mayer

Mutmaßlicher Paris-Attentäter doch nicht gefasst? Der öffentlich-rechtliche belgische Rundfunk hat einem Bericht des Privatsenders RTL widersprochen, der international gesuchte mutmaßliche Attentäter Abdeslam Salah sei in Belgien verhaftet worden.
12:20 | Johanna Mayer

Anschläge in Istanbul und Ankara vereitelt Der türkische Geheimdienst MIT hat einem Medienbericht zufolge zeitgleich mit den Pariser Anschlägen geplante Terrorangriffe in Ankara und Istanbul vereitelt. Die Pläne seien bei der Festnahme des britischen Staatsbürgers und mutmaßlichen IS-Anhängers Aine D. aufgeflogen, berichtete die Zeitung "Sabah" am Montag.
12:18 | Johanna Mayer

Bombenalarm in Brüssel - Weitere Person verhaftet Im Zentrum von Brüssel gab es am Montag Bombenalarm. Konkret wurde im Europaviertel ein in Frankreich zugelassenes Auto in der Rue Joseph II entdeckt, das einen verdächtigen Koffer enthielt. Dies teilte der belgische christdemokratische Abgeordnete Georges Dallemagne nach Angaben der Tageszeitung "Le Soir" mit. Der Entminungsdienst leitete die Untersuchungen ein, die Straße wurde abgesperrt.

Außerdem gab es einen weiteren Polizeieinsatz in dem als Islamistenhochburg geltenden Stadtteil Molenbeek. Dort wurde eine Person verhaftet. Die Polizei nahm den Vermummten fest. Der Einsatz der Sicherheitskräfte konzentrierte sich auf die Rue Delaunoy und die Rue Ransfort.
12:11 | Johanna Mayer


12:02 | Johanna Mayer

"Kein direkter Österreich-Bezug erkennbar" Ein direkter Österreich-Bezug der Anschläge von Paris ist bisher nicht erkennbar. So fasste der Sprecher des Innenministeriums, Karl-Heinz Grundböck, am Montag bisherige Ergebnisse heimischer Ermittlungen zu den Attacken zusammen.

Es gebe bisher keinerlei Anhaltspunkte dafür, dass an den Anschlägen beteiligte Personen durch Österreich nach Paris gereist seien, betonte Grundböck. In Bezug auf den in Bayern mit Waffen festgenommenen Montenegriner stehe man mit den deutschen Behörden in Kontakt. Auch hier gebe es keinen direkten Bezug zu Terrorakten in Österreich. Auffallend ist übrigens, dass die Ermittlungen zu dem Montenegriner das bayerische Landeskriminalamt übernommen hat. Das deutet daraufhin, dass er nicht unter Terrorverdacht steht. Auch sein Profil passt nicht wirklich zu den jihadistischen Urhebern der Pariser Anschläge: Bei dem Mann handelt es sich um einen griechisch-orthodoxen Christen.
12:00 | VOL Redaktion

Schweigeminute um 12 Uhr für die Opfer von Paris: Die Welt steht jetzt für eine Minute still!
11:58 | Johanna Mayer

Um 12 Uhr wird eine Schweigeminute für die verstorbenen Opfer der Attentate in Paris abgehalten.
11:55 | Johanna Mayer


11:53 | Johanna Mayer

+++ Wie focus.de berichtet soll Abdeslam Salah , einer der flüchtigen Paris-Attentäter, verhaftet worden sein
11:41 | Johanna Mayer

23 Verdächtige bei Razzien in Frankreich festgenommen Die französische Polizei hat nach den Anschlägen in Paris vom Freitagabend in der Nacht auf Montag 168 Häuser und Wohnungen durchsucht. 23 Personen wurden festgenommen, teilte Innenminister Bernard Cazeneuve mit. Paris. Es seien Waffen gefunden worden. 104 Personen wurden unter Hausarrest gestellt.
11:34 | Johanna Mayer

Neuer Polizeieinsatz im Brüsseler Stadtteil Molenbeek In dem als Islamistenhochburg bekannten Brüsseler Stadtteil Molenbeek hat am Montag erneut ein großer Polizeieinsatz begonnen. Das meldeten der belgische Rundfunk RTBF und die belgische Nachrichtenagentur Belga übereinstimmend. Polizisten nahmen Hausdurchsuchungen vor.

Demnach forderten bewaffnete Spezialkräfte in der Rue Delaunoy Bewohner per Lautsprecher auf, die Fenster zu öffnen und herauszukommen. Journalisten berichteten von Detonationen. Die Straße wurde für den Verkehr gesperrt. Auch in Frankfurt gab es am Freitag Durchsuchungen bei einem mutmaßlichen türkischen Islamisten, wie die Staatsanwaltschaft bekanntgab. Am späten Nachmittag seien das Zimmer in der elterlichen Wohnung des 27-Jährigen sowie dessen Arbeitsplatz durchsucht worden. Der Mann soll Geld gesammelt und seinem Bruder und anderen Mitgliedern des IS für Kämpfe und Anschläge in Syrien weitergeleitet haben.
11:31 | Johanna Mayer

4,1 Millionen Menschen nutzten Facebooks "Safety Check" Innerhalb von 24 Stunden nach der verheerenden Anschlagsserie in Paris am Freitagabend haben mehr als vier Millionen Menschen auf Facebook den "Safety Check" aktiviert und ihren Freunden mitgeteilt, dass sie in Sicherheit sind. 360 Millionen Menschen seien von ihren Freunden als "In Sicherheit" markiert worden, teilte das soziale Netzwerk mit.
11:27 | Johanna Mayer

Der Facebook-Eintrag von Isobel Bowdery geht derzeit um die Welt. Sie schildert wie sie den Terrotanschlag überlebte und wem ihr Dank gilt.

11:23 | Johanna Mayer


11:20 | Johanna Mayer

Weiterer Flüchtling mit Attentäter-Pass in Serbien Im südserbischen Grenzort Presevo ist ein Mann entdeckt worden, dessen offensichtlich gefälschter syrischer Pass auf denselben Namen lautet wie jener, der in Paris neben einem der getöteten Attentäter gefunden worden war. Das berichtete die Belgrader Tageszeitung "Blic" am Montag. Der mit einer Gruppe von Flüchtlingen angekommene Mann sei am Samstag angehalten worden, berichtete das Blatt.
11:18 | Johanna Mayer

Ein mutmaßlicher Attentäter in der Türkei registriert Einer der mutmaßlichen Attentäter von Paris ist 2013 in die Türkei eingereist, von einer Ausreise ist nichts bekannt, hat ein ranghoher türkischer Vertreter am Montag mitgeteilt. Die türkischen Behörden hätten Frankreich im Dezember 2014 und Juni 2015 Hinweise zu dem Mann übermittelt. Aber erst nach den Anschlägen hätten die französischen Behörden Informationen über ihn angefordert.
11:12 | Johanna Mayer

++ Paris-Terror - Weiterer Flüchtling mit Attentäter-Pass in Serbien
11:05 | Johanna Mayer

Italien will scharf gegen "Hassprediger" vorgehen Nach den Anschlägen in Paris will Italien scharf gegen "Hassprediger" vorgehen. Imame, die fundamentalistische Propaganda betreiben, sollen sofort ausgewiesen werden, kündigte der italienische Innenminister Angelino Alfano am Montag an.

"Wir sind bereit, sofort jene Imame auszuweisen, die Hass predigen, und dort einzugreifen, wo zu Gewalt aufgerufen sind.", sagte Alfano in einem Interview mit dem italienischen Radio RTL. Er rief Italiens muslimische Gemeinschaften auf, klar Stellung gegen Gewalt zu beziehen. "Für die 1,6 Millionen in Italien lebenden Muslime gilt die volle Religionsfreiheit. Wir fordern sie jedoch auf, klar gegen Gewalt Stellung zu nehmen", versicherte Alfano.
10:54 | Johanna Mayer

Belgischer Jihadist plante Anschläge Der Drahtzieher der Anschläge von Paris könnte nach Medienberichten der polizeibekannte belgische Jihadist Abdelhamid A. sein. Mindestens einer, wenn nicht zwei der Selbstmordattentäter seien Freunde von A. gewesen, berichtete die belgische Tageszeitung "De Standaard" am Montag unter Berufung auf belgische Sicherheitsdienste.

Der Sender RTL meldete ohne Angabe von Quellen, Ermittler hätten A. als Drahtzieher identifiziert. A. gilt bereits seit längerem als der meistgesuchte Islamist Belgiens. Er soll sich zuletzt in Syrien aufgehalten haben. Früher lebte er in dem als Islamistenhochburg bekannten Brüsseler Stadtteil Molenbeek.
10:53 | Johanna Mayer

Vierter Selbstmordattentäter identifiziert Die französischen Ermittler haben einen vierten Selbstmordattentäter identifiziert, gegen den 2012 in Frankreich ein Ermittlungsverfahren wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung eingeleitet worden war. Gegen den Selbstmordattentäter aus dem Pariser Konzertsaal "Bataclan", Samy Amimour, wurde 2012 wegen einer versuchten Reise in den Jemen ermittelt.

Das teilte die Pariser Staatsanwaltschaft am Montag mit. Laut der Staatsanwaltschaft handelt es sich bei dem Attentäter um einen 28-Jährigen aus Drancy bei Paris. Er wurde demnach am 15. Oktober 1987 in Paris geboren. Er stand unter richterlicher Überwachung, doch entzog er sich im Herbst 2013 der Überwachung, woraufhin ein internationaler Haftbefehl gegen ihn ausgestellt wurde. 2013 war er laut seiner Familie nach Syrien gegangen. Damit wurden nunmehr fünf der sieben getöteten Attentäter identifiziert.
09:23 | Johanna Mayer

Terrorakte gegen europäische Länder in Vorbereitung Die Terrormiliz "Islamischer Staat" IS bereitet nach den Worten von Frankreichs Premierminister Manuel Valls weitere Anschläge auf europäische Länder vor. "Wir wissen, dass Operationen vorbereitet wurden und noch vorbereitet werden, nicht nur gegen Frankreich, sondern auch gegen andere europäische Länder", sagte Valls am Montag in der Früh dem Sender RTL.

Die Terroranschläge in Paris seien von Syrien aus "organisiert" und "geplant" worden. Frankreich werde zudem lange mit der Bedrohung durch den Terrorismus leben müssen. Er könne auch weitere Anschläge in den kommenden Tagen oder Wochen nicht ausschließen, nachdem am Freitagabend bei einer beispiellosen Terrorserie in Paris mindestens 129 Menschen getötet und über 350 verletzt wurden.
09:04 | Johanna Mayer

Auch Anonymous meldete sich nun zu Wort und erklärte ISIS den Krieg:

09:00 | Johanna Mayer

+++ Cameron wirbt für britische Beteiligung an Luftschlägen

Als Reaktion auf die Anschläge von Paris hat der britische Premierminister David Cameron vom Parlament Unterstützung für die Beteiligung seines Landes an Luftangriffen gegen die Terrororganisation "Islamischer Staat" (IS) in Syrien gefordert. "Wir müssen das Parlament überzeugen", sagt er in der BBC. Großbritannien beteiligt sich an den Luftangriffen im Irak, aber eine Ausweitung dieser auf Syrien scheiterte am Parlament.

Nach den verheerenden Anschlägen von Paris sind bei Durchsuchungen in Lyon ein Raketenwerfer und andere Waffen gefunden worden. Zudem seien fünf Verdächtige festgenommen worden, verlautete am Montag aus Ermittlerkreisen. In der Nacht auf Montag liefen im Rahmen des nach den Anschlägen verhängten Ausnahmezustands auch in Bobigny, Toulouse, Grenoble und anderen Städten Frankreichs dutzende Durchsuchungen im islamistischen Milieu, die aber nicht in direktem Zusammenhang mit den Anschlägen von Paris standen.

Nach den Worten von Frankreichs Premierminister Manuell Valls bereitet die Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) nach den Angriffen in Paris auch Aktionen in anderen europäischen Ländern vor. "Wir wissen, dass Operationen vorbereitet werden, nicht nur in Frankreich, sondern gegen andere europäische Länder", sagte Valls am Montag in der Früh dem Radiosender RTL. Die französische Regierung habe gewusst, dass Attentate geplant worden seien. Sie seien von Syrien aus "organisiert" und "geplant" worden. "Wir müssen länger mit dieser Bedrohung leben", sagte er.

Nach den Anschlägen in Paris hat der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier vor überstürzten militärischen Reaktionen gewarnt. Gegen die Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS), die sich zu den Anschlägen bekannt hat, helfe "nur planvolles Handeln der Staatengemeinschaft", sagte Steinmeier am Montag zu "Spiegel Online".

Alabama will keine syrischen Flüchtlinge aufnehmen Der US-Staat Alabama wird angesichts der Terroranschläge in Paris keine syrischen Flüchtlinge aufnehmen. Das gab Gouverneur Robert Bentley am Sonntag in einer Presseerklärung bekannt. Unter Berücksichtigung der Taten von Paris werde er jedem Versuch widersprechen, syrische Flüchtlinge im Rahmen des US-Flüchtlingsprogramms in dem Staat aufzunehmen, erklärte Bentley. Als Gouverneur werde er sich nicht mitschuldig machen mit einer Politik, die die Bürger von Alabama einer Gefahr aussetze, hieß es.

Als Reaktion auf eine wachsende Bedrohung durch militante Islamisten baut Großbritannien die Geheimdienste aus. Das Personal werde um 15 Prozent aufgestockt, kündigte Premierminister David Cameron am Montag am Rande des G-20-Gipfels im türkischen Belek an. Anschläge wie zuletzt in Paris aber auch wie das Hotel-Attentat in Tunesien im Sommer hätten die Regierung dazu veranlasst.

Polizei ließ Verdächtigen nach Kontrolle weiterfahren Der inzwischen international zur Fahndung ausgeschriebene Terrorverdächtige ist nach einem Medienbericht am Samstag kontrolliert, aber nicht festgenommen worden. Die Zeitung "Le Monde" berichtete am Sonntag online, Salah Abdeslam sei von der Polizei im nordfranzösischen Cambrai im Zuge der verschärften Grenzkontrollen überprüft worden. Im Auto hätten noch zwei weitere Passagiere gesessen.
19:55 | Edgar Netzer

"Viele Opfer haben Kriegsverletzungen"

Schusswunden im Bauch, Splitter im Körper und zerfetzte Gesichter – der Leiter der Notaufnahme eines Pariser Krankenhauses spricht von “Szenen wie im Krieg”. – Ein verletzter Österreicher ist inzwischen außer Lebensgefahr. Zum Artikel

19:42 | Edgar Netzer

Österreich leitet Sofortmaßnahmen ein

Innenministerin Mikl-Leitner (ÖVP) hat als Reaktion auf Paris einige Sofortmaßnahmen in die Wege geleitet: Stärkung in Spezialbereichen des Staatsschutzes, des Bundeskriminalamts und der Spezialeinheiten.
19:40 | Edgar Netzer

Zeitgleicher Anschlag in Istanbul verhindert

Am Tag der Anschläge von Paris ist nach türkischen Angaben in Istanbul ein "großer" Anschlag verhindert worden.

Fünf Verdächtige seien am Freitag festgenommen worden, teilte ein Regierungsvertreter am Sonntagabend in Ankara mit.

Bei einem Anschlag auf eine Friedensdemonstration am 10. Oktober in Ankara, zu dem sich wie in Paris die Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) bekannt hatte, waren 102 Menschen getötet worden.
19:26 | Edgar Netzer

Ein Video zeigt den Beginn der Massenpanik am Place de la Republique kurz vor 19 Uhr:
19:22 | Edgar Netzer

Zahl der Toten steigt auf 132

Drei Menschen sind in Krankenhäusern ihren schweren Verletzungen erlegen. Damit steigt die Zahl der Todesopfer durch die Anschläge auf 132.
19:20 | Edgar Netzer

Polizei löst Massenpanik in Paris aus

Bei der Trauerkundgebung auf dem Place de la Republique in Paris kam es am Sonntagabend zu einer Massenpanik. Die Menschen glaubten Schüsse gehört zu haben, es kam zu einer Kettenreaktion. Auf Twitter war die Reden von "Schüssen und einer Explosion".

Wie sich binnen Minuten herausstellte, war es falscher Alarm. TV-Reporter vor Ort berichten, dass kurz zuvor eine schwer bewaffnete Spezialeinheit der Polizei am Platz eingetroffen war.

Einige verwechselten die Beamten mit Terroristen und flüchteten. Die Polizisten, ebenfalls überrascht, gingen in die Knie und nahmen ihre Waffen in Anschlag, was die Panik noch verschärfte. (Bild: AFP)

19:15 | Edgar Netzer

Fahnungsfoto von flüchtigem Bruder

Nach den Terroranschlägen von Paris ist der Verdächtige Abdeslam Salah auf der Flucht. Die französische Polizei hat am Sonntagabend ein Fahndungsbild veröffentlicht und bittet die Bevölkerung um Mithilfe.

Der 26-Jährige sei "gefährlich", warnten die Behörden. Einer seiner beiden Brüder starb bei den Attentaten, der zweite befindet sich in Belgien in Untersuchungshaft. Derweil teilte die Staatsanwaltschaft mit, dass bislang die Leichen von drei der sieben Selbstmordattentäter identifiziert worden seien.
18:52 | abeganovic

Vor der französischen Botschaft in Wien versammelten sich am späten Sonntagnachmittag hunderte Menschen, um den Opfern in Paris zu gedenken. Bild: APA

Der Terror von Paris: Was wir bisher wissen - und was nicht

Die Ermittlungen zu der verheerenden Terrorserie von Paris fördern immer mehr Details zutage. Viele Fragen sind jedoch noch offen. Ein Überblick:

WAS WIR WISSEN:

- Die Attacken wurden von drei Terrorkommandos verübt. Sie schlugen am Freitagabend an sechs Orten in Paris und dem Vorort Saint-Denis koordiniert zu, schossen wahllos auf Menschen oder sprengten sich selbst in die Luft. Die Angreifer benutzten Sturmgewehre des Typs Kalaschnikow und trugen identische Sprengstoffwesten.

- Die mit Abstand meisten Opfer gab es beim Überfall auf ein ausverkauftes Rockkonzert im Musikclub "Bataclan", dort wurden Geiseln genommen. Auch mehrere Cafés und Restaurants in der Nähe wurden beschossen.

Drei Selbstmordattentäter sprengten sich vor dem Fußball-Stadion Stade de France in die Luft, wo die deutsche Nationalmannschaft gegen Frankreich spielte. Mindestens einer von ihnen soll zuvor vergeblich versucht haben, ins Stadion zu kommen.

- Mindestens 129 Menschen wurden getötet, 352 weitere teils lebensgefährlich verletzt. Unter den Toten ist ein Deutscher, ein Österreicher befindet sich mittlerweile außer Lebensgefahr.

- Sieben Terroristen starben. Einer wurde erschossen, sechs sprengten sich in die Luft. Zuerst war von acht getöteten Angreifern die Rede.

- Frankreichs Präsident François Hollande machte den IS verantwortlich und sprach von einem "Kriegsakt". Der IS bekannte sich in einer zunächst nicht verifizierbaren Erklärung im Internet zu den Anschlägen.

- Die Angreifer sollen beim Überfall auf das "Bataclan" "Allah ist groß" gerufen und ihre Taten mit der Situation in Syrien und im Irak begründet haben. In beiden Ländern fliegt Frankreich Luftangriffe.

- Einer der "Bataclan"-Attentäter wurde als der 29-jährige Franzose Omar Ismaïl Mostefaï identifiziert. Der Kleinkriminelle war mehrfach vorbestraft und den Behörden wegen seiner Radikalisierung bekannt, fiel aber bisher nicht im Zusammenhang mit Terrornetzwerken auf. Zwei weitere der getöteten Terroristen lebten zuletzt im Großraum Brüssel, auch sie hatten einen französischen Pass.

- Bei den Überresten eines der Selbstmordattentäter vom Stade de France wurde ein syrischer Pass gefunden. Es verdichten sich die Hinweise, dass dieser Mann und ein weiterer Attentäter gemeinsam als Flüchtlinge getarnt in die EU einreisten. Einer von ihnen, ein 25-Jähriger namens Ahmed Almuhamed, soll am 7. Oktober in Serbien eingetroffen sein. Am 3. Oktober war er laut griechischen Behörden als Flüchtling auf der Insel Leros registriert worden. Nach Medieninformationen aus Polizeikreisen könnte auch sein mutmaßlicher Komplize über die Türkei nach Griechenland eingereist sein. Beide sollen zusammen von Leros aus die Fähre nach Piräus genommen haben.

- Mindestens einem Terrorkommando scheint zunächst die Flucht gelungen zu sein. Ermittler stellten am Sonntagmorgen östlich von Paris den schwarzen Seat sicher, aus dem heraus die Attentäter die Cafés und Restaurants beschossen hatten. Darin wurden nach Medienberichten drei Kalaschnikows gefunden.

- In der Nähe des "Bataclan" war zuvor schon ein schwarzer Polo mit belgischem Kennzeichen gefunden worden. Dieser Wagen soll von einem Franzosen angemietet worden sein, der in Belgien lebt. Er geriet am Samstagmorgen in einem dritten Auto in eine Routinekontrolle, wurde zunächst aber nicht festgenommen. Mit im Wagen waren mehrere Personen mit Wohnsitz in der Region Brüssel. Ein weiterer verdächtiger Mietwagen mit belgischem Kennzeichen wurde in der Nähe des Pariser Friedhofs Père Lachaise entdeckt.

- Die Polizei durchsuchte am Samstagabend im Brüsseler Stadtteil Molenbeek mehrere Wohnungen und nahm sieben Menschen fest. Einer der Festgenommenen soll am Freitagabend in Paris gewesen sein. Bei der Aktion wurde auch der Wagen sichergestellt, der am Morgen in die Routinekontrolle geraten war.

WAS WIR NICHT WISSEN:

- Offen ist nach wie vor, wie viele Terroristen es insgesamt gab - und damit auch, ob weitere Attentäter oder Komplizen noch auf freiem Fuß sind. Besteht womöglich noch akute Gefahr? Bisher teilten die Ermittler auch nicht mit, wer die in Brüssel Festgenommenen sind. Ob sie in die Anschläge verwickelt sind, werde untersucht, hieß es. Unklar ist auch, ob der Verdächtige aus der Routinekontrolle unter den Festgenommenen ist.

- Bisher sind erst drei Attentäter offiziell identifiziert, Näheres wurde nur über Mostefaï bekannt. Kamen die anderen Angreifer aus dem Ausland oder lebten sie in Frankreich? In welcher Verbindung standen sie zueinander, wie organisierten sie sich? Und planten sie die Anschläge eigenständig, oder wurden sie von Hintermännern instruiert und gesteuert? Waren sie bisher völlig unauffällig oder womöglich bereits im Visier der Sicherheitsbehörden? Damit hängt auch die Frage nach eventuellen Versäumnissen zusammen. Fragen wirft auch der gefundene syrische Pass auf. Ist das Dokument echt oder gefälscht? Und warum hatte es der Attentäter überhaupt bei sich?

- Rätsel gibt ein Mann aus Montenegro auf, der vor gut einer Woche von der Polizei in Oberbayern mit Maschinenpistolen, Handgranaten und Sprengstoff im Auto gestoppt wurde. Angeblich war er damit auf dem Weg nach Paris. Ein Zusammenhang mit den Anschlägen wird geprüft.
18:18 | Edgar Netzer

Trauergottesdienst im Notre Dame

Im Gedenken an die 129 Opfer der Anschläge findet am Sonntagabend ein nationaler Trauergottesdienst in der Pariser Kathedrale Notre Dame statt. Auf dem Platz vor der Kirche haben sich Tausende versammelt. "France 24" überträgt live:

18:16 | Edgar Netzer

Drei Monate Ausnahmezustand

Frankreichs Staatspräsident Francois Hollande will den Ausnahmezustand für drei Monate in Frankreich aufrecht erhalten. Das berichtet der "Figaro". Einen entsprechenden Vorschlag will er am Mittwoch im Ministerrat einbringen, die Zustimmung des Parlaments ist erforderlich.
18:09 | Edgar Netzer

Brüssel stellt internationalen Haftbefehl aus

Belgien hat einen internationalen Haftbefehl gegen einen der drei Brüder, die mit den Anschlägen von Paris in Verbindung stehen sollen, ausgegeben. Einer der Brüder kam als Angreifer bei den Attacken ums Leben, ein zweiter befindet sich in Belgien in Polizeigewahrsam.
18:06 | Edgar Netzer

Ein Mitschnitt des Radiosenders "France Info" von heute Nachmittag:

Mehrere französische Imame singen die französische Nationalhymne vor dem "Bataclan", aus Solidarität mit den Opfern. (ab 0:48) Update: Gibt es auch als Video.


18:01 | Edgar Netzer

Überblick zum zeitlichen Ablauf der Terroranschläge:


18:00 | Edgar Netzer

Free hugs auf dem Place de la République:

Live via Periscope:
17:57 | Edgar Netzer

Auf dem Place de la République in Paris hat sich eine große Menschenmenge versammelt. Die Menschen umarmen sich und rufen "Non non non on n'a pas peur, so-so-so solidarité." ("Nein nein nein, wir haben keine Angst, So-so-so Solidarität")

Weiterer Attentäter identifiziert
Wie die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf Sicherheitskreise meldet, wurde ein weiterer, bereits toter Attentäter als französischer Staatsbürger identifiziert.


Drei Brüder in Anschläge verwickelt
Laut Ermittlern waren in die Anschläge drei Brüder verwickelt. Einer sei bei den Attentaten selbst ums Leben gekommen, während sich ein zweiter derzeit in Belgien in Polizeigewahrsam befinde, verlautete am Sonntag aus Ermittlerkreisen in der französischen Hauptstadt.

Beim dritten Bruder sei nicht klar, ob er einer der Selbstmordattentäter war oder auf der Flucht ist.

Deutsches Terroropfer stammt aus München
Bei den Terroranschlägen ist ein Mann aus München getötet worden. Der 28-Jährige habe seit längerem in der französischen Hauptstadt gelebt.

Experten sehen "neue Kampfetappe" des IS
Die Anschläge von Paris belegen nach Einschätzung von Experten die wachsende Schlagkraft und Reichweite der IS. In einem Bekennerschreiben bekannte sich die zunehmend international operierende Salafistengruppe zu der "gesegneten Attacke auf das Kreuzfahrerland Frankreich".

Nur einen Tag vor den Pariser Attentaten zündeten in der libanesischen Hauptstadt Beirut zwei Selbstmordattentäter gleichzeitig ihre Sprengstoffwesten und rissen 40 Menschen in den Tod. Der mutmaßliche Anschlag auf die russische Urlaubermaschine über dem Sinai und der folgenschwere Anschlag in Ankara werden ebenfalls dem IS zugerechnet.

Experten sehen deshalb eine Entwicklung der Jihadistenmiliz von regional begrenzten Anschlägen hin zu groß angelegten Aktionen in Europa. "Der Schlag gegen Frankreich kündigt wohl die nächste Kampfetappe des IS an", meint etwa Clint Watts, Politologe am US-Forschungsinstitut FPRI. "Wir werden einen weiteren Trend erleben von konventionellen Einsätzen in Irak und Syrien hin zu Terrorattacken auf der Basis ihres jetzt erweiterten Netzwerks."

G20: Urlaubsort Belek wird zur Festung
Terror in Paris, Sorgen in Belek: Für den G20-Gipfel hat die türkische Regierung einen kilometerlangen Küstenstreifen abgeriegelt und zur Festung ausgebaut. Sogar Pizza, die in den Hochsicherheitsbereich gebracht wird, wird durchleuchtet.

12.000 Sicherheitskräfte sind im Einsatz, rechnerisch kommt auf fast jeden der 13.000 Gipfelteilnehmer ein Schutzmann. In Belek an der türkischen Riviera will Staatspräsident Erdogan sein Land - und natürlich sich selbst - vor den Mächtigen der Welt in einem angenehmen Licht präsentieren. Dafür ist der G-20-Gipfel eine einzigartige Chance. Zu Zwischenfällen soll es auf keinen Fall kommen, erst recht nicht zu gewaltsamen.

Mehr über den Gipfel in Belek in "G20 weiten Kampf gegen Terror aus".


Entsetzen unter heimischen Flüchtlingen
Der blutige Anschlag in Paris löst auch in den Flüchtlingsunterbringungen der Caritas in Österreich Bestürzung aus. “Die Flüchtlinge machen sich große Sorgen. Sie sind ja genau vor diesen Bomben und dem Terror geflüchtet”, sagte Caritas-Generalsekretär Klaus Schwertner am Sonntag im APA-Gespräch.

“Wir wissen was es bedeutet, Menschen bei Bombenanschlägen zu verlieren. Wir wollen Frieden, jede Form des Terrorismus ist abscheulich”, zitierte Schwertner einen jungen Afghanen. “Heute bin ich Europäer und fühle mit den Schwestern, Brüdern, Müttern und Vätern mit, die ihre Angehörigen verloren haben. Unsere Gedanken sind bei den Opfern dieses Verbrechens”, meinte der junge Mann. Weitere Reaktionen

Gauck: Wir beugen uns vor den Toten, niemals dem Terror
Der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck hat am heutigen Volkstrauertag unter dem Eindruck der Attentate von Paris an die Opfer von Krieg und Gewalt erinnert. "Wir leben in Zeiten, in denen wir Opfer einer neuen Art von Krieg beklagen", sagte er bei der zentralen Gedenkstunde zum Volkstrauertag im Bundestag in Berlin.

Der Anschlag habe Frankreich gegolten, aber auch der offenen Gesellschaft. Die Täter müssten wissen: "Die Gemeinschaft der Demokraten ist stärker als die Internationale des Hasses. Wir beugen unser Haupt vor den Toten, niemals aber beugen wir uns dem Terror."

IS-Audiobotschaft: Spekulationen über russische Internet-Spur
Beim Upload einer Audiobotschaft, in der angebliche Angehörige der Jihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) Samstagvormittag die Verantwortung für die Terroranschläge in Paris übernahmen, wurde eine russische Mail-Adresse angegeben. Das berichten russische Online-Medien am Sonntag mit Verweis auf offene Quellen.

Die Autoren einer mutmaßlichen IS-Bekennerbotschaft haben eine Kontaktadresse eines russischen Gratismail-Providers angegeben, berichtete der russische Radiosender "Echo Moskwy" in seinem Internetauftritt. Eine Adresse von mail.ru findet sich in technischen Dateien, die am Samstagvormittag gemeinsam mit einer einschlägigen Audiobotschaft ins Internet gestellt wurden. Etwa fünf Minuten lang erklärten darin die anonymen Autoren in französischer Sprache und in vielen Details, warum Paris und explizit etwa auch der Konzertsaal Bataclan als Terrorziel ausgesucht wurden.

Zwei der Pariser Attentäter lebten zuletzt in Belgien
Wie die Brüsseler Staatsanwaltschaft am Sonntag mitteilte, lebten zwei der getöteten Attentäter von Paris zuletzt im Großraum Brüssel. Es handele sich um zwei Personen mit französischem Pass.

Sieben Festnahmen in Brüssel - Verbindung zu Pariser Anschlägen
Bei der Anti-Terror-Razzia im Brüsseler Stadtteil Molenbeek am Samstagabend wurden laut insgesamt sieben Personen verhaftet. "Es ist anzunehmen, dass es sich um ein Netzwerk handelt", so die Bürgermeisterin Françoise Schepmans am Sonntag gegenüber dem Rundfunksender RTBF. Nähere Informationen gab sie allerdings nicht.

Wie die Nachrichtenagentur AP berichtet, gebe es eine Verbindung in Zusammenhang mit der Gewaltserie in Paris. Offiziell bestätigt wurde das bislang nicht.

Die Staatsanwaltschaft hatte am Vorabend nach einer großen Polizeiaktion in Molenbeek bestätigt, dass eine Spur der Attentäter von Paris nach Belgien führt und von mehreren Festnahmen gesprochen. Die Ermittler verwiesen darauf, dass die Pariser Behörden in vier konkreten Fällen in Brüssel um Amtshilfe gebeten hätten. (Foto: EPA)


Symbol des Gedenkens
Der Eiffelturm verschmilzt mit dem Peace-Zeichen: Die Zeichnung des jungen Grafikers Jean Jullien wurde zum Symbol des Gedenkens an die mörderische Terrorserie in der französischen Hauptstadt.

Nachdem der 32-jährige Franzose sie am Freitagabend mit den Worten "Peace for Paris" (Frieden für Paris) über den Kurznachrichtendienst Twitter verschickte, verbreitete sich die Zeichnung erst im Internet - inzwischen ist sie überall, auf Plakaten, T-Shirts, in Gesichtern. (Foto: AFP/ Jullien)


Sondersitzung der EU-Innenminister am Freitag
Die luxemburgische EU-Ratspräsidentschaft hat angesichts der Terroranschläge in Paris für kommenden Freitag eine Sondersitzung der Innen- und Justizminister einberufen.

"Nach den tragischen Ereignissen von Paris ist dieser Rat entschlossen, Europas Antwort zu stärken und die Umsetzung der beschlossenen Maßnahmen sicherzustellen", hieß es in einer offiziellen Erklärung am Sonntag.


Videobericht: Trauer und Ermittlungen nach Anschlägen

Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren, weitere Details der Untersuchungen wurden bekannt.
Die Trauer in der französischen Hauptstadt kennt indes keine Grenzen.



Attentäter als Flüchtlinge getarnt?
Die Hinweise verdichten sich, dass mehrere der Attentäter womöglich als Flüchtlinge getarnt nach Europa einreisten. Der bei einem der Angreifer gefundene syrische Pass gehöre einem Mann, der Anfang Oktober über die griechische Insel Leros in die EU gekommen sei. Er dürfte gefälscht sein - dass er gefunden wurde, dürfte demnach zum perfiden Plan der Attentäter gehört haben. Mehr...

Möglicher Komplize schweigt nach Festnahme in Bayern
Weiter völlig offen ist ein möglicher Zusammenhang zwischen der Festnahme eines mit einem großen Waffenarsenal ausgestatteten Mannes in Bayern und den Terroranschlägen in Paris. Nach wie vor verweigere der aus Montenegro stammende 51-Jährige jede Antwort auf die Fragen der Polizei.

Zuletzt seien am Samstagabend Gesprächsversuche ergebnislos geblieben. Der LKA-Sprecher sagte zu den erfolglosen Vernehmungsversuchen zu den Paris Anschlägen: "Wir wollen ja mit ihm reden. Das will er halt nicht. Jedenfalls nicht zu diesen Themen."

Schleierfahnder hatten den Mann am 5. November entdeckt und festgenommen. In seinem Auto fanden sich in verschiedenen Verstecken acht Maschinengewehre, zwei Pistolen, ein Revolver, zwei Handgranaten und 200 Gramm Sprengstoff.

In seinem Navigationsgerät war eine Adresse in Paris eingegeben, diese Adresse stand auch auf einem im Auto gefundenen Zettel. Der Festgenommene gab laut Polizei an, dass er den Eiffelturm besichtigen wollte. Von den Waffen und dem Sprengstoff will er nichts gewusst haben.

EU fordert Taten im Kampf gegen Terrorismus
Im Kampf gegen den internationalen Terrorismus hat EU-Ratspräsident Donald Tusk die G-20 zu konkreten Taten aufgerufen. "Frankreich erwartet Taten", sagte Tusk kurz vor Beginn des G-20-Gipfels im südtürkischen Belek bei Antalya. "Das kann nicht nur ein weiterer Gipfel sein."

Tusk betonte: "Worte sind nicht genug. Heute ist es Zeit zu handeln." Die G-20 hätten eine "besondere Verantwortung", die internationalen Finanzsysteme zu bekämpfen, die Terrornetze mit Geldern ausstatteten.

Tusk forderte "jeden der G-20-Anführer" dazu auf, sich bei militärischen Operationen in Syrien auf die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) zu konzentrieren. "Sie sind der wahre Feind der freien Welt, nicht die moderate syrische Opposition." Russland wird vorgeworfen, Gegner des Regimes von Bashar al-Assad anzugreifen. (Foto: AP)


Papst: "Anschläge sind Barbarei"
Beim Angelus-Gebet am Sonntag hat Papst Franziskus seinen Schmerz über die Anschläge in Paris zum Ausdruck gebracht. Er sei den Familien der Todesopfer und der Verletzten nahe. "So viel Barbarei erschüttert uns und man fragt sich, wie kann das Herz des Menschen derartige Taten planen, die nicht nur Frankreich, sondern die ganze Welt erschüttern", so der Papst.

Video: Weltweite Solidarität
Rund um den Globus erleuchteten Gebäude und Monumente in den Farben der Nationalflagge Frankreichs, Menschen nahmen Anteil an der Trauer um die Opfer der Anschläge von Paris.



Im Kampf gegen die Jihadisten-Miliz Islamischer Staat (IS) fliegt Frankreich Luftangriffe in Syrien und im Irak - und hat damit offenbar den Hass radikaler Islamisten auf sich gezogen. Die Anschlagsserie von Paris könnte mit dem Militäreinsatz zusammenhängen: Einer der Täter in der Konzerthalle Bataclan soll sein Handeln nach Zeugenangaben mit den Luftangriffen in Syrien begründet haben.

Handyvideo zeigt Moment des Angriffs

Die Band spielt auf der Bühne, plötzlich fallen Schüsse: Ein Konzertbesucher hat mit seinem Handy jenen Moment aufgezeichnet, in dem die ersten Schüsse im Bataclan fallen. Der Augenzeuge der Attacke auf den Konzertsaal hat die Anschläge Berichten zufolge überlebt.


Erster Attentäter identifiziert
Omar Ismail Mostefai war ein Kleinkrimineller mit langem Vorstrafenregister – jetzt steht sein Name in Verbindung mit der blutigsten Anschlagsserie in der französischen Nachkriegsgeschichte. Zum ausführlichen Bericht

EU-Parlament erhöht Sicherheitsstufe auf Gelb
Das EU-Parlament erhöht seine Sicherheitsvorkehrungen. EU-Parlamentspräsident Martin Schulz entschied am Wochenende, die Alarmstufe auf Gelb zu erhöhen - und zwar für alle drei Parlamentsplätze in Brüssel, Straßburg und Luxemburg. Außerdem gilt die zweite von vier Alarmstufen auch für alle EU-Parlamentshäuser in den 28 Hauptstädten.

Insgesamt gibt es vier Alarmstufen - Weiß, Gelb, Orange und Rot.

Dabei ist zu berücksichtigen, dass Weiß der sogenannte normale Sicherheitszustand zum Schutz der Gebäude ist und das Tragen von Ausweisen (Badges) im Parlamentsgebäude beinhaltet.

Gelb ist als Erhöhung des generellen Sicherheitsrisikos bezeichnet.

Orange bedeutet das Vorhandensein eines wichtigen Risikos innerhalb einer bestimmten Zeit und Rot beinhaltet einen konkreten Bedrohungszustand.

Die Alarmstufe Gelb weist folgende Maßnahmen auf:
- Zusätzliche Sicherheits-Checks für Besucher und Mitarbeiter sowie die Untersuchung von Taschen, ausgenommen Parlamentarier. Fahrzeuge bei allen Eingängen werden ebenfalls strenger kontrolliert
- Eingeschränkte Parkzeiten für Fahrzeuge bis spätestens 22.00 Uhr
- Eingeschränkte Aufenthaltszeiten für Dienstleister
- Eingeschränkte Lieferzeiten für Postdienste und Waren
- Die vorläufige Aufhebung aller nicht-parlamentarischen Treffen
- Verschiebung von Treffen mit mindestens 100 externen Teilnehmern

Bericht: Attentäter reiste angeblich über Österreich
Einer der Attentäter von Paris ist möglicherweise über die Balkanroute nach Frankreich und somit auch über Österreich gereist. Ein 25-Jähriger sei mit einem syrischen Pass am 7. Oktober aus Mazedonien nach Serbien eingereist. Das berichtete die serbische Zeitung "Blic" am Sonntag. Demnach sei er im Erstaufnahmezentrum in der südlichen Stadt Presevo registriert worden.

Danach soll er laut dem privaten kroatischen Fernsehsender RTL seinen Weg nach Kroatien, Ungarn und später nach Österreich fortgesetzt haben.

Vonseiten des österreichischen Innenministeriums wurde das nicht bestätigt. "Das sind Mutmaßungen, die im Bereich der Spekulation anzuordnen sind", sagte Sprecher Karl-Heinz Grundböck auf APA-Anfrage.

Die französischen Behörden sollen sich an Belgrad gewandt haben, um nähere Informationen über den Mann zu bekommen. Der Mann sei bei seinem Transit durch Serbien nicht bewaffnet gewesen. Zum Bericht
11:19 | Johanna Mayer

Franzosen sind nervös: Immer wieder falscher Alarm Nach den blutigen Anschlägen von Paris gibt es in Frankreich immer wieder falschen Alarm. Nervöse Bürger alarmieren die Polizei, weil sie Explosionen hörten oder glauben, Männer mit Kalaschnikow gesehen zu haben. Letztlich erweisen sich die Warnungen aber als unbegründet oder als harmlose Böller oder geplatzte Reifen.

"Verbreitet nicht und leitet keine falschen Informationen oder falschen Gerüchte weiter", bat die Pariser Polizei am Samstag im Internetdienst Twitter die Bürger. Am Samstagmorgen machten Gerüchte über "Schüsse" und "Explosionen" in dem östlichen Vorort Bagnolet die Runde, doch bei Nachforschungen stellte die Polizei fest, dass es sich um Böller bei einer Hochzeitsfeier handelte. "Wir haben ihnen gesagt, sie sollten aufhören", erklärte die Polizei.

Auf der Autobahn nahe dem Flughafen Roissy wurde ebenfalls die "Explosion" eines Lasters gemeldet, doch stellte sich heraus, dass lediglich ein Reifen geplatzt war.
11:13 | Johanna Mayer

Polizei fand Waffen in sicher gestelltem Seat In dem am Sonntag sicher gestellten Fahrzeug der Terroristen von Paris haben Ermittler Waffen gefunden. Das berichtete der Sender BFMTV am Sonntag ohne nähere Angaben zur Art der Waffen. Mit dem Auto könnte mindestens einem Terrorkommando nach den Anschlägen von Paris zunächst die Flucht gelungen sein. Der schwarze Seat war östlich von Paris sichergestellt worden.

Einem Bericht der französischen Sportzeitung "L'Equipe" zufolge haben zwei der Attentäter versucht, ins Stadion beim Fußball-Testspiel Frankreich gegen Deutschland zu gelangen. Beide sollen aber entgegen anderslautender Berichte keine Tickets für die Partie gehabt haben und deswegen auch nicht ins Stade de France gekommen sein, schrieb das Blatt am Sonntag. Um 21.05 Uhr am Freitagabend und damit etwa fünf Minuten nach Anpfiff soll dem Bericht zufolge einer der Attentäter im Sektor Ost, der andere im Sektor Nord vergeblich versucht haben, in den Stadionbereich zu kommen.
11:08 | Johanna Mayer

++ Ein Deutscher bei Attentaten von Paris getötet: "Wir müssen leider bestätigen, dass unter den Todesopfern der Anschläge von Paris auch ein deutscher Staatsangehöriger ist", teilte ein Sprecher des Auswärtigen Amts am Sonntag in Berlin mit
10:55 | Johanna Mayer

Ein Attentäter wurde identifiziert: Mostefai wurde am 21. November 1985 in Courcouronnes geboren, einem Vorort im äußersten Süden von Paris. Er war einer von vier Brüdern und zwei Schwestern. Zwischen 2004 und 2010 wurde er acht Mal wegen kleinerer Vergehen verurteilt. Eine Haftstrafe musste er aber nicht verbüßen. Nach Angaben des Pariser Staatsanwalts Francois Molins hatten die Behörden den 29-Jährigen bereits seit 2010 wegen seiner Radikalisierung im Visier. Es sei gegen ihn aber nie wegen Terrorverdachts ermittelt worden.
10:34 | Johanna Mayer


10:31 | Johanna Mayer

Weltweite Nervosität auf Flughäfen Nach der blutigen Terrorwelle in Paris am Freitagabend und dem Doppelanschlag in Beirut von letzter Woche herrscht derzeit auf den Flughäfen weltweit eine sehr angespannte Stimmung. Die Sicherheitsvorkehrungen wurden rigoros verschärft, auf vielen Flughäfen sind Spezialeinheiten der Polizei und Spürhunde unterwegs.
10:24 | abeganovic

Israelitische Kultusgemeinde verurteilt Anschläge
Die Israelitische Kultusgemeinde Wien (IKG) hat die Anschläge in Paris am Sonntag verurteilt. Präsident Oskar Deutsch hofft, dass die Täter so rasch wie möglich ausfindig gemacht werden können. "Angesichts dieser Bedrohung müssen nationale Interessen hintanstehen und Europa und seine Politiker näher zusammenrücken", mahnte er via Aussendung einen verstärkten gemeinsamen Kampf gegen den Terror ein.

Die Anschläge im Jänner dieses Jahres auf die Redaktion der Satirezeitschrift "Charlie Hebdo" und auf einen jüdischen Supermarkt in Paris hätten gezeigt, dass Europa mit einer bisher nicht gekannten Dimension des Terrors konfrontiert sei, sagte Deutsch. "Die jüngsten Anschläge sind in ihrer Willkür und Grausamkeit unfassbar und zeugen von tiefster Menschenverachtung und Hass auf demokratische und humanistische Werte", so der IKG-Präsident.
10:08 | abeganovic

Ein Blick nach Wien: Vor der französischen Botschaft bekunden Passanten ihre Trauer, Kerzen und Blumen wurden niedergelegt. Bilder: VIENNA.at/D. Herger


10:05 | abeganovic

Rom fordert stärkeren Angriff auf IS
Nach den Anschlägen in Paris fordert die italienische Regierung einen schärferen Angriff auf den "Islamischen Staat". "Wir haben es mit Terroristen zu tun, die zu allem fähig sind. Ihr Ziel ist nur zu töten. Angesichts einer derartigen Barbarei können wir nur die Bemühungen zur Bekämpfung der Terrorgefahr verschärfen", so Italiens Außenminister Paolo Gentiloni.

Der Minister gab im Interview mit der römischen Tageszeitung "Il Messaggero" zu, dass die IS-Kämpfer öfters in ihrer Propaganda mit Anschlägen in Rom gedroht haben. "Rom ist jedoch mehr ein Symbol als ein geografisches Ziel. Es ist eine Formulierung, um zu behaupten: Wir bekämpfen die Kreuzritter", kommentierte Gentiloni.
09:55 | abeganovic

In Justizkreisen wurde ebenso bestätigt, dass die Ermittler östlich der französischen Hauptstadt einen "verdächtigen Seat" gefunden haben. Bild: EPA (Sujet)
09:29 | abeganovic

+++ Ermittler vermuten flüchtigen Attentäter: Französische Ermittler haben ein zweites Auto der Attentäter von Paris östlich der französischen Hauptstadt gefunden. Nach Einschätzung der Ermittler bedeute dies, dass einem der drei Terrorkommandos die Flucht gelungen sei, berichtete der französische Sender Europe 1 am Sonntag +++
09:12 | abeganovic

Auch die Wiener Stadthalle zeigte die französischen Trikolore. Bild: APA/Wiener Stadthalle
09:11 | abeganovic

In London strömten 2.000 Menschen zum zentralen Trafalgar Square, wo das Eingangsportal der Nationalgalerie blau, weiß und rot angeleuchtet wurde. Im kanadischen Montreal versammelten sich etwa tausend Menschen vor dem französischen Konsulat. "Wie sind alle Pariser", sagte die Stadträtin Anie Samson. In Paris stellten die Einwohner als Zeichen der Anteilnahme Kerzen in ihre Fenster.

In Wien wehten am Samstag ab 10.00 Uhr die Flaggen vor der Präsidentschaftskanzlei, dem Parlament, dem Bundeskanzleramt und dem Außenamt auf halbmast. Angesichts des Terror-Angriffs in Paris wurde die französische Schule in Wien geschlossen. Abgesagt wurde die traditionelle Illuminierung des Christbaums durch Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) vor dem Wiener Rathaus.
09:11 | abeganovic

Marseillaise und Trikolore als Zeichen der Anteilnahme
Die Welt trauert mit Frankreich: Nach den Anschlägen in Paris haben tausende Menschen der Opfer gedacht und ihre Solidarität mit Frankreich bekundet. Wahrzeichen wie das One World Trade Center in New York, der CN-Turm in Toronto und das Opernhaus in Sydney wurden am Samstag in den französischen Nationalfarben erleuchtet.

Auch das Brandenburger Tor in Berlin erstrahlte in den Farben der Trikolore. In der Metropolitan Oper in New York spielte das von Startenor Placido Domingo dirigierte Orchester zu Ehren der mindestens 129 Todesopfer der Attentate Frankreichs Nationalhymne, die Marseillaise. In der irischen Hauptstadt Dublin zogen 6.000 Menschen in die französischen Nationalfarben gehüllt durch die Straßen.
09:05 | abeganovic

Als Reaktion auf die Anschläge hatte die deutsche Bundesregierung am Samstag beschlossen, die Sicherheitsvorkehrungen in Deutschland deutlich zu verschärfen. Dazu gehören de Maiziere zufolge eine stärkere Präsenz bewaffneter Polizisten an Bahnhöfen und Flughäfen sowie mehr Kontrollen an der deutsch-französischen Grenze. Die Gefährdungslage in Deutschland sei hoch und die Bundesrepublik stehe unverändert im Fadenkreuz des internationalen Terrorismus, sagte de Maiziere nach einer Sitzung des Sicherheitskabinetts.
09:05 | abeganovic

Flüchtlingsunterkünfte sollen besser geschützt werden
Die deutsche Bundesregierung hat im Zuge der Anschläge von Paris einem Zeitungsbericht zufolge die Länder zu einem besseren Schutz der Flüchtlingsunterkünfte aufgefordert. Grund seien Befürchtungen, dass Rechtsextremisten die Attentate in der französischen Hauptstadt als Begründung für Anschläge missbrauchen könnten.

Das berichtete die "Mitteldeutsche Zeitung" am Sonntag in ihrer Online-Ausgabe unter Berufung auf Berliner Sicherheitskreise. Der deutsche Innenminister Thomas de Maiziere habe darauf verwiesen, dass es bereits "ein erschreckendes Ausmaß von Anschlägen gegen Asylbewerber" gebe. Bei der Anschlagsserie in Paris wurden mindestens 129 Menschen getötet.
08:56 | abeganovic

Foo Fighters brechen Tournee ab

Die US-Rockband gab bekannt, nach den Anschlägen in Paris ihre Europatour abzuberechen. Es hätten noch Konzerte in Turin, Paris, Lyon und Barcelona stattfinden sollen.
08:53 | abeganovic

Clinton: Im Kampf gegen Jihadisten zusammenstehen
Die demokratische US-Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton hat die internationale Gemeinschaft nach den Anschlägen in Paris zum gemeinsamen Kampf gegen den Jihadismus aufgerufen. Die Welt müsse zusammenstehen, um "die radikale dschihadistische Ideologie auszumerzen, die Gruppen wie den IS antreibt".

Das sagte die frühere Außenministerin am Samstag in Des Moines bei der zweiten TV-Debatte der Präsidentschaftskandidaten ihrer Partei. Der Schlagabtausch der Demokraten begann mit einer Schweigeminute für die 129 Todesopfer der Anschlagsserie in Paris, zu der sich die Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) bekannt hatte. Der IS müsse "besiegt" werden, sagte Clinton. Sie betonte aber, der Kampf richte sich nicht gegen alle Muslime. "Wir führen keinen Krieg gegen den Islam. Wir bekämpfen den gewaltsamen Extremismus."
08:30 | abeganovic

Weltweit bekundeten am Samstag bei Trauermärschen tausende Menschen ihre Solidarität mit Frankreich. Wahrzeichen wie das One World Trade Center in New York und das Opernhaus in Sydney wurden in den französischen Nationalfarben erleuchtet. Auch das Brandenburger Tor in Berlin erstrahlte in den Farben der Trikolore. In Wien wehten am Samstag ab 10.00 Uhr die Flaggen vor der Präsidentschaftskanzlei, dem Parlament, dem Bundeskanzleramt und dem Außenamt auf halbmast. Angesichts des Terror-Angriffs in Paris wurde die französische Schule in Wien geschlossen. Abgesagt wurde die traditionelle Illuminierung des Christbaums durch Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) am Rathausplatz.
00:17 | Edgar Netzer

Mit diesem eindrucksvollen Bild der Anteilnahme vom Trafalgar Square im Herzen Londons verabschieden wir uns in die Nacht.
00:11 | Edgar Netzer

"Paris Match" hat ein Video veröffentlicht, welches das erste Feuergefecht zwischen Terroristen und Sicherheitskräften um die Konzerthalle "Baclatan" zeigt:
00:09 | Edgar Netzer

Diese Grafik zeigt die schlimmsten Terroranschläge in Frankreich: (rot: Tote | grün: Verletzte)
00:07 | Edgar Netzer

Vater und Bruder eines "Bataclan"-Attentäters in Polizeigewahrsam

Die Wohnungen der beiden Männer wurden durchsucht. Der Bruder des 29-jährigen Attentäters lebt demnach in einem Ort südlich von Paris, der Vater gut 100 Kilometer weiter östlich.

Der bei dem Anschlag gestorbene Franzose war anhand eines Fingerabdrucks identifiziert worden. Er war den Behörden nach Angaben der Staatsanwaltschaft wegen seiner Radikalisierung bekannt und mehrfach vorbestraft, allerdings nie im Zusammenhang mit Terror-Netzwerken.
00:04 | Edgar Netzer

Österreichisches Opfer außer Lebensgefahr

Der Aufenthaltsort des bei dem Terroranschlag auf den Pariser Konzertsaal "Bataclan" verletzten Österreichers ist nun bekannt.

Laut einem Sprecher des Außenministeriums ist der 20-jährige Tiroler außer Lebensgefahr. Derzeit sei er aber noch nicht transportfähig, hieß es in der Nacht auf Sonntag. Sobald es sein Gesundheitszustand zulässt, soll der junge Mann nach Österreich gebracht werden.

Der Tiroler hatte bei den Anschlägen am Freitagabend in der Pariser Konzerthalle eine Schussverletzung am Bauch erlitten. Die Botschaft steht mit ihm und seiner Familie in Kontakt, hieß es aus dem Außenministerium in Wien gegenüber der APA.

Die Botschaft konnte den jungen Mann in einem Krankenhaus ausfindig machen.
22:40 | Edgar Netzer

Spekulationen um Suche nach Pkw

Französische Medien berichteten am späten Abend über einen möglichen Grund, warum Frankreich die Zahl der nach Paris entsendeten Soldaten auf 3000 aufstockte und auch die Polizei weiterhin in höchster Alarmstufe ist:

Augenzeugen wollen vor den Anschlägen einen schwarzen Seat Leon gesehen haben, der Attentäter zu einem oder zwei Anschlagsorten gebracht hatte. Von diesem Fahrzeug fehlt bislang jede Spur.

Seit dem Anschlag auf die Charlie-Hebdo-Redaktion im Jänner hatte die französische Armee bereits 7.000 Soldaten im Einsatz. Der Anti-Terror-Einsatz trägt den Namen "Operation Sentinelle".
22:35 | Edgar Netzer

Gedenken an die Opfer in Wien

Vor der französischen Botschaft in Wien haben viele Menschen Blumen und Kerzen niedergelegt.


22:29 | Edgar Netzer

Der Eiffelturm am Samstagabend. Das normalerweise immer hell erleuchtete Wahrzeichen der Stadt ist wegen den Anschlägen dunkel:
22:23 | Edgar Netzer

Fehlalarm

Ein Sprecher des Innenministeriums bestätigte, dass "ein Anruf von Witzbolden" den großen Polizeieinsatz am Eiffelturm ausgelöst hat.

Auch Reporter im betroffenen Pullman-Hotel bestätigten mitterweile, dass die Einsatzkräfte wieder abziehen. Die Polizei hatte damit begonnen, das Hotel Raum für Raum zu durchsuchen.

Zunächst unklar war, ob damit auch die Evakuierung und Sperre des Gebiets rund um den Eiffelturm sowie einer Metro-Station aufgehoben ist.
22:18 | Edgar Netzer

Ein Korrespondent des US-Senders Fox News vor dem Hotel berichtet, die Polizei durchsuche das Gebäude Raum für Raum:
22:15 | Edgar Netzer

Gegend um den Eiffelturm wird evakuiert

Bei einem Luxus-Hotel in Paris hat sich schwer bewaffnete Polizei versammelt. Das berichten Augenzeugen. Demnach handelt es sich um das Pullman Hotel im siebenten Arrondissement. Zudem wurde die U-Bahn-Station Champs de Mars von der Polizei geschlossen.







Festnahme in Belgien: Verdächtiger war Freitagabend in Paris
Belgische Anti-Terror-Ermittler haben am Samstagabend eine Person festgenommen, die am Freitagabend in der französischen Hauptstadt war. Das bestätigte der belgische Premierminister Charles Michel am Samstagabend nach einem Großeinsatz der Polizei im Brüsseler Stadtteil Molenbeek.

In Paris war nach den Anschlägen ein Mietwagen mit einer Verbindung nach Molenbeek entdeckt worden, wie ein Sprecher von Justizminister Koen Geens nach Angaben der belgischen Nachrichtenagentur Belga sagte. Schwer bewaffnete Polizisten durchsuchten demnach in Molenbeek mehrere Wohnungen. Mehrere Menschen wurden festgenommen.

Der Brüsseler Stadtteil war nach Anschlägen schon häufiger Schauplatz von Polizei-Razzien, etwa nach einem Anschlag auf einen Thalys-Hochgeschwindigkeitszug im August. (Foto: EPA)


Video: Möglicher Attentatskomplize in Bayern verhaftet


19:44 | Edgar Netzer

Ein schwarzer VW Polo sowie ein schwarzer Seat sind an mehreren Tatorten gesichtet worden, so der Staatsanwalt in seiner Stellungnahme. Eines der Autos, das an den Attentaten beteiligt war, wurde an der Grenze zu Belgien aufgehalten. Das belgische Auto wurde von einem französischem Bürger gemietet. In dem Fahrzeug befanden sich noch zwei weitere Personen. Alle drei seien den Behörden unbekannt gewesen.
19:37 | Edgar Netzer

Staatsanwalt: 129 Todesopfer und sieben tote Terroristen

Die Terrorwelle in Paris hat nach einer neuen Bilanz der Staatsanwaltschaft 129 Tote gefordert. Diese Zahl sei angesichts der großen Zahl von Schwerverletzten allerdings vorläufig, sagte Staatsanwalt François Molins am Samstag in Paris. Es gebe 352 Verletzte, 99 davon akute Notfälle.

Man rechne aber aufgrund der teils schweren Verletzungen damit, dass sich die Zahl der Todesopfer noch weiter erhöhen werde.

Sieben Terroristen seien gestorben, entweder durch ihre Sprengstoffwesten oder durch die Sicherheitskräfte.

Die sieben Terroristen benutzten demnach Sturmgewehre des Typs Kalaschnikow. Außerdem hätten sie die absolut gleiche Art von Sprengstoff-Westen getragen, sagte Molins. Die Terroristen seien in drei Teams und sehr koordiniert vorgegangen.

Einer der Angreifer im Club "Bataclan" ist als 29-jähriger Franzose identifiziert worden, der den Behörden wegen seiner Radikalisierung bekannt war. Er zwischen 2004 und 2010 achtmal verurteilt, aber nie inhaftiert worden. Allerdings niemals wegen Verbindungen in dschihadistische Netzwerke, sagte der Staatsanwalt.

Offiziell bestätigt wurde auch: Bei einem der Selbstmordattentäter vom Stade de France wurde ein syrischer Pass gefunden.

Attentäter am Stadioneingang aufgehalten
Laut dem "Wall Street Journal" wollten die Attentäter von Paris wohl einen Anschlag direkt im Fußballstadion beim Länderspiel Deutschland-Frankreich verüben. Mindestens ein Angreifer habe ein Ticket für das Match im Stade de France gehabt. Er sei von einem Ordner beim Sicherheitscheck gestoppt worden, schrieb das Blatt am Samstag online unter Berufung auf einen anderen Ordner und einen Polizisten.

Bei dem Attentäter sei etwa eine Viertelstunde nach Spielbeginn am Stadioneingang eine Sprengstoff-Weste entdeckt worden. Beim Versuch zu entkommen, habe der Mann den Sprengstoff zur Explosion gebracht. Der Polizist vermutetet - laut "Wall Street Journal" - , dass der Angreifer den Sprengstoff im Stadion zünden wollte. Ziel sei vermutlich eine Massenpanik bei den Zuschauern gewesen, hieß es weiter.
18:26 | Edgar Netzer

Damit beenden wir unsere Liveberichterstattung für den Moment. Bei neuen Entwicklungen werden wir Sie aber selbstverständlich hier auf dem Laufenden halten.
18:24 | Edgar Netzer

Am Brandenburger Tor in Berlin haben sich Muslime zu einer Mahnwache eingefunden und distanzieren sich vom Terror.
18:23 | Edgar Netzer

Staatsanwalt: Pressekonferenz um 19 Uhr

Der für Terrorismus zuständige französische Staatsanwalt Francois Molins hat für Samstagabend eine Pressekonferenz angekündigt. Molins will demnach um 19 Uhr im Justizpalast von Paris über die Anschläge vom Freitagabend informieren.
18:05 | Edgar Netzer

Zehn Tote bei TGV-Testfahrt im Elsass

Keinen Zusammenhang mit den Terroranschlägen gibt es bei einem Zugunglück im Elsass, bei dem mindestens zehn Menschen ums Leben kamen.

Bei einer Testfahrt auf der neuen Hochgeschwindigkeits-Strecke bei Straßburg entgleiste ein TGV. Die genaue Ursache des Unglücks im Elsass und die Zahl der Verletzten blieb zunächst unklar. Allerdings wurde ein terroristischer Hintergrund ausgeschlossen.

Wie französische Medien unter Berufung auf die Präfektur des Départements Bas-Rhin in Straßburg berichteten, kippte der Schnellzug mit rund 50 Technikern an Bord in der Nähe von Eckwersheim von einer Brücke und fing Feuer.
18:01 | Edgar Netzer

Belgische Justiz: Eine Spur führt nach Brüssel

Die Polizei in Belgien hat am späten Sonntagnachmittag einen Großeinsatz gestartet. Nach Angaben der belgischen Nachrichtenagentur Belga durchsuchten schwer bewaffnete Polizisten am Samstag mehrere Wohnungen im Brüsseler Stadtteil Molenbeek.

Nach den Anschlägen sei ein Mietwagen mit einer Verbindung in den Brüsseler Stadtteil Molenbeek in Paris entdeckt worden, sagte ein Sprecher von Justizminister Koen Geens.

Wie viele Menschen die Polizei genau festnahm, wurde nicht bekannt. Es sei mehr als "einer", sagte der Minister. Die Festnahmen stünden im Zusammenhang mit der Suche nach dem Wagen und der Person, die ihn gemietet habe.



17:43 | Edgar Netzer

Ein Attentäter könnte über Griechenland gekommen sein

Einer der mutmaßlichen Terroristen von Paris könnte Anfang Oktober als Flüchtling aus der Türkei nach Griechenland gekommen sein.

"Der Inhaber des syrischen Passes, der an einem Tatort (in Paris) gefunden worden ist, war am 3. Oktober 2015 nach den Regelungen der EU auf der Insel Leros (als Flüchtling) registriert worden", teilte das Ministerium für Bürgerschutz in Athen am Samstagabend mit.

Das Ministerium wisse nicht, durch welche andere Länder der Inhaber des Passes weitergereist sei, hieß es.
17:11 | Edgar Netzer

AFP berichtet von einer Razzia in Brüssel, die in Zusammenhang mit den Anschlägen von Paris stehe:
17:06 | Edgar Netzer

Waffe dabei: Franzose an Londoner Flughafen verhaftet

Am Londoner Flughafen Gatwick ist ein mit einer Schusswaffe bewaffneter Franzose festgenommen worden. Das meldete die britische Polizei. Zuvor hatte die Polizei ein Terminal des Flughafens nach dem Fund eines verdächtigen Gepäckstücks geräumt.

Ein Mann, der das Gepäckstück abgestellt habe, sei festgenommen worden, teilte die Polizei mit. Sprengstoffexperten seien an Ort und Stelle.

Es war zunächst unklar, ob es einen Zusammenhang zu den Anschlägen von Paris gibt, bei denen am Freitagabend mindestens 128 Menschen getötet wurden. Die britischen Sicherheitskräfte sind nach den Anschlägen von Paris in erhöhter Alarmbereitschaft.
16:56 | Edgar Netzer

Zug in Frankreich entgleist - Mindestens fünf Tote

In Frankreich sollen bei einem Zugunglück mindestens fünf Menschen getötet worden sein. Dies berichteten französische Medien unter Berufung auf die Behörden in Straßburg.
15:59 | Edgar Netzer


15:56 | Edgar Netzer

Polen will EU-Flüchtlingsquote nicht mehr erfüllen

Nach den Terroranschlägen hat der designierte polnische Europaminister Konrad Szymanski ein Umschwenken bei der Aufnahme von Flüchtlingen gefordert. Polen hatte die Aufnahme von 7.500 Menschen zugesagt.

"Die von uns kritisierten Entscheidungen des EU-Rates über die Umsiedlung von Flüchtlingen und Migranten in alle EU-Staaten haben weiterhin verpflichtenden Charakter. Angesichts der tragischen Ereignisse in Paris sehen wir jedoch keine politische Möglichkeit, sie auszuführen", schrieb er am Samstag im nationalkonservativen Webportal wpolityce.pl.

"Polen muss die volle Kontrolle über seine Grenzen, über seine Asyl- und Migrationspolitik behalten."
15:52 | Edgar Netzer

300 Verletzte in Pariser Krankenhäusern

Die Pariser Krankenhäuser haben nach der Terrorwelle 300 Menschen versorgt. 80 Opfer seien als akute Notfälle behandelt worden, teilte die Krankenhausverwaltung am Samstag mit.

43 Menschen wurden als Zeugen oder Angehörige von Opfern in Behandlung genommen.

Bis zum frühen Nachmittag hätten 53 Menschen die Krankenhäuser bereits wieder verlassen können. Die Mehrheit der Betroffenen stehe unter Schock und litt unter Traumata, die eine längerfristige Versorgung nötig machen könnten.
15:51 | Edgar Netzer

Brandanschlag auf Moschee in Spanien

Unbekannte haben in der Nacht zum Samstag einen Brandanschlag auf eine Moschee in der spanischen Stadt Don Benito verübt. Vor dem Hintergrund der Terroranschläge von Paris sei nicht völlig ausgeschlossen, dass es sich um einen Racheakt handelte, sagte Jose Luis Quintana, der Bürgermeister der 40.000-Einwohner-Stadt.

Die Flammen hätten schnell gelöscht werden können. Ein Eingangstor der Moschee wurde beschädigt, Verletzte gab es den Angaben zufolge nicht. Ein Sprecher der muslimischen Gemeinde von Don Benito, Mohammed Kattabi, sagte: "Wer das gemacht hat, hat sich das falsche Ziel ausgesucht. Unsere etwa 500-köpfige Gemeinde ist in Don Benito völlig integriert."
15:49 | Edgar Netzer

Neue Details zu Attentätern in Paris

Mindestens einer der Attentäter von Paris ist französischer Staatsangehöriger. Das berichtete die französische AFP unter Berufung auf Polizeiermittler.

Zuvor war bei einem Attentäter ein syrischer Pass gefunden worden. Der Ausweis sei in der Nähe des Leichnams eines der Angreifer gefunden worden, hieß es. Angaben darüber, an welchem der sechs Anschlagsorte der Pass gefunden wurde, gab es zunächst nicht.

Der Sender BFMTV berichtete zudem von einem ägyptischen Ausweis. Dieser sei in der Nähe des Körpers eines der Attentäter am Stade de France gefunden worden.

Die Attacken vom späten Freitagabend waren von mindestens acht Terroristen verübt worden. Einer der Angreifer wurde von der Polizei erschossen, die anderen sprengten sich selbst in die Luft.
15:47 | Edgar Netzer

Niederlande und Spanien verschärfen Kontrollen - "Krieg gegen IS"

Die Niederlande haben nach den Terroranschlägen in Paris die Kontrollen an ihren Grenzen und auf allen Flughäfen verschärft. Zugleich wurden die Sicherheits- und Geheimdienste in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt.

Ministerpräsident Mark Rutte sagte, auch die Niederlande befänden sich im Krieg gegen die Terrororganisation Islamischer Staat (IS). "Der IS ist unser Feind", sagt er. "Wir sind aber nicht im Krieg mit dem islamischen Glauben." Rutte rief dazu auf, trotz der grausamen Bluttaten Ruhe und Einigkeit zu bewahren - ermahnte die Bevölkerung aber zugleich zur Wachsamkeit.

Auch die Regierung von Spanien hat nach den Anschlägen von Paris eine Verstärkung der Sicherheitsmaßnahmen beschlossen, den Terror-Alarm aber vorerst weiter auf der zweithöchsten Stufe gelassen. Die Sicherheit solle "in einigen Bereichen" erhöht werden, sagte Innenminister Jorge Fernandez Diaz.

Unter Hinweis auf die nötige Vorsicht wollte er vor Journalisten aber keine Details verraten. Ein Behördensprecher erklärte aber, die Präsenz an der 143 Kilometer langen Grenze zwischen der Autonomen Gemeinschaft und Frankreich solle durch Einheiten der Bereitschaftspolizei UIP deutlich verstärkt werden. Ähnliche Aktionen werden nach Medienberichten an der gesamten, rund 656 Kilometer langen gemeinsamen Grenze zu Frankreich erwartet.
15:41 | Edgar Netzer

Reuters berichtet, dass insgesamt 300 Verletzte in Krankenhäusern behandelt werden, davon befänden sich 80 in kritischem Zustand:
15:39 | Edgar Netzer

Le Pen fordert neue Grenzregelungen für Frankreich

Die rechtsextreme französische Politikerin Marine Le Pen hat nach der Terrorserie in Paris neue Grenzregelungen gefordert. "Frankreich und die Franzosen sind nicht mehr in Sicherheit", sagte die Chefin der Partei Front National (FN) laut französischen Medien am Samstagnachmittag. Es sei unerlässlich, dass Frankreich die Hoheit über seine Grenzen wiedererlange. Die vorübergehende Wiedereinführung von Grenzkontrollen, die Präsident François Hollande beschlossen hatte, begrüßte sie.
14:46 | Johanna Mayer

Verstärkte Sicherheitsvorkehrungen auch in Rom.
14:39 | Johanna Mayer

Österreichisches Opfer ist 20-jähriger Tiroler Seit dem Terroranschlag in Paris ist der kleine Tiroler Ort Tarrenz (Bezirk Imst) voll der Sorge um einen jungen Gemeindebürger: Der 20-Jährige erlitt eine schwere Schussverletzung und wird in Frankreich behandelt. Der Vater und ein Arzt machten sich noch in der Nacht auf den Weg nach Frankreich, um dem Opfer zur Seite zu stehen, bestätigte der Bürgermeister von Tarrenz.

Rudolf Köll, Bürgermeister der 2.700-Einwohner-Gemeinde im Tiroler Oberland ist geschockt: "Ich kenne das Opfer gut. Schließlich hat der junge Mann in der Gemeinde auch als Zivildiener im Pflegeheim gearbeitet." Dieser sei ein extrem sozialer Mensch und hervorragender Musiker. Er spielt als Gitarrist in einer Band.
14:38 | Johanna Mayer

Wie die französische Nachrichtenagentur AFP berichtet, soll bei einem der Attentäter ein syrischer Pass gefunden worden sein.
14:37 | Johanna Mayer

Deutsche Polizei kontrolliert an Grenze zu Frankreich Angesichts der Anschläge in Paris hat die Polizei in Deutschland an der Grenze zu Frankreich wieder selektive Grenzkontrollen eingeführt. Das sei bereits in der Nacht auf Samstag geschehen, sagte ein Sprecher der Bundespolizei in Potsdam. Zudem seien seit Samstagfrüh um 07.00 Uhr die Kontrollen auf den deutschen Flughäfen und in internationalen Zugverbindungen verstärkt worden.
14:37 | Johanna Mayer

Menschen trauern an Anschlagsorten Die Stadt der Liebe ist wie gelähmt am Tag nach dem schlimmsten Angriff ihrer neueren Geschichte. An den Anschlagsorten in Paris kommen Menschen zusammen, mit rotgeweinten Augen und benommenen Gesichtern. "Ich bin nur schnell nach Hause gegangen, um zu duschen und meine Kinder zu beruhigen", sagt ein Polizist, der nach den Anschlägen im Einsatz war. "Jetzt komme ich als Mensch zurück."

Der Mann, der seinen Namen lieber nicht nennt, steht vor dem Bataclan, jener Konzerthalle, die am Freitagabend für hunderte friedliche Konzertbesucher zur Hölle auf Erden wurde. Mit Kalaschnikows bewaffnete Angreifer stürmten plötzlich die Halle, schossen wie besinnungslos um sich, später stürmte die Polizei den Saal, mehr als 80 Menschen starben. Der junge Polizist war dabei.
13:52 | Edgar Netzer

Die vermeintlichen Schüsse und Explosionen nahe Paris stellten sich als Böllerschüsse im Rahmen einer Hochzeit heraus:
13:30 | Edgar Netzer

Französische Medien berichten über einen Zwischenfall in der Kleinstadt Bagnolet bei Paris. Dort sollen Schüsse fallen, auch von Explosionen ist die Rede.

Helikopter sind in der Luft, Augenzeugen berichten auf Twitter von einer Verfolgungsjagd zwischen Polizei und mindestens einer bewaffneten Person.
13:15 | Edgar Netzer

Ein weiteres Video von einem der Anschlagsorte der letzten Nacht. Polizisten bringen Verletzte in Sicherheit:

13:13 | Edgar Netzer

Einer der Selbstmordattentäter in der Nähe des Fußballstadions Stade de France habe einen syrischen Pass bei sich gehabt, meldet der TV-Sender BFMTV:
13:10 | Edgar Netzer

Waffen-Arsenal im Auto: 51-Jähriger in Bayern gefasst

In Oberbayern ging bereits am vergangenen Donnerstag ein Autofahrer mit zahlreichen Waffen und Sprengstoff Schleierfahndern ins Netz. Der Mann soll sich auf dem Weg nach Paris befunden haben - laut Informationen des "Focus" hatte er die französische Hauptstadt als Ziel im Navi eingegeben.

Bei der Kontrolle entdeckten die Fahnder im Kleinwagen des Mannes unter anderem mehrere Maschinenpistolen, Handgranaten und Sprengstoff. Der aus Montenegro stammende Mann sitzt seitdem in U-Haft und schweigt, wie ein Sprecher des Landeskriminalamtes (LKA) am Samstag sagte.

Ob der Mann möglicherweise sogar zum Kreis der Attentäter von Paris gehören soll, wollte der Sprecher jedoch nicht bestätigen. "Waffenschmuggel ist ein gängiges Geschäft", nannte er eine alternative Ermittlungsrichtung.
12:47 | Edgar Netzer

Benno Elbs: "Unser Platz ist an der Seite der Opfer"

Feldkirchs Bischof Benno Elbs zeigt sich angesichts der Terroranschläge von Paris erschüttert von der Brutalität der Terroristen. Das Morden der vergangenen Nacht stelle die Solidarität zwischen den Menschen, den Kulturen und den Religionen auf die Probe.

Aber gerade deshalb müsse man sich nun die Hand reichen zwischen allen Kulturen und Religionen und der Angst in Solidarität entgegentreten. "Angst kann niemals mit Gewalt besiegt werden und die Antwort auf Terror darf nie weitere Gewalt sein", so Elbs.
12:31 | Edgar Netzer

Der belgische Premierminister Charles Michel hat die Bürger dazu aufgerufen, sich "nur im äußersten Notfall" zu begeben. Weiters kündigte er verstärkte Sicherheitsmaßnahmen in Belgien an.
12:03 | Edgar Netzer

Bekennerschreiben im Namen des IS

Die Terrormiliz hat sich in einer zunächst nicht verifizierbaren Erklärung zu den Anschlägen von Paris bekannt. Im Internet tauchte am Samstag eine entsprechende Botschaft im Namen des Islamischen Staates auf.
11:35 | Edgar Netzer

In den Krankenhäusern von Paris stehen die Menschen Schlange, um Blut zu spenden:
11:34 | Edgar Netzer

Drei Tage Staatstrauer in Frankreich

Nach den Terroranschlägen von Paris mit mehr als 120 Toten wird ganz Frankreich mehrere Tage Trauer tragen. "Ich habe ein Dekret erlassen, um drei Tage Staatstrauer anzuordnen", sagte Präsident Francois Hollande nach einer Sitzung seines Sicherheitskabinetts im Elysee-Palast.
11:32 | Edgar Netzer

Ein Kommentar von unserem Chefredakteur Marc Springer, warum die Foren zu den Anschlägen in Paris geschlossen bleiben.
11:21 | Edgar Netzer

Wie reagiert Frankreich?

Hollande nennt die Anschlagsserie einen "Kriegsakt", dem gegenüber das Land "die angemessenen Entscheidungen" treffen müsse. "Das ist ein Akt absoluter Barbarei."
11:06 | Edgar Netzer

Hollande: "IS steht hinter Anschlägen in Paris"

Die Anschläge in Paris wurden nach den Worten des französischen Präsidenten Francois Hollande von der Jihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) verübt. Es handle sich um einen Kriegsakt, sagte er am Samstagvormittag vor Journalisten.
10:59 | Edgar Netzer

# Paris-Terror - Regierungs-Sondersitzung in Wien einberufen

Die österreichische Bundesregierung hat aufgrund der Terroranschläge in Paris eine Sondersitzung für Samstagnachmittag im Bundeskanzleramt einberufen, hieß es in einer Aussendung am Vormittag. Nach den Beratungen war ein gemeinsames Statement von Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) und Vizekanzler Reinhold Mitterlehner (ÖVP) geplant.
10:50 | Edgar Netzer

Die französische Journalistin Agnes Poirier hat eine Timeline erstellt - sie zeigt, dass die Anschläge beinahe zeitgleich verübt wurden:
10:43 | Edgar Netzer

Wienerin in Paris berichtet: "Geisterstadt"

Eine 29-Jährige Wienerin, die in der französischen Hauptstadt lebt, blieb am Samstag vorerst mit ihrer Mitbewohnerin und einem Freund sicherheitshalber zu Hause in der Nähe des Eiffelturms. Auch andere verließen die eigenen vier Wände nicht.

"Meine Straße und das Marsfeld (Champs de Mars), normalerweise voller Aktivität, sind menschenleer - eine Geisterstadt." Ihr Freund wollte nach der Arbeit am Freitag nicht quer durch Paris nach Hause fahren - und blieb in der Wohnung der Wienerin. "Wir sind alle geschockt", berichtete die 29-Jährige einer Eisenstädter Freundin via Facebook.
10:18 | Edgar Netzer

Forensiker bei ihrer Arbeit vor dem Café Comptoir Voltaire, wo bei einer Schießerei mindestens zwei Menschen ums Leben kamen. (Bild: EPA)

10:16 | Edgar Netzer

Ausnahmezustand in Paris

Neben Polizei zeugen auch die insgesamt 1.500 Soldaten der französischen Armee auf den Straßen davon, dass in Frankreich der Ausnahmezustand herrscht. (Bild: AFP)
10:10 | Johanna Mayer

Bahn- und Flugverkehr von und nach Österreich normal Nach den Terroranschlägen in Paris gab es keine Einschränkungen für den internationalen Luft- und Bahnverkehr. Laut Flughafen Wien-Sprecher Peter Kleemann wurden keine Flüge von oder nach Frankreich abgesagt. Laut ÖBB verkehrten auch die Züge normal.
10:10 | Edgar Netzer

Die neuesten offiziellen Opferzahlen der Pariser Staatsanwaltschaft sprechen von bislang 128 Toten und 180 Verletzte, von denen sich 99 in äußerst kritischem Zustand befinden.
10:08 | Johanna Mayer

Hilferufe per Twitter nach Anschlägen Nach der Anschlagsserie in Paris haben Twitter und Facebook in der Nacht zum Samstag eine wichtige Rolle für verzweifelte Angehörige gespielt. "Alarm! Wenn jemand etwas hört von Lola, 17 Jahre, heute Abend im #Bataclan, nehmen Sie Kontakt mit uns auf", schrieb ein Nutzer über den Kurzbotschaftendienst Twitter. Ein anderer schrieb: "Ich suche meine kleine Schwester Soad."

Mit Fotos als Unterstützung suchten daher viele über Twitter nach ihren Angehörigen, die sich an einem der Anschlagsorte wie dem Fußballstadion Stade de France, in einem der Restaurants oder in dem Konzertsaal Bataclan aufgehalten hatten, in dem allein mindestens hundert Menschen getötet wurden. Gleichzeitig gab es unter dem Hashtag #PorteOuverte (#OffeneTür) eine Welle der Solidarität mit den Menschen, die wegen der Anschläge nicht nach Hause konnten oder keine Bleibe hatten. Tausende Bewohner von Paris boten ihre Wohnungen für völlig Unbekannte über Twitter an. In der Nacht gab es binnen weniger Stunden 480.000 Tweets dazu.
10:03 | Edgar Netzer

Attacke auf "Bataclan"

Ein von "Le Monde" veröffentlichtes Video zeigt, wie Menschen in Panik aus dem Konzerthaus "Bataclan" ins Freie stürzen, während die Terroristen im Inneren des Gebäudes ein Gemetzel verüben.


Images de la fusillade au Bataclan von lemondefr
10:00 | Johanna Mayer

Zahl der Toten auf 127 gestiegen Die Zahl der Toten bei der Anschlagsserie in Paris ist auf 127 gestiegen. Es gebe außerdem 180 Verletzte, von denen sich 80 in einem besonders dramatischen Zustand befänden, sagten Polizeivertreter Samstag früh.
09:58 | Edgar Netzer

Deutsche Polizei fasste mutmaßlichen Terroristen in Bayern

Kalaschnikow, Granaten und Sprengstoff im Auto: Wie der "Focus" berichtet, nahm die bayerische Polizei bereits am Donnerstag der vergangenen Woche einen Mann fest, der mit der Terrorserie in Paris in Vebindung stehen könnte.

Bei einer routinemäßigen Verkehrskontrolle stießen die Beamten im Kofferraum auf einen beängstigenden Fund: Darin fanden sich mehrere Kalaschnikows, Granaten und Sprengstoff. Laut Informationen des "Bayerischen Rundfunks" gehört der Mann zum Kreis der Attentäter von Paris.

Bestätigt ist die Verbindung allerdings noch nicht, denn: Der Mann aus Montenegro schweigt im Gefängnis eisern und hat sich bis jetzt noch nicht einmal einen Anwalt genommen.
09:56 | Johanna Mayer

Dramatisches Video zeigt Schießerei im Bataclan

Le Monde veröffentlichte nun einen Artikel mit Videomaterial. Menschen flüchten in Panik aus dem Konzerthaus Bataclan, während drinnen Schüsse fallen und Menschen sterben.
09:41 | Johanna Mayer

Besondere Sicherheitsvorkehrungen in Österreich Das Innenministerium in Wien hat unmittelbar nach Bekanntwerden der Anschläge in Paris die Ausweitung der Sicherheitsvorkehrungen für potenziell gefährdete Einrichtungen in Österreich veranlasst. "Eingebunden sind alle Stellen, die von Bedeutung sind", sagte Ministeriumssprecher Karl-Heinz Grundböck am Samstagvormittag. Die erhöhten Sicherheitsmaßnahmen betreffen im Besonderen französische Einrichtungen und internationale Organisationen und die aktuellen Syrien-Gespräche, die im Wiener Hotel Imperial stattfinden. Eingebunden sei unter anderem das Einsatzkommando Cobra, sagte Grundböck. "Manche Sicherheitsvorkehrungen sind sichtbar, manche sind nicht sichtbar", fügte der Ministeriumssprecher hinzu. Konkrete Angaben dazu machte er nicht.
09:40 | Johanna Mayer

Merkel sichert Frankreich "jedwede Unterstützung" zu Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Frankreich nach den Terroranschlägen von Paris "jedwede Unterstützung" zugesichert, die Deutschland bieten könne. "Wir, die deutschen Freunde, wir fühlen uns Ihnen so nah", sagte die CDU-Politikerin Samstagfrüh in Richtung der Opfer.

Die Kanzlerin sagte, sie stehe im engen Kontakt mit der Regierung in Paris. Sie werde in Berlin "im Laufe des Tages mit den zuständigen Ministern zusammenkommen", um über die Konsequenzen für Deutschland zu beraten. Auch als Bürger gelte es nun "eine klare Antwort" zu geben, betonte Merkel. Schon in der Nacht hatte sie sich in schriftlicher Form entsetzt über die Attacken mit mindestens 120 Toten und zahlreichen Verletzten geäußert: "Ich bin tief erschüttert von den Nachrichten und Bildern, die uns aus Paris erreichen."

Dieser Angriff auf die Freiheit "meint uns alle", sagte Merkel. Daher müssten auch alle gemeinsam den Kampf gegen den Terror führen. "Wir wissen, dass unser freies Leben stärker ist als jeder Terror."
09:38 | Johanna Mayer

Häupl: Trauer und Solidarität mit Paris "Wir sind tief bestürzt und fassungslos angesichts der furchtbaren Ereignisse in Paris. Unsere Gedanken sind bei den vielen Opfern in Paris, ihren Angehörigen und bei allen Menschen in Paris," sagte Bürgermeister Michael Häupl am Samstag. Er hat seiner Amtskollegin Anne Hidalgo, der Bürgermeisterin von Paris, bereits kondoliert. Das Rathaus wurde schwarz beflaggt.
09:29 | Johanna Mayer

Kurz: "Unfassbarer Anschlag" "Wir sind alle zutiefst betroffen, das ist ein unfassbarer Anschlag, nicht nur auf Frankreich, sondern ein Anschlag, der uns als ganz Europa schockiert." Das erklärte Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) Samstag früh am Rand der Syrien-Konferenz in Wien zu den Terroranschlägen in Paris. "Es sind über 150 Menschen ums Leben gekommen, und es sind Hunderte verletzt."
09:25 | Johanna Mayer

Krisenstab im Wiener Außenministerium Im Außenministerium in Wien wurde als Reaktion auf die Anschläge von Paris ein Krisenstab eingerichtet, wie ein Außenamts-Sprecher der APA am Samstag bestätigte. Mitarbeiter der österreichischen Botschaft in Paris stünden im engen Kontakt mit den französischen Behörden und forschten auch in den Spitälern nach etwaigen weiteren österreichischen Opfern, wofür es aber derzeit keine Hinweise gebe.
09:21 | Johanna Mayer

Auch französische Schule in Wien geschlossen Angesichts des Terror-Angriffs in Paris wurde auch die französische Schule in Wien heute geschlossen. Auswirkungen hat dies vor allem auf die Matura-Vorbereitungsprüfung, die für den Vormittag angesetzt war. Eine 3,5-Stunden lange Biologie-Prüfung stand am Programm. Schüler standen in der Früh vor verschlossenen Türen, ein Aufseher wies sie an, nach Hause zu gehen.
09:18 | Johanna Mayer

DFB-Team über Nacht im Stadion - "Sport im Hintergrund" Nach den Terroranschlägen in Paris ist die deutsche Fußball-Nationalmannschaft am frühen Samstagmorgen mit Polizeieskorte noch vom Stade de France aus direkt zum Flughafen gebracht worden. Das Team kehrte entgegen anderslautender Berichte gar nicht mehr ins Hotel zurück. Die Mannschaft verharrte nach dem grauenvollen Ereignissen am Freitagabend die Nacht auf Samstag im Stadion in Saint-Denis.

"Das Wohlbefinden in der Stadt ist nach dem heutigen Tag nicht besonders groß", sagte Teammanager Oliver Bierhoff nach dem überschatteten Länderspiel gegen den EM-Gastgeber dem ARD-Hörfunk.
09:13 | Johanna Mayer

Österreicher bei Konzert von Eagles of Deathmetal

Bei dem Terroranschlag auf die Konzerthalle Bataclan in der Pariser Innenstadt ist auch ein Österreicher verletzt worden, zwei weitere heimische Besucher blieben unverletzt, wie ein Sprecher des Außenministeriums der APA berichtete. Details zu Geschlecht des Opfers oder Grad der Verletzungen gab es vorerst nicht.
09:12 | Johanna Mayer

++++ Wiener Christkindlmarkt-Eröffnung abgesagt Die traditionelle Eröffnung des Christkindlmarkts am Wiener Rathausplatz am Samstagabend ist wegen der Terroranschläge in Paris kurzfristig abgesagt worden. Das teilte das Büro von Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) in der Früh der APA mit. Wann das feierliche Einschalten der Christbaumbeleuchtung nachgeholt wird, war noch unklar.
09:08 | Johanna Mayer

# Ein Österreicher bei Anschlag auf Pariser Konzert verletzt

08:40 | Johanna Mayer

Öffentliche Krankenhäuser leiteten "Plan blanc" ein Die öffentlichen Krankenhäuser in Paris haben nach den Terrorattacken vom Freitagabend nach Medienberichten den sogenannten "Plan blanc" eingeleitet. Wie die Zeitung "Le Monde" auf ihrer Homepage Samstag früh schrieb, wurden alle Hospitäler in Alarmbereitschaft versetzt. Dasselbe gelte für Notfalldienste und alle weiteren öffentlichen Gesundheitseinrichtungen. Den "weißen Plan" gibt es seit 2004. Er tritt nur in Ausnahmesituationen in Kraft.
08:36 | Johanna Mayer


08:34 | Johanna Mayer

Vatikan verurteilt Anschläge Der Vatikan hat die Anschläge in Paris entschieden verurteilt. "Es handelt sich um einen Angriff auf den Frieden der ganzen Menschheit und erfordert eine entschlossene und solidarische Reaktion von uns allen", so der Vatikan in einer Presseaussendung. Man müsse die Ausbreitung des "mörderischen Hasses in all seinen Formen verhindern", so der Text des vatikanischen Pressesprechers, Pater Federico Lombardi. Der Vatikan sei wegen dieses neuen "wahnsinnigen" Terroranschlags zutiefst erschüttert, den der Papst auf radikale Weise verurteile. Der Vatikan bete für die Todesopfer, die Verletzten und für das gesamte französische Volk, hieß es.
08:11 | Johanna Mayer

Sicherheitsmaßnahmen in Rom werden verschärft Die italienische Regierung verschärft nach den Anschlägen in Paris die vorbeugenden Maßnahmen im Kampf gegen den islamistischen Terrorismus. Das Innenministerium in Rom will die Zahl der für die Sicherheit der Städte eingesetzten Polizisten aufstocken. Sie sollen unter anderem verstärkt die römischen Flughäfen sowie die Bahnhöfe, Botschaften, Basiliken und wichtige Monumente bewachen.
08:06 | Johanna Mayer

Bundespräsident Fischer "tief erschüttert und entsetzt" Bundespräsident Heinz Fischer hat sich in einer ersten Stellungnahme zu der Anschlagsserie in Paris "tief erschüttert und entsetzt" gezeigt. "Ich drücke dem französischen Volk und insbesondere den Angehörigen der Opfer meine tief empfundene Anteilnahme aus", sagte der Bundespräsident.

"Das sind Stunden, wo wir alle fest zusammenhalten müssen und Geschlossenheit gegen Unmenschlichkeit zeigen müssen", so Fischer in der der APA Samstag früh übermittelten Stellungnahme. Bei der Anschlagsserie waren am Freitagabend mindestens 120 Menschen getötet und rund 200 weitere verletzt worden.
08:01 | Johanna Mayer

Die nahezu zeitgleichen Anschläge in Paris sind am Freitagabend an mindestens sechs verschiedenen Orten in der französischen Hauptstadt verübt worden. Mindestens 120 Menschen wurden den Behörden zufolge getötet, doch deuten verschiedene Informationen, darunter aus Justizkreisen, auf eine noch höhere Opferzahl hin.
07:49 | Johanna Mayer

Der Flugverkehr ist von den Anschlägen in der Nacht nicht betroffen, derzeit sind keine Sperren geplant. Auch die Flüge sollten planmäßig abgefertigt werden.
07:48 | Johanna Mayer

Sämtliche geplante Schulreisen in Frankreich wurden für dieses Wochenende abgesagt. Schulen und Universitäten bleiben heute außerdem geschlossen.
07:31 | Johanna Mayer

Facebook richtete kurz nach Bekanntwerden der Anschläge einen "Safety-Check" ein. https://www.facebook.com/safetycheck/paris_terror_attacks
07:17 | Johanna Mayer

Augenzeugenberichte aus dem Club "Bataclan"

Auch der 35-jährige Pierre Janaszak hat den Angriff auf das Bataclan überlebt. Er saß zusammen mit seiner Schwester und Freunden auf einem der oberen Ränge, als die ersten Schüsse fielen, wie er der Nachrichtenagentur AFP erzählt. "Zuerst haben wir gedacht, dass das zur Show gehört, aber wir haben schnell verstanden."

Die Attentäter seien zu Dritt gewesen und hätten "einfach in die Menge geschossen", erinnert sich der Radiomoderator. "Es war ein Höllenlärm, sie haben gar nicht mehr aufgehört zu schießen."

"Überall war Blut, überall waren Leichen. Die Leute haben geschrien, alle haben versucht zu fliehen", berichtet Janaszak, der sich mit vier anderen Leuten in einer Toilette verschanzte. Die Attentäter hätten 20 Geiseln genommen und mit ihnen gesprochen. "Ich habe deutlich gehört, wie sie zu den Geiseln gesagt haben: 'Hollande ist Schuld, euer Präsident ist Schuld, er hat nicht in Syrien einzugreifen.'"

Als die Polizei den Konzertsaal gestürmt habe, seien wieder viele Schüsse gefallen, berichtet Janaszak. "Es wurde in alle Richtungen geschossen, es gab auch Explosionen." Dann hätten Polizisten die Toilettentür geöffnet und ihn aufgefordert herauszukommen. Vorher musste er aber seinen Oberkörper freimachen - die Polizisten wollten sichergehen, dass er keine Bombe dabei hatte.

07:05 | Johanna Mayer

Schwere Terroranschläge gegen den Westen seit dem 11. September 2001 Seit dem 11. September 2001 hat es eine ganze Reihe weiterer Terroranschläge auf westliche Ziele gegeben. Ein Überblick über einige der blutigsten Angriffe von Islamisten:

11. September 2001: 19 islamistische Terroristen entführen mehrere Flugzeuge, steuern zwei in die beiden Türme des World Trade Centers in New York und eines in das Pentagon in Washington. Ein viertes Flugzeug stürzt bei Pittsburgh ab. Rund 3.000 Menschen werden getötet.

12. Oktober 2002: Bei Bombenanschlägen auf vor allem von Touristen besuchte Diskotheken der indonesischen Insel Bali sterben 202 Menschen.

11. März 2004: In vier Nahverkehrszügen in Madrid explodieren mitten im Berufsverkehr zehn Bomben. 191 Menschen sterben.

7. Juli 2005: In London zünden vier britische Muslime in drei U-Bahnen und einem Doppeldeckerbus Sprengsätze: 56 Tote und 700 Verletzte. Es gibt andere Angriffe mit mehr Toten, aber dieses ist der erste Selbstmordanschlag in Westeuropa.

28. November 2008: Bei Angriffen mehrerer Terrorkommandos mit Schnellfeuerwaffen und Handgranaten kommen in der westindischen Finanzmetropole Mumbai (Bombay) mindestens 171 Menschen ums Leben. Mehr als 300 werden verletzt.
06:59 | Johanna Mayer

Dutzende Personen müssen im Krankenhaus behandelt werden, 200 Menschen wurden bei den Anschlägen verletzt. Die Ärzte kämpfen "als Einheit" um jedes einzelne Menschenleben.
06:54 | Johanna Mayer

Anschläge sind "unmenschliches Verbrechen" Der iranische Präsident Hassan Rohani hat die Anschläge von Paris als "unmenschliches Verbrechen" bezeichnet. Auch die Türkei und China brachten ihre Verbundenheit mit Frankreich zum Ausdruck.

"Diese Anschläge richten sich nicht nur gegen das französische Volk, sondern gegen die gesamte Menschheit, gegen Demokratie und Freiheit und alle gültigen Werte", erklärt Ministerpräsident Ahmet Davutoglu. Die Türkei stehe Frankreich im Kampf gegen den Terrorismus zur Seite.
06:53 | Johanna Mayer

Frankreich trauert

06:47 | Johanna Mayer


06:47 | Johanna Mayer

USA verschärfen Sicherheit an Touristenzielen New York und andere US-Großstädte haben nach der Anschlagserie von Paris die Sicherheitsvorkehrungen erhöht. Dafür wurden nach Angaben der Polizei in New York wurden am Freitagabend Spezialeinheiten zur Terrorabwehr an verschiedenen Sehenswürdigkeiten und anderen Orten postiert, die von besonders vielen Touristen besucht werden. Auch in Boston, Washington und weiteren Städten wurde die Polizeipräsenz auf den Straßen erhöht. Dabei handelte es sich den Behörden zufolge um reine Vorsichtsmaßnahmen.
06:43 | Johanna Mayer

Hollande: "Erbarmungsloser" Kampf gegen Terrorismus Frankreichs Staatschef Francois Hollande hat nach der Anschlagsserie in Paris einen "erbarmungslosen" Kampf gegen den Terrorismus ausgerufen. "Wir wollten hier sein, zwischen denen, die grauenvolle Dinge gesehen haben, um zu sagen, dass wir den Kampf führen werden, der erbarmungslos sein wird", sagte Hollande am frühen Samstagmorgen vor der Konzerthalle Bataclan.

Dort waren mehrere Angreifer während eines Konzertes eingedrungen und hatten etwa hundert Menschen getötet, bevor Sicherheitskräfte das Gebäude stürmten. Bei Anschlägen und Schießereien an weiteren Orten in Paris wurden mindestens zwanzig weitere Menschen getötet. Fünf Terroristen seien "neutralisiert" worden, sagte Staatsanwalt Francois Molins am Samstagmorgen. Diese Angaben müssten aber noch bestätigt werden. Es habe Angriffe an sechs Orten gegeben.
06:41 | Johanna Mayer

Eagles of Death Metal haben Anschlag offenbar überlebt Die Musiker der US-Rockband Eagles of Death Metal haben den verheerenden Angriff auf die Pariser Konzerthalle Bataclan offenbar überlebt. Die Frau von Schlagzeuger Julian Dorio sagte der "Washington Post", ihr Mann habe sie angerufen, "um mir zu sagen, dass er mich liebt und dass er in Sicherheit ist". Dorios Mutter bestätigte, dass ihr Sohn und die anderen Bandmitglieder den Angreifern entkommen seien. Einige Mitglieder ihrer Crew würden aber noch vermisst.
06:40 | Johanna Mayer


06:38 | Johanna Mayer

Ermittler: Mindestens acht tote Terroristen in Paris Bei der Terrorserie in Paris sind nach neuen Angaben mindestens acht Attentäter ums Leben gekommen. Dies berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP in der Nacht auf Samstag unter Berufung auf Ermittler. Die meisten Angreifer sollen sich nach dem Überfall auf die Konzerthalle Bataclan oder bei den Anschlägen in der Nähe des Stadions Stade de France selbst in die Luft gesprengt haben.
06:31 | Johanna Mayer

U2 sagten Konzert in französischer Hauptstadt ab Nach der verheerenden Terrorserie in Paris hat die Band U2 ein für Samstag geplantes Konzert in der französischen Hauptstadt abgesagt. "Mit Fassungslosigkeit und schockiert haben wir die sich entwickelnden Ereignisse in Paris verfolgt", hieß es auf der Internetseite der Gruppe. "Wir sind am Boden zerstört angesichts der Toten beim Eagles-of-Death-Metal-Konzert."

Wegen des andauernden Ausnahmezustands in Frankreich werde das Konzert daher nicht wie geplant stattfinden. Die Band sei aber entschlossen, es nachzuholen.
06:30 | Johanna Mayer

Staatsanwaltschaft: Fünf Terroristen getötet Fünf mutmaßliche Attentäter seien getötet worden, teilt die Staatsanwaltschaft nach den Anschlägen in Paris mit. Die Zahl der in Paris getöteten Menschen könnte demnach 120 übersteigen. CNN berichtete von mindestens 153 Toten.
02:56 | VOL Redaktion

Das war es vorerst von unserer Liveberichterstattung zu den schrecklichen Ereignissen in Paris. Wir werden Sie über die weiteren Entwicklungen auf dem Laufenden halten und auch am Samstag wieder, ab 6 Uhr, live berichten. #Pray4Paris
02:54 | VOL Redaktion

Die Attentäter in Paris haben nach Angaben eines Augenzeugen ihre Tat mit Frankreichs Militäreinsatz in Syrien begründet. Der Journalist Pierre Janaszak, der während des Überfalls auf die Konzerthalle "Bataclan" im Saal war, berichtete in der Nacht zum Samstag: "Ich habe genau gehört, wie sie den Geiseln gesagt haben: "Das ist die Schuld von Hollande. Das ist die Schuld Eures Präsidenten. Er hätte nicht in Syrien eingreifen dürfen. Sie haben auch vom Irak gesprochen.""

02:50 | Edgar Netzer

Die Tageszeitung "Le Monde" hat eine vorläufige Liste von Opferzahlen an sechs der sieben Anschlagsorte und beruft sich auf das Justizministerium:

Stade de France: 3 Explosionen, 2 tote Selbstmordattentäter
Bataclan: bis zu 118 Tote, 3-4 tote Attentäter
Rue de la Fontaine au Roi: 5 Tote, 8 Schwerverletzte
Boulevard Voltaire: 1 Toter
Rue Charonne: 19 Tote, 14 Schwerverletzte
Rue Allibert: 12-14 Tote, 10 Schwerverletzte
02:43 | Edgar Netzer

Agentur France-Press veröffentlichte eine Karte mit den Anschlagsorten:
02:36 | Edgar Netzer

Zahl der getöteten Täter steigt auf fünf

Die Ermittler gehen inzwischen offiziell von fünf getöteten Angreifern in der ganzen Stadt aus. Zunächst hatte es geheißen, drei Verdächtige seien erschossen worden, später dann vier.

Die Gesamtzahl der Attentäter bei den sieben separaten Attacken ist allerdings noch offen. Die Behörden gehen offenbar von mehreren Terroristen auf der Flucht aus, auf den Straßen von Paris patroullieren Spezialeinheiten der Polizei und die Armee.

Neben dem Musikclub Bataclan und dem Stade de France wurden ein Einkaufszentrum und mehrere Restaurants angegriffen.
02:35 | VOL Redaktion

Trotz systematischer Grenzkontrollen werden Flug- und Eisenbahnverbindungen nach Frankreich aufrechterhalten. Dies teilte das Pariser Außenministerium am Samstagmorgen auf seiner Webseite mit.

02:34 | VOL Redaktion

Hollande mobilisiert die Armee: Frankreich setzt 1.500 zusätzliche Soldaten ein!



02:32 | VOL Redaktion

Dschihadisten bejubeln Anschläge von Paris auf Twitter

Unterstützer von Extremisten haben die Terroranschläge von Paris in sozialen Medien bejubelt. Wie die auf die Beobachtung von extremistischen Webseiten spezialisierte Site Intelligence Group berichtete, spekulierten die Dschihadisten auf Twitter, welche Terrorgruppe für den Anschlag verantwortlich sei. Viele Nutzer glaubten an eine Beteiligung der Terrormiliz Islamischer Staat. Sie nutzten den Angaben zufolge Hashtags in Arabisch, die übersetzt "Paris in Flammen" und "Kalifatstaat trifft Frankreich" bedeuten.

Site zufolge machten auch Bilder der Angriffe die Runde in den Kreisen. Ein dem IS nahestehendes Medium warf Frankreich vor, Luftangriffe in Syrien zu verüben. "Heute trinkt es (das Land) aus demselben Becher", hieß es.

02:31 | VOL Redaktion

Das österreichische Außenministerium hat Samstagnacht einen Bereitschaftsdienst für Anfragen zu den Terroranschlägen in Paris eingerichtet. Angehörige, die sich darüber informieren möchten, ob Familienmitglieder oder Freunde von den Angriffen betroffen sein könnten, können sich unter der Telefonnummer 01/501150-4411 an das Ministerium wenden. Die österreichische Botschafterin in Frankreich, Ursula Plassnik, sagte in einer Sonder-"Zeit im Bild" um Mitternacht, dass in der österreichischen Botschaft in Paris bisher keine Meldungen eingegangen seien, dass Österreicher unter den Opfern oder Verletzten sein könnten.

02:30 | VOL Redaktion

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat erst am frühen Samstagmorgen gegen 2.15 Uhr schwer bewacht von französischen Sicherheitskräften das Stade de France im Pariser Vorort St. Denis verlassen. Spieler und Betreuerstab wurden in mehreren Kleinbussen ins weiträumig abgesperrte Mannschafts-Hotel Molitor in der Nähe von Roland Garros in der französischen Hauptstadt eskortiert.

Nach bislang noch inoffiziellen Angaben befürchteten die französischen Behörden nach den Terroranschlägen am Freitagabend in Paris ein weiteres Attentat auf die deutsche Mannschaft. Auch aus diesem Grund wurde der Mannschaftsbus für die Abreise nicht genutzt.

Angeblich wird die deutsche Delegation bereits am Samstagvormittag aus Paris abreisen, nachdem zunächst ein Aufenthalt bis Sonntagvormittag geplant war.

02:12 | Edgar Netzer

Die Zahl der getöteten Terroristen erhöht sich: Demnach sind mindestens vier Terroristen getötet worden. Das berichtet die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf Ermittler.

Nach letzten Meldungen sollen im Club Bataclan mindestens 118 Menschen ums Leben gekommen sein, 40 weitere bei den anderen Anschlägen in der Stadt. Die vorläufige Opferbilanz steigt somit auf 158.
02:09 | Edgar Netzer

"Liberté, égalité, fraternité"

Die Stellungnahme von US-Präsident Obama zu den Anschlägen in Paris:
02:05 | Edgar Netzer

Hollande vor dem Bataclan: "Wir werden diesen Kampf führen, und er wird gnadenlos sein." - Belgien hat unterdessen Kontrollen an der Grenze zu Frankreich angeordnet.


02:01 | Edgar Netzer

Erschütternde Details aus dem Inneren des Clubs Bataclan

Der Journalist Julien Tierce vom Radiosender Europe 1, der am Freitagabend selbst im Saal war, berichtet:

"Das Konzert lief schon, als mehrere Leute mit Waffen eingedrungen sind. Es waren zwei oder drei Leute, die nicht maskiert waren. Sie hatten Maschinengewehre wie Kalaschnikows dabei und haben sofort angefangen, wild um sich zu schießen."

Tierce weiter: "Das hat 10, 15 Minuten gedauert. Das war von extremer Gewalt. Es gab Panik. Alle sind Richtung Bühne gerannt. Die Attentäter hatten Zeit, mindestens drei Mal nachzuladen. Sie waren nicht maskiert. Sie traten sehr beherrscht auf. Sie waren sehr jung."
01:56 | Edgar Netzer

Behörden sprechen von rund 140 Toten

Bei den Schießereien, Explosionen, Geiselnahmen in Paris sind Dutzende Menschen ums Leben gekommen. Die Behörden gehen bislang von rund 140 Todesopfern aus.

Etwa 100 Menschen seien bei der Geiselnahme in der Konzerthalle Bataclan getötet worden, sagt ein Sprecher der Stadtverwaltung. Allerdings könnte diese Zahl noch weiter steigen, die Terroristen hätten neben großkalibrigen und automatischen Waffen auch Sprengsätze eingesetzt.

Etwa 40 weitere Tote habe es bei den anderen Attentatsorten Hauptstadt gegeben. Die Zahl der Verletzten liegt um ein Vielfaches höher.
01:52 | Edgar Netzer

Festgenommener: "Ich bin von IS"

Ein festgenommener Terrorist in Paris hat offenbar seine Zugehörigkeit zur Jihadistenorganisation Islamischer Staat (IS) bekundet. "Ich bin von der ISIS", sagte der Mann nach mehreren Medienberichten. Der Mann soll an der Geiselnahme in der Konzerthalle Bataclan beteiligt gewesen sein.
01:47 | Edgar Netzer

Francois Hollande ist beim Bataclan eingetroffen, um sich einen Überblick zu verschaffen: Währenddessen wurden 1.500 zusätzliche Soldaten nach Paris beordert:

01:46 | VOL Redaktion

Die Zahl der Opfer steigt weiter: Bis zu 140 Tote werden befürchtet!
01:46 | Edgar Netzer

Eine Anzeigentafel in Paris: Die Einwohner werden angewiesen, in ihren Häusern zu bleiben und auf Anweisungen von den Behörden zu warten.
01:42 | Edgar Netzer

Neues aus der Konzerthalle Bataclan

Laut neuesten Informationen wurden nicht zwei, sondern drei Angreifer von der Polizei getötet.

Die Zahl der Todesopfer könnte noch höher steigen als 100 - in den Club passen bis zu 1.500 Menschen.

Französische Medien berichten, dass sich mehrere Terroristen auf der Flucht befinden sollen.
01:39 | Edgar Netzer

In Calais an der Atlantikküste brennt offenbar ein Flüchtlingscamp. Ein Zusammenhang mit den Vorgängen von Paris ist allerdings noch offen.
01:35 | Edgar Netzer


01:28 | Edgar Netzer

Überlebende der Geiselnahme werden in Sicherheit gebracht. (Bild: AFP)
01:25 | Edgar Netzer

Österreichische Band in Sicherheit

Die Mitglieder der Tiroler Band "White Miles" sind wohlauf, berichtet Vice. Die Band hatte nur wenige Stunden vor dem Massaker im Bataclan dort einen Auftritt.

Sie spielte als Vorband der US-Band "Eagles of Death Metal" in dem Club - deren Management hat seit der Attacke keinen Kontakt:

We are still currently trying to determine the safety and whereabouts of all our band and crew. Our thoughts are with all of the people involved in this tragic situation.

Posted by Eagles Of Death Metal on Friday, November 13, 2015

01:23 | Edgar Netzer

Nach den Anschlägen in Paris wurden auch die Sicherheitsvorkehrungen für die morgen stattfindende Syrien-Konferenz in Wien verstärkt:
01:19 | VOL Redaktion

Massaker in Konzertsaal! Angeblich wurden 100 tote Geiseln entdeckt!


01:18 | Edgar Netzer

Video: Polizei bringt Geiseln in Sicherheit
01:13 | Edgar Netzer

Zugriff in Pariser Konzerthaus vorbei - zwei Angreifer tot

Der Zugriff der Pariser Polizei auf ein Konzerthaus ist vorbei, zitiert AP einen Polizeisprecher. Mindestens zwei Angreifer wurden dabei getötet. Auch der Sprecher beschrieb die Szene im Bataclan als "un veritable carnage", "ein grauenhaftes Gemetzel" - die Angreifer hätten neben automatischen Waffen auch Sprengstoff gegen die Konzertbesucher eingesetzt.

In dem Konzerthaus Bataclan waren bis zu 100 Menschen als Geiseln gehalten worden. Über die Zahl der Todesopfer liegen zur Zeit keine Informationen vor. Eine Anwohnerin hatte gegenüber einem Radiosender von mehreren Verletzten gesprochen, die auf Tragen in Sicherheit gebracht wurden.
01:07 | VOL Redaktion

Die Deutsche Nationalmannschaft und auch das französische Team befinden sich angeblich immer noch im Stadion. Wie deutsche Medien berichten, wollten die Terroristen ins Stadion. Als dies nicht klappte, zündeten sie die Bombe vor dem Stadion. Angeblich soll es auch eine Schießerei rund um's Stadion gegeben haben.
01:05 | Edgar Netzer

BFMTV zitiert eine Polizeiquelle, im Bataclan habe sich ein "wahres Gemetzel" ereignet:
01:05 | VOL Redaktion

Vor dem Bataclan.


01:02 | Edgar Netzer

Eine Anwohnerin des Clubs berichtete dem Radiosender France Info via Telefon, sie sehe viele Menschen langsam aus dem Bataclan kommen. Jene die gehen können, mit erhobenen Händen. Manche würden auf Tragen aus dem Gebäude gebracht.
01:00 | Edgar Netzer

Der TV-Sender BMFTV meldet das Ende der Stürmung des Bataclan, auch hier ist die Rede von zwei getöteten Terroristen. Eine offizielle Bestätigung steht noch aus.
00:57 | VOL Redaktion

Zwei Geiselnehmer wurden bei dem Zugriff angeblich getötet!
00:55 | VOL Redaktion

Polizei bestätigt Zugriff in Konzerthaus in Paris


00:55 | Edgar Netzer

Währenddessen werden weitere Details vom Beginn der Geiselnahme bekannt: Die Angreifer haben einem Augenzeugen zufolge "Allah Akbar" gerufen. "Sie haben voll in die Menge geschossen." Bei dem Angriff kamen nach aktuellem Informationsstand mindestens 15 Menschen ums Leben.
00:45 | Edgar Netzer

Sturm auf Konzerthaus

Mehrere französische TV-Sender haben die Übertragung vom Bataclan eingestellt - angeblich auf Bitten der Behörden.
00:43 | Edgar Netzer

In Paris treffen Soldaten ein, die das 10. und 11. Arrondissment sichern sollen - Schauplätze von mehreren Schießereien am Freitagabend:
00:40 | VOL Redaktion

An sieben unterschiedlichen Orten wurden Anschläge durchgeführt wie das französische TV unter Berufung auf die Exekutive meldet.
00:38 | Edgar Netzer

Feuergefechte und Explosionen

Luc Pellon von der Zeitung "Liberation" berichtet ebenfalls von Explosionen und Schüssen aus der Konzerthalle:

00:36 | Edgar Netzer

Sturm des Bataclan

Auch AFP meldet nun, dass die Polizei das Konzerthaus stürmt und versucht, die 100 Geiseln zu befreien. Die Agentur beruft sich auf eine Quelle in Sicherheitskreisen:
00:34 | Edgar Netzer

Die französische Polizei bestätigte der Nachrichtenagentur AP drei Bombenexplosionen nahe dem Stade de France im Norden von Paris, zwei davon seien Selbstmordattacken gewesen.

Reuters berichtet, sich auf Polizeiquellen berufend, von mindestens 40 Toten bei den verschiedenen Angriffen in der Stadt, mindestens 60 Menschen wurden teils schwerst verletzt.

Diese Zahlen sind jedoch nur der offizielle Stand, französische Medien berichten von einer wesentlich höheren Opferzahl. Präsident Hollande sprach von "Dutzenden" Todesopfern.
00:30 | VOL Redaktion

Unbestätigt! Angeblich stürmt die Polizei die Konzerthalle wie verschiedene Medien berichten!
00:30 | Edgar Netzer

Schüsse in Konzerthalle Bataclan

Kurz vor 0:30 Uhr waren laut mehreren französischen Journalisten vor Ort Schüsse aus dem Konzerthaus zu hören. Was genau in dem Gebäude vor sich geht, war völlig unklar.

Seit über einer Stunde zeigen französische Medien kaum noch Bilder vom Ort der Geiselnahme. Augenzeugen berichten von grauenhaften Szenen, als sechs bis acht Angreifer die Halle stürmten. Zur Zeit sollen sich rund 100 Geiseln in dem Gebäude befinden.
00:25 | Edgar Netzer

Ein Reporter von France Inter, der sich vor dem Konzerthaus Bataclan, in dem 100 Menschen als Geiseln genommen wurden, berichtet von "mehreren Explosionen aus dem Gebäude" in den letzten 20 Minuten.
00:17 | Edgar Netzer

AFP meldet, eine der Explosionen in der Nähe des Fußballsspiels im Stade de France sei ein Selbstmordanschlag gewesen: Eine Explosion war während dem Fußballspiel Frankreich-Deutschland deutlich zu hören:
00:17 | VOL Redaktion

Präsident Hollande hat bereits den Ausnahmezustand verhängt.
00:15 | VOL Redaktion

Jetzt rücken Anti-Terror-Spezialeinheiten vor dem Konzertsaal "Batacalan" an.
00:13 | Edgar Netzer

Cameron bietet Hilfe an

Der britische Premierminister David Cameron hat sich schockiert über die Anschläge in Paris geäußert. Großbritannien werde tun, "was immer wir tun können, um zu helfen."
00:11 | VOL Redaktion


00:07 | VOL Redaktion

Ein Augenzeuge berichtet, dass die Terroristen im Konzertsaal um sich geschossen haben und Besucher exekutierten!
00:05 | Edgar Netzer

Frankreich schließt Grenzen - Ausnahmezustand

Die Pariser Stadtverwaltung hat via Twitter die Menschen in der Stadt aufgerufen, nach den Attacken zu Hause zu bleiben.

Präsident Hollande hat das Kabinett zusammengerufen und angeordnet, die französischen Grenzen zu schließen. Außerdem hat er in Frankreich den Ausnahmezustand ausgerufen.
00:01 | VOL Redaktion

Der deutsche Terrorismus-Experte Michael Orthmann geht bei der koordinierten Aktion von einer größeren terroristischen Gruppe aus. Der erste Verdacht fällt natürlich in den Bereich des IS - die Spekulationen und Gerüchte überschlagen sich natürlich. Es gibt aber kein Bekennerschreiben - also alles nicht bestätigt.
23:59 | Edgar Netzer

Österreichische Vorband unter den Geiseln?

Der letzte Eintrag auf der Facebook-Seite der "White Miles" zeigt Bandmitglieder vor zwei Stunden nach ihrer Show. Ob sie sich zum Zeitpunkt der Geiselnahme noch im Konzerthaus befanden, ist unklar.

||||| Zipper down for Paris |||||What an insane showThx to EoDM

Posted by White Miles on Friday, November 13, 2015

23:57 | VOL Redaktion

Hollande: "Das ist eine schreckliche Prüfung. Wer sind diese Terroristen? Wir müssen jetzt an die zahlreichen Opfer denken und Mitleid und Solidarität zeigen. Wir müssen Ruhe bewahren und zeigen, dass wir geschlossen stehen. Wir werden uns als Nation erweisen, die sich verteidigt und mobilisiert. Die Sicherheitskräfte kämpfen derzeit an einem Ort in Paris um die Bevölkerung zu schützen. Lang lebe Frankreich!"
23:55 | VOL Redaktion

Präsident Hollande spricht zur Nation: "In ganz Frankreich wird der Verkehr unterbrochen und die Grenzen geschlossen."
23:53 | Edgar Netzer


23:52 | Edgar Netzer

Le Parisien berichtet von insgesamt 6 Anschlagorten:
23:50 | Edgar Netzer

Die Polizei spricht mittlerweile offiziell von 42 Todesopfern bei den Anschlägen in Paris. Der Sender BFMTV nennt 60 Todesopfer, das ist allerdings nicht bestätigt.
23:49 | Edgar Netzer

Österreichische Vorband im Konzertsaal

Im Bataclan, in dem sich 100 Geiseln befinden sollen, sollte heute Abend auch die österreichische Vorband "White Miles" als Vorband der US-Band "Eagles of Death Metal" auftreten. Ob sich die Band noch in dem Gebäude befindet, ist nicht klar.
23:47 | VOL Redaktion

Auch Präsident Obama meldet sich zu Wort: "Dies ist nicht nur ein Angriff auf Paris und Frankreich, sondern auf die gesamte Menschheit. Wir sind bereit jede Hilfe zu leisten um darauf zu antworten!"
23:45 | VOL Redaktion

Zur Geiselnahme: In der Halle sollten die Eagles of Death Metal spielen, die erst vor wenigen Monaten in Österreich Konzerte spielten.
23:39 | VOL Redaktion

Die Behörden befürchten terroristische HIntergründe. Im Moment ist schon von 39 Toten die Rede.
23:37 | VOL Redaktion

Von vier Standorten ist derzeit die Rede, unbestätigt sogar von 6 an denen es zu Anschlägen gekommen ist.
23:35 | VOL Redaktion

Vieles deutet derzeit auf einen terroristischen Anschlag hin
23:32 | VOL Redaktion

Angeblich halten 6 bis 8 Geiselnehmer insgesamt 100 Menschen in einer Konzerthalle fest.
23:31 | VOL Redaktion

Dutzende Tote in Paris
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