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Licht am Ende des Tunnels

Bregenz -  Etwa 120 Mann arbeiten im Schichtbetrieb an der neuen Röhre des Pfändertunnels. Mineure, Betonierer, Zimmerer, Maurer und Eisenbieger bevölkern die Baustelle.
Der Pfändertunnel auf einen Blick

Die Luft ist stickig und es ist laut. Vor ungefähr einem halben Jahr gelang der riesigen Bohrmaschine „Angelika“ der Durchbruch durch das Pfänder-Massiv. Ende 2012 sollen die ersten Autos durch die neue Pfänder-Röhre fahren. Bis dahin ist noch viel zu tun.

Ausbau von Nord nach Süd

„Der Ausbau der Tunnelröhre erfolgt von Nord nach Süd. Alle Arbeiten erfolgen von Lochau in Richtung Bregenz“, erklärt Michael Höllrigl, Oberbauleiter der Arge Pfändertunnel. Auf der Bregenzer Tunnelseite sind die Arbeiter derzeit mit Vortriebsarbeiten beschäftigt. Noch ungefähr zwei Monate lang wird dort gesprengt, gesichert und ausgekleidet. „Deshalb kann es für Autofahrer auch weiterhin zu Verkehrsbehinderungen wegen Nachtsperren des Pfändertunnels kommen“, warnt Höllrigl. Auf der Lochauer Seite sind die Vortriebsarbeiten bereits beendet. Hier wurden auch schon die ersten Innenschalen betoniert. Insgesamt drei Schalwagen sind für diese Arbeit im Einsatz. Zwei Regelschalwagen und ein Schalwagen für die Pannenbuchten. Die 200 Tonnen schweren Gerüste werden auf Schienen durch den Tunnel bewegt. Ungefähr 160.000 Kubikmeter Beton werden am Ende in der Innenschale des Tunnels stecken. „Etwa Mitte nächsten Jahres werden wir mit den Hauptbetonarbeiten fertig sein“, sagt Höllrigl. Dazu gehören auch die Arbeiten an den Tunneldecken. Damit werden die Arbeiter vermutlich in den nächsten 14 Tagen beginnen.

Fertigstellung bis 2012

Einen Monat später, wenn der Deckenbeton ausgehärtet ist, werden die Arbeiter eine Trennwand für Zu- und Abluft in die Decke ziehen. „Wenn die Betonarbeiten abgeschlossen sind, werden wir uns im letzten Bauabschnitt um Versorgungsleitungen für Löschwasser und Elektrik kümmern. Dann beginnen wir auch mit dem Straßenaufbau“, erzählt der Bauleiter. Dafür rechnet er mit einer Bauzeit von acht Monaten. Die Fertigstellung der zweiten Tunnelröhre ist für 2012 geplant. Danach folgt die Sanierung der Ost-Röhre. Erst dann werden die Durchbrüche in den Querschlägen zwischen den Röhren gemacht. „Die Durchschläge kann man erst machen, wenn der Verkehr durch die neue Röhre läuft und die alte Tunnelröhre für die Sanierungsarbeiten gesperrt wird. Sonst würde man den Verkehr behindern“, erläutert Höllrigl. Alle 1000 Meter wird es einen solchen Querschlag zwischen den Tunnelröhren geben. 2013 sollen beide Tunnelröhren dann in Vollbetrieb gehen.

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