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Lieber drei Monate ins Gefängnis als Therapie

Aus dem Gerichtssaal: Drogensüchtiger entschied sich für Gefängnis statt Therapie und wurde rasch rückfällig.
Aus dem Gerichtssaal: Drogensüchtiger entschied sich für Gefängnis statt Therapie und wurde rasch rückfällig. ©VOL.AT/Symbolbild
Feldkirch. Drogensüchtiger zog Haft einem Entzug vor - und wurde als Drogentäter rückfällig.

Der verurteilte Drogentäter hatte schon damals die Wahl zwischen Freiheit und Unfreiheit, zwischen Therapie und Gefängnis. Der Drogensüchtige entschied sich für drei Monate Gefängnis. Denn eine stationäre Entzugstherapie mit strengen Auflagen verband er offenbar auch nicht mit dem Begriff Freiheit.

Nun durfte der neuerlich verurteilte Dealer am Landesgericht Feldkirch wieder zwischen Haft und Therapie wählen. Dieses Mal nahm der jetzt von Stefan Mück verteidigte Vorarlberger mit türkischen Wurzeln von der gesetzlichen Möglichkeit von Therapie statt Strafe Gebrauch.

Jetzt wurde der geständige Angeklagte wegen des Verkaufs von 900 Gramm Marihuana und des Konsums von Marihuana und anderer Drogen schuldig gesprochen. Der mit zwei einschlägigen Vorstrafen belastete Angeklagte wurde dafür zu einer teilbedingten Haftstrafe von zwölf Monaten verurteilt. Davon beträgt der unbedingte Teil vier Monate. Dazu kommt ein weiterer Haftmonat aus dem Widerruf seiner bedingten Haftentlassung.

Damit beträgt die Gesamtstrafe fünf Monate Gefängnis. Das Urteil, das wegen des Verbrechens des Suchtgifthandels und des Vergehens des unerlaubten Umgangs mit Suchtgift erging, ist nicht rechtskräftig. Die Freiheitsstrafe muss der Drogenabhängige aber nicht verbüßen, wenn er eine stationäre Entzugstherapie absolviert. Dafür wurde ihm ein Strafaufschub gewährt.

Rückfällig geworden

Ins Gefängnis zurück mag der Mann nicht mehr. Drei Monate hatte er nach seiner früheren Verurteilung im Gefängnis verbracht. Der süchtige Dealer war damals zu vier Monaten Haft verurteilt worden. Nach drei Monaten wurde der Häftling vorzeitig entlassen.

Er wurde rasch rückfällig, handelte wieder mit Drogen und konsumierte Suchtgift. „Warum haben Sie damals die Therapie nicht gemacht?“, fragte der Richter. Aber er bekam darauf keine Antwort.

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