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Licht in die Herzen der Menschen bringen

Manfred Schuler an seinem Arbeitsplatz im Rathaus Dornbirn.
Manfred Schuler an seinem Arbeitsplatz im Rathaus Dornbirn. ©edithhaemmerle
Manfred Schuler bringt Licht in die Herzen der Menschen

Manfred Schuler hat sein Leben in den Dienst des Vorarlberger Blinden- und Sehbehindertenverbandes gestellt.

Dornbirn. In Dornbirn kennt ihn jeder. Und wer Manfred Schuler persönlich noch nicht kennen gelernt hat, kennt zumindest seine Stimme, wenn er die Nummer vom Rathaus Dornbirn gewählt hat. Seit 40 Jahren hebt Manfred Schuler den Telefonhörer ab und verbindet mit der gewünschten Abteilung. Schon seit seiner Geburt ist der Dornbirner hochgradig sehbehindert. Diese starke Sehbehinderung war für ihn Anlass, sich schon in jungen Jahren für den damaligen Vorarlberger Blindenbund mit Leib und Seele zu engagieren. Viele Menschen haben mit ihm an der Haustüre Bekanntschaft geschlossen, als er noch Lose und Kalender für blinde und sehbehinderte Menschen verkaufte. Auch als Blindenbund-Sammler war er selbst jahrelang unterwegs.

40 Jahre Rathaus
Als freundlich und hilfsbereit kennen ihn seine Arbeitskollegen. Jeder im Rathaus kennt das kleine Büro im zweiten Stock, in dem Manfred Schuler tagtäglich die Telefonanrufe weiterleitet. “Ich mache die Arbeit heute noch gern”, gibt der inzwischen 58-Jährige preis und weist mit Freude auf sein 40-jähriges Arbeitsjubiläum hin. Auf seinem Bildschirm sind die Buchstaben überdimensional. “Es wurde eigens ein Großschrift-Programm installiert. Ich kann auch auf Braille-Schrift umschalten, wenn es erforderlich ist”, erklärt Schuler seinen Arbeitsplatz.

Landessammlung
Ein Leben lang war Manfred Schuler in der Leitung des Verbandes in der Ingrüne tätig. Vor 23 Jahren hat er dann das Amt als Obmann beim Vbg. Blinden- und Sehbehindertenverband (VBSV) übernommen. “Jedes Jahr im Oktober wird die Landes-Blinden-Sammlung durchgeführt”, weist Schuler auf diese notwendige finanzielle Unterstützung des Trägervereins hin. Er hoffe auch heuer wieder auf eine freundliche Aufnahme der Sammlerinnen und Sammler, die in den nächsten Tagen von Tür zu Tür gehen werden. Diese Leute gehen schon seit vielen Jahren dieser Sammlertätigkeit nach, trotzdem bestehe ein Mangel”, hofft Schuler auf diesem Weg noch ein paar Engagierte zu finden.

Tag des “Weißen Stockes”
Alljährlich im Herbst erinnert der VBSV an die Thematik der Mobilität für Blinde und Sehbehinderte. “Die Idee, betroffene Menschen mit einem weißen Stock als Schutz- und Erkennungszeichen zu versehen, entstand 1930 in Paris und wurde von seiner Schöpferin Guilly d’Herbemont 1931 in die Tat umgesetzt”, weist Manfred Schuler auf den “internationalen Tag des Weißen Stockes” hin, der jeweils am 15. Oktober begangen wird.

Frühfördeung
Die pädagogische Frühförderstelle für blinde und hochgradig sehbehinderte Kinder liegt Manfred Schuler sehr am Herzen. Diese Stelle wurde vom VBSV (in Zusammenarbeit mit dem Elternverein blinder und sehbehinderter Kinder) 1989 errichtet. Die Frühförderstelle, bei der betroffene Kinder von Geburt bis zur Schulreife betreut werden, konnte vor zwei Jahren von Schwarzach Ingrüne nach Dornbirn verlegt werden. “Das war für mich ein großer Fortschritt. Ebenso fand auch die REHA-Stelle und die Hilfsmittelzentrale im Kehlerpark einen fixen Platz, um damit eine bessere Erreichbarkeit zu gewährleisten. Da steckt viel Arbeit dahinter”, gibt Manfred Schuler Einblick in seine Agenden als Obmann des VBSV. Auf diesem Weg hat er schon viel Licht in die Herzen der Menschen getragen. (EH)

Zur Person
Name: Manfred Schuler
Geboren: 1952
Familie: verheiratet mit Monika
Wohnort: Dornbirn
Beruf: Telefonist im Rathaus Dornbirn
Hobbys: Ehrenamt beim VBSV, Wandern, Kegeln
Lebensmotto: “Jeden Tag so leben, als wäre es der letzte.”

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