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Lindauer Landrat beanstandet Raststätte Hörbranz

Hier soll die viel diskutierte neue Raststätte entstehen.
Hier soll die viel diskutierte neue Raststätte entstehen. ©VOL.at
Hörbranz - Das Landratsamt in Lindau hat die aktuellen Unterlagen zur geplanten Raststätte in Hörbranz geprüft. Nach derzeitiger Planung des Projektes komme es zu einer Überschreitung der Lärmgrenzwerte, beanstandet der Landrat.

Eine Prüfung der aktuellen Unterlagen zur geplanten Tank- und Rastanlage in Hörbranz durch das Landratsamt Lindau habe ergeben, dass nach der derzeitigen Planung eine Überschreitung der Lärmgrenzwerte für die Anwohner vorliegt.

Raststation Hörbranz GmbH vermutet andere Interessen

Joachim Nägele von der Rhomberg Bau GmbH und Sprecher der Raststation Hörbranz GmbH sieht in dem Schreiben von Landrat Elmar Stegmann keine Verbindung mit der geplanten Autobahnraststätte in Hörbranz. “Das hat nichts mit uns zu tun”, meint Nägele und glaubt, dass die Raststation zum Vorwand genommen wird um die Lärmschutzmaßnahmen auf Lindauer Seite zu verbessern. “Hier will man wohl andere Interessen durchsetzen, denn die von Stegmann angesprochen Lärmbelastung auf der Autobahn besteht ja jetzt schon”, sieht sich Nägele in seiner Wahrnehmung bestätigt.

Tempo 80 sei im Gutachten zur Raststation berücksichtigt worden und würde somit der Forderung des Landrats Stegmann entsprechen. Ihm sei laut seinem Gutachten auch nichts von der Überschreitung der zulässigen Immissionsgrenzwerte bekannt, meint Nägele.

Bei der ASFINAG wollte man kurzfristig kein Statement abgeben. Man müsse sich die Beanstandungen des deutschen Landrates vorher genau ansehen, hieß es von Seiten des Autobahnbetreibers.

Landrat Stegmann präzisiert Kritikpunkte

Landrat Stegmann sieht im Gegensatz zu Nägele sehr wohl eine Verbindung zwischen der Autobahn und der geplanten Autobahnraststätte. “Die derzeitige Geschwindigkeitsbegrenzung von 60 Km/h ergibt sich ja daraus, dass die Autobahnauffahrt bei Lindau auf gleicher Spur verläuft wie die Abfahrt zum alten Zollgebäude bzw. zur Station der Korridorvignette. Doch diese wird ja nach den vorliegenden Plänen entflechtet, was die geplante Erhöhung der Geschwindigkeitsbegrenzung auf 80 Km/h mit sich bringt”, erklärt Stegmann. Es sei festzustellen, dass Überschreitungen der Lärmgrenzwerte nicht – wie von den Anwohnern in Lindau-Zech befürchtet – durch den Betrieb der Tank- und Rastanlage, sondern durch den Verkehrslärm auf der Autobahn verursacht werden.

Schon 2012 wird Immissionsgrenzwert überschritten

Bereits im Jahre 2012 wird der Immissionsgrenzwert der Verkehrslärmschutzverordnung von 49 dB(A) nachts um 2 dB(A) überschritten. Durch die geplante Erhöhung der zulässigen Geschwindigkeit (bisher 60 km/h) auf 80 km/h bzw. 100 km/h und der Zunahme des durchschnittlichen täglichen Verkehrs ist für das Prognosejahr 2022 mit einer erheblichen Überschreitung der deutschen Immissionsgrenzwerte sowohl tagsüber um 4 bis 6 dB(A) und insbesondere nachts um 7 bis 9 dB(A) zu rechnen.

Landratsamt Lindau stellt klare Forderungen

Nachdem eine Lärmschutzwand aufgrund der Zu- und Abfahrt zu der Tank- und Rastanlage wohl nicht lückenlos zu realisieren sei und auch mit Reflexionsschall gerechnet werden müsse. “Darum schlagen wir vor die Geschwindigkeit auf maximal 80 km/h zu erhöhen und zusätzlich einen sogenannten Flüsterasphalt aufzubringen”, erklärt Stegmann. Nach Untersuchungen des Bayerischen Landesamts für Umweltschutz könne der Einbau eines sog. Flüsterasphalts im Vergleich zum herkömmlichen Gussasphalt abhängig von der Geschwindigkeit und des Lkw-Anteils zu einer Pegelreduzierung von circa 5 bis 8 dB(A) führen.

(VOL.at/Schmidt/Suppersberger)

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