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Wifo/IHS: 2020 schwere, aber kurze Rezession, 2021 wieder Aufschwung

Chef des Wirtschaftsforschungsinstituts Christoph Badelt (L.) und IHS-Direktor Martin Kocher
Chef des Wirtschaftsforschungsinstituts Christoph Badelt (L.) und IHS-Direktor Martin Kocher ©APA/ROBERT JAEGER
Die Coronavirus-Pandemie beschert Österreich heuer einen nie da gewesenen Wirtschaftseinbruch sowie Rekorde bei Arbeitslosenrate und Budgetdefizit. 2021 wieder Aufschwung.
Wirtschaft rutscht in Rezession

Die Coronavirus-Pandemie beschert Österreich heuer einen nie da gewesenen Wirtschaftseinbruch von rund 7 Prozent sowie Rekorde bei Arbeitslosenrate und Budgetdefizit von jeweils rund 10 Prozent. Nächstes Jahr sollen die Wirtschaft aber gut 4 bis knapp 6 Prozent wachsen sowie der Konsum und die Investitionen anziehen, prognostizierten am Freitag die Fachleute von Wifo und IHS.

Abschwung über zwei Quartale

Es werde eine "tiefe, jedoch kurze Rezession in Österreich geben", so das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo), wobei sich der Abschwung auf zwei Quartale beschränken sollte, so die Experten. Trotz des Wachstums 2021 werde das Vor-Corona-Niveau damit jedoch noch nicht erreicht sein.

Stärkung der Wachstumskräfte

Bei der Bewältigung der Krise sollte die Wirtschaftspolitik auf eine Stärkung der Wachstumskräfte setzen, da das auch die nötige Budgetkonsolidierung erleichtere, betonte das Institut für Höhere Studien (IHS). Und es hebt hervor, dass der heurige BIP-Rückgang bei einer zweiten Covid-19-Welle größer ausfallen könnte.

Die Zahlen

Nach noch 1,6 Prozent realem Wirtschaftswachstum 2019 rechnen Wifo und IHS für heuer mit 7,0 bzw. 7,3 Prozent Abschwächung, für 2021 mit 4,3 bzw. 5,8 Prozent Plus. Die Arbeitslosenrate, die 2019 nach nationaler Rechnung 7,4 Prozent betrug, dürfte heuer auf 9,7 (Wifo) bis 10,2 (IHS) Prozent klettern und 2021 mit 8,9 bzw. 9,2 Prozent recht hoch bleiben. Nach 0,7 Prozent Budgetüberschuss gemessen am BIP im Vorjahr dürften heuer 10,3 bzw. 11,5 Prozent Budgetdefizit ins Haus stehen, 2021 dann 6,0 bzw. 4,0 Prozent Minus.

Prognose ähnlich wie vor zwei Monaten

Die neue BIP-Prognose des Wifo ist übrigens kaum schlechter als jene von vor zwei Monaten. Damals, bereits fünf Wochen nach Beginn des Lockdown, hielt man 5,25 bis 7,5 Prozent BIP-Rückgang für heuer für möglich, bei der Arbeitslosigkeit freilich erst 8,7 Prozent und beim Defizit 7,4 Prozent des BIP.

IWF: Coronakrise kann Schwächen im Finanzsystem noch verstärken

Die Coronakrise kann nach Einschätzung des IWF Schwächen im weltweiten Finanzsystem noch verstärken. Sowohl in Industrie- als auch in Schwellenländern könnte die Verschuldung von Unternehmen und Haushalten in einigen Fällen nicht mehr beherrschbar sein, sofern der Konjunktureinbruch besonders heftig ausfalle, hieß es in dem am Donnerstag vorgelegten Finanzstabilitätsbericht des IWF.

Die Verschuldung von Unternehmen sei in den vergangenen Jahren immer weiter gestiegen und so hoch wie noch nie. Es gebe bereits so viele Zahlungsausfälle wie seit der Weltfinanzkrise 2008 nicht mehr. Auch die privaten Haushalte hätten sich zunehmend verschuldet.

Insolvenzen werden dann laut dem Internationalen Währungsfonds (IWF) zum Test für die Widerstandsfähigkeit von Banken. Diese seien aber mit einer höheren Liquidität und größeren Kapitalpuffern in die Coronakrise gegangen. Viele Geldhäuser dürften ihre Risikovorsorge für faule Kredite nun aufstocken beziehungsweise täten dies bereits. Sie sollten wegen der Pandemie ihre Puffer anzapfen, keine Dividenden mehr zahlen und auf Aktienrückkäufe verzichten. Dann könnten sie weiterhin Kredite vergeben und die wirtschaftliche Lage stabilisieren. Bisher würden Banken in den meisten großen Ländern weiterhin Darlehen vergeben, was an den riesigen Hilfsmaßnahmen der Regierungen liegen dürfte.

(APA)

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