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Liechtenstein: Steueraffäre wirft Schatten

Schwarzach - Mehr als nur ein blaues Auge haben die Folgen der vielzitierten Steueraffäre mit Deutschland dem Bankplatz Liechtenstein beschert. Die Schrammen gingen offenbar tief. Jahresbericht FMA

„Die Reputation des Landes und des Finanzplatzes hat Schaden erlitten. Wir nehmen die Situation sehr ernst“, lautete denn auch der Tenor bei der Jahresbilanz der Finanzmarktaufsichtsbehörde (FMA) in Vaduz. Diese Behörde war vor drei Jahren ins ­Leben gerufen worden. „Gerade in stürmischen Zeiten braucht es eine starke und unabhängige Aufsicht“, betonte FMA-Geschäftsführer Mario Gasser.


Schutz für Kundendaten

Auf die Frage, ob aufgrund des Daten-Klaus bei der Fürstenbank LGT, der das Ganze im Februar dieses Jahres ins Rollen gebracht hatte, Anleger bereits Geld aus dem Fürstentum abgezogen hätten, wollte keiner der FMA-Vertreter eingehen. Die FMA nehme derzeit den Schutz der Kundendaten sowie die Folgen der Affäre genau unter die Lupe. Es sei allerdings noch zu früh zum Beziffern der Schäden. Dennoch warnten Gassner und René Melliger als Vorsitzender des FMA-Aufsichtsrates davor, „die Hände in den Schoß zu legen“. Jetzt gehe es um die rasche Umsetzung „notwendiger Maßnahmen“. Genaue Details darüber würden unters Amtsgeheimnis fallen. Im Hinblick auf die Finanzentwicklung des Bankenplatzes legten die Spitzen der FMA (zumindest für das Vorjahr) positive Zahlen vor.


Krise die Stirn geboten

Während andere Finanzplätze in die roten Zahlen rutschten, legte das Fürstentum 2007 bei den veranlagten Kundenvermögen um 20 Prozent zu. So waren im Vorjahr umgerechnet rund 124 Milliarden Euro angelegt. Damit scheinen die fürstlichen Banker internationalen Finanzkrisen erfolgreich die Stirn geboten und Trends getrotzt zu haben. Derzeit sind laut FMA in Liechtenstein rund 2100 Finanzdienstleister tätig. Zusammengerechnet erwirtschaften die Dienstleister stolze dreißig Prozent des Bruttoinlandsprodukts.

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