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Liftprojekte "bitte warten"

Geplante Liftverbindungen erhitzen im Bregenzerwald seit Jahren die Gemüter. Zuletzt war es etwas ruhiger geworden um die Projekte, die eine heftige Grundsatzdiskussion in der Region auslösten.

Das heißt aber keineswegs, dass man die Projekte nicht weiterverfolgt. Eine Bestandsaufnahme der „VN“-Heimat.

Verfahren läuft

Am weitesten gediehen ist die geplante Verbindung der Skigebiete von Mellau und Damüls. Dieses Projekt, das Mellau als existenziell notwendig betrachtet, hatte vor mehr als fünf Jahren die Diskussion erst ausgelöst. Das Land verlangte damals eine Entwicklungsstudie für die gesamte Region. Diese kam zu dem Schluss, dass die diskutierten Projekte grundsätzlich machbar sind.

Bei Mellau-Damüls läuft inzwischen das offizielle Bewilligungsverfahren. Vom Spatenstich ist man aber noch ein Stück entfernt. Die Betreiber müssen ergänzende Gutachten nachreichen, die von der Bewilligungsbehörde (BH Bregenz) verlangt wurden. Im Wesentlichen geht es dabei um die Lawinensicherheit. Offen ist auch die Erschließung des Ragazer Blanken.

Klare Position

Noch nicht so weit ist man am Diedamskopf, wo man den Falzer Kopf erschließen will. Mit einer rund 1000 m langen Bahn, die etwa 300 Höhenmeter überwinden soll, wird eine Verbesserung des Pistenangebots angestrebt.

Im Februar ist dafür eine (vorbehördliche) Winterbegehung vorgesehen, dann werde man weitersehen, so Klaus Nußbaumer von den Bergbahnen Diedamskopf.

„Kein Thema“ ist die ins Spiel gebrachte zweite Zubringerbahn. „Es wäre wirtschaftlich ein Unding, wir können seitens der Bergbahnen dezidiert ausschließen, dass eine solche Bahn gebaut wird.“

Ebenso deutlich ist die Absage an eine Verbindung ins Kleinwalsertal. Weder in Au/Schoppernau noch im Kleinwalsertal gebe es derartige Überlegungen zu einem zwar theoretisch denkbaren, aber ökonomisch und ökologisch mehr als problematischen Zusammenschluss.

Priorität Dorfbahn

Am Hochtannberg, wo seit mehr als 30 Jahren über eine Verbindung der Skigebiete Schröcken-Warth und Lech „nachgedacht“ wird, „liegt der Ball bei Lech und den Skiliften“, betont Schröckens Bürgermeisterin Renate Schrammel.

Für die Gemeinde Schröcken habe ohnehin die Dorfbahn als direkter Zubringer vom Ortszentrum via Körbersee ins Skigebiet Priorität. „In der Hochsaison sind wir mit der Kapazität des Buszubringers an der Grenze angelangt, mittelfristig ist die Zubringerbahn unverzichtbar“, so die Gemeindechefin.

Geeinigt hat man sich auf diese Variante, denn eine Einbeziehung von Neßlegg sei finanziell und technisch nicht umsetzbar. Zudem würde der Landschaftsschutz hier nicht mitspielen.

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