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Literaturstipendium für Stephan Alfare

Der junge Schriftsteller Stephan Alfare erhielt am Montag im Landhaus Bregenz aus der Hand von LH Sausgruber das diesjährige Literaturstipendium des Landes Vorarlberg.

Auch Kulturlandesrat Hans-Peter Bischof (V) gratulierte dem Preisträger und verwies auf die große Zahl und das hohe Niveau der Bewerbungen, was Bischof als Beweis für die literarische Vielfalt im Land und die positive Entwicklung der Vorarlberger Literatur wertete.

Für das diesjährige Landesstipendium haben 56 Autoren Texte anonym eingereicht. Mit Stephan Alfare wurde von der Jury kein Unbekannter zur Auszeichnung vorgeschlagen. Der 1966 in Bregenz geborene Schriftsteller ist unter anderem mit einem Staatsstipendium für Literatur (1998) und mit dem Theodor-Körner-Preis (2002) ausgezeichnet worden. Im Jahr 2000 hat er beim Ingeborg Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt gelesen. Das Vorarlberger Literaturstipendium ist mit 6.550 Euro dotiert und wird in sechs Monatsraten ausbezahlt.

Das Landesstipendium erhielt Alfare für einen Text aus den Erzählungen „Im Sechsachteltakt zur Musik“, die im Herbst 2004 erscheinen sollen. Die Begründung der Jury: „Alfares Texte sind geprägt von einer berührenden, sehr genauen Prosa, die ganz nahe bei den Dingen und Menschen ist, von denen sie berichtet. In kraftvoller und präziser Sprache werden klar umrissene Situationen und Personen dargestellt. Mit lakonischer Deutlichkeit skizziert der Autor das Leben von Scheiternden, Verlierern und Verlorenen. Der minimalistische Stil lotet Tiefen des Existenziellen aus und verleiht seinen Figuren gleichermaßen Präsenz und Entrücktheit. Das Rätselhafte in Alfares Erzählungen beruht auf den Aussparungen, den Leerstellen und weiteren Räumen eines magischen Fotorealismus.“

„Eine gute Literaturszene – eine innovative Kunstszene überhaupt – kann man nicht bestellen“, sagte LR Bischof: „Selbst etablierte Kunsträume lassen sich nicht beliebig prolongieren, sie leben von der Kraft herausragender Menschen. Vorarlbergs Literaturszene der letzten Jahrzehnte hat mehrere solche Persönlichkeiten hervorgebracht. Daraus erwächst uns die Aufgabe, die Rahmenbedingungen für eine Weiterentwicklung in diesem Sinne herzustellen.“

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