Libyen: Neue Spekulationen über Gaddafi-Rückzug

Die Spekulationen über ein Ausstiegsszenario des libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi haben in der Nacht zum Montag durch einen Zeitungsbericht neue Nahrung bekommen.
Gaddafi-Berater wendet sich ab
Rebellen von NATO beschossen
Rebelle wollen Waffenstillstand
Kämpfe gehen weiter

Nach Informationen der “New York Times” hat der Sohn von Gaddafi, Saif al-Islam, einen Lösungsvorschlag für den Konflikt mit den Rebellen unterbreitet, der auch den Rückzug seines Vaters vorsieht. Dies habe die Zeitung von einem Diplomaten mit engen Verbindungen zum libyschen Regime erfahren. Der Vorschlag sei allerdings weder bei der Regierung noch bei den Rebellen auf offene Ohren gestoßen.

Zuvor war bereits aus Athen verlautet, dass sich das Regime um eine Lösung des Konfliktes bemühe. Das habe ihm ein Gesandter Libyens mitgeteilt, sagte der griechische Außenminister Dimitris Droutsas. Zuvor hatte der griechische Ministerpräsident Giorgos Papandreou den libyschen Vize-Außenminister Abdul Latif al-Obeidi in Athen empfangen.

USA fliegen auf Bitten der NATO mehr Luftangriffe

Die USA fliegen auf Bitten der NATO mehr Luftangriffe auf Libyen als eigentlich geplant. Das Verteidigungsministerium in Washington erklärte am Sonntag, dass die NATO “wegen des schlechten Wetters der vergangenen Tage” die USA gebeten habe, auch Montag Angriffe zu fliegen. Dieser Bitte werde die US-Armee nachkommen. Ursprünglich hatte Washington am Wochenende mit dem Abzug seiner Kampfflugzeuge und seiner Tomahawk-Marschflugkörper von dem Einsatz beginnen wollen.

Die NATO hatte in der vergangenen Woche die Führung über den internationalen Einsatz gegen die Truppen des libyschen MachthabersMuammar al-Gaddafi übernommen. Die USA wollen nun nur noch eine unterstützende Rolle spielen. Das Land hatte den Einsatz zunächst gemeinsam mit Frankreich und Großbritannien militärisch angeführt. (APA)

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