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Liebenswerte Geschichte mit Tiefgang

Der Bregenzer Autor Claudio E. Polzer veröffentlichte eine liebenswerte Geschichte.
Der Bregenzer Autor Claudio E. Polzer veröffentlichte eine liebenswerte Geschichte. ©Polzer/Pfarrmaier
Bregenz/Wien. (hapf) Im Eigenverlag erschien eine hinreißende Erzählung in zehn Kapiteln von Claudio E. Polzer. Der Autor schuf mit „Ratte Macchiato“ eine liebenswerte Geschichte, die den Wiener Naschmarkt zum Schauplatz hat. Ein Kinderbuch, das durchaus auch für Erwachsene seinen Reiz hat.

Claudio E. Polzer (43), verlegte sich vor einigen Jahren auf das Schreiben. Eigentlich studierte der Bregenzer Medizin und ließ sich dazu in Wien nieder. Seine Leidenschaft gehört jedoch dem Verfassen von Geschichten, Gedichten, Erzählungen und Romanen. Und dieser erlag er bereits 1998 nach seiner Promotion. „Nicht gestohlen, nur geerbt“, so könnte das musische Talent des Autors begründet werden. Sein Vater ist nämlich niemand geringerer als der Bregenzer Musikprofessor Elgar Odo Polzer. Der Chor- und Orchesterleiter und Komponist war es auch, der das Talent seines Sohnes förderte und ihn ermunterte, seinen Weg zu gehen. So zog der Herr Doktor, der seit fünfzehn Jahren mit der Schauspielerin Kristina Bangert verheiratet und seit 2005 glücklicher Vater von Sohn Nono ist, seinen weißen Kittel aus und verlegte sich auf’s Schreiben.

Sein aktueller Roman, der noch einer Veröffentlichung harrt, spielt in einer nicht zu weit entfernt liegenden Zukunft in unserer demokratischen, allerdings stark reglementierten Zivilisation. Es ist die Antiutopie einer Welt, in welcher zwecks Sicherheit immer weiter Freiheit beschnitten wird. Der heimliche Protagonist der Geschichte ist ein sechs Wochen alter Säugling.

Papa, warum schreibt Du nicht einmal eine Kindergeschichte?

Zur im Eigenverlag herausgegeben Erzählung „Ratte Macchiato“ inspirierte ihn Sohn Nono, der ihn mit der Frage „Papa, warum schreibst Du eigentlich nicht einmal eine Kindergeschichte!“ mehr oder weniger vor vollendete Tatsachen stellte. Entstanden ist eine über 70 Seiten umfassende Erzählung in zehn Kapiteln vom Wiener Naschmarkt.  Protagonist ist der kleine Rattenjunge Macchiato, so genannt, wegen seines kaffeebraunen Flecks über dem rechten Auge, auf dem sonst makellos milchweißen Fell. Und der steckt seine Nase in alle der einhundertzehn Stände am Naschmarkt und in die vielfältigen Lokale reihum. Macchiato durchlebt dabei die abenteuerlichsten Geschichten, gewinnt Freunde, erfährt Freude und Trauer. Er lernt auch kennen, was es heißt anders zu sein, kommt mit Zuwanderern in Berührung, mit Toleranz und Intoleranz. Er erfährt, was wahre Freundschaft bedeutet, was sie vermag.

„Ratte Macchiato“, das ist eine Erzählung mit Tiefgang, die Kindern Freude bereitet und sie auf liebenswerte Art und ohne erhobenen Zeigefinger an durchaus aktuelle Themen heranführt. Eine Erzählung, die auch für etwas größere Kinder (gemeinhin Erwachsene genannt) ihren Reiz hat. Der Band mit den hinreißenden Geschichten (ISBN 978-3-200-02848-7) erscheint in Kürze bei Brunner Buch in Bregenz.

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