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Liechtensteiner Künstler-Duo huldigte Schubert

Elena Büchel und Karl Jerolitsch huldigten im Festsaal Franz Schubert.
Elena Büchel und Karl Jerolitsch huldigten im Festsaal Franz Schubert. ©Chopin-Gesellschaft
Stimmungsvolles Konzert im Festsaal des Konservatoriums.


Feldkirch. (sch) Feldkirch und Schubert? Nein, es hat mit dem einstigen Festival in der Montfortstadt nichts zu tun; allerdings ist der Wiener Großmeister zeitlos so attraktiv, dass sich zahlreiche Schubertianer im Festsaal des Landeskonservatoriums einfanden, um ausschließlich Werken des geliebten Liederfürsten fern jeden Festivals zu lauschen. Die in Feldkirch sesshafte Chopin-Gesellschaft Vorarlberg hatte unter dem Motto „Im Abendrot“ zu einem Duo-Abend der prominenten Liechtensteiner Künstler Elena Büchel (Klavier) und Karl Jerolitsch (Tenor) eingeladen.
Elena Büchel, die russische Konzertpianistin aus St. Petersburg, die durch die Heirat mit dem schon verstorbenen Regierungschef Markus Büchel nach Liechtenstein kam, seit 1992 im Fürstentum und in Vorarlberg Klavier unterrichtet und weiterhin als erfolgreiche Konzertpianistin präsent ist, und der seit Jahren international bekannte österreichische Tenor Karl Jerolitsch, der jetzt hauptsächlich als Gesangspädagoge (FL) tätig ist, aber als Lied-und Oratoriensänger wirkt, huldigten Franz Schubert „mit Sang und Klang“.

Sonate und Lieder

Elena Büchel leitete den Konzertabend ein mit dem berühmten 4. Impromptu aus D 899 von Schubert. Büchel ist eine präzise, reife Pianistin mit Gestaltungskraft, für ihren eher vitalen Zugriff erwies sich der geöffnete Flügel aber nicht günstig. Dieses Defizit hätte man spätestens bei der Klaviersonate in A-Dur, D 959, beheben sollen. Dann wäre etwa das erdentrückte Schreiten des Andantinos, das dahinperlende Scherzo und das volkstümliche Melos samt Variationen des finalen Rondo-Allegrettos noch klarer zur Geltung gekommen.
Nach der Pause betrat nun Karl Jerolitsch das Podium, nicht, ohne vorher den Flügel geschlossen zu haben. Nun stimmte für beide Interpreten die Akustik. Elena Büchel begleitete ungemein zart und sensibel, der Tenor Karl Jerolitsch verwöhnte das Publikum mit seinem bekannt leuchtenden Timbre und auch seiner Wortdeutlichkeit bei neun Schubert-Liedern verschiedenen Stimmungsgehaltes. Besonders gefallen konnten etwa die drängende „Liebesbotschaft“, der lebensfrohe „Musensohn“, der beseligende „Frühlingsglaube“, das abgeklärte „Im Abendrot“, die muntere „Forelle“ und das besinnliche Goethe-Opus „Wanderers Nachtlied“ in zwei Versionen, das
den beglückenden Schubert-Abend beschloss.

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