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LH Sausgruber übt scharfe Kritik an ÖBB

Der Vorarlberger Landeshauptmann Herbert Sausgruber (V) hat am Dienstag die ÖBB und Verkehrsminister Hubert Gorbach (F) scharf kritisiert.

„Das Verhältnis zur ÖBB war noch nie so schwierig und atmosphärisch belastet wie im Moment“, sagte Sausgruber im Pressefoyer nach der Sitzung der Landesregierung. Er erwarte, dass gemachte Vereinbarungen eingehalten werden, stellte Sausgruber nachdrücklich fest.

Sausgruber machte seinen Unmut über die ÖBB nach einem Gespräch mit ÖBB-Chef Martin Huber und ÖBB-Vorstand Stefan Wehinger an mehreren Projekten fest. Bei der Verbindung von Lauterach in die Schweiz etwa sei noch nicht einmal mit der Planung begonnen worden, obwohl diese schon abgeschlossen sein sollte. Der geplante zweigleisige Ausbau der Strecke Bludenz-Braz mit einem Volumen von „deutlich über 100 Mio. Euro“ (Sausgruber) werde hingegen hinsichtlich möglicher Kosteneinsparungen hinterfragt. Offenbar bestehe ein Kommunikationsproblem zwischen dem Verkehrsminister und der ÖBB.

„Tonlage und Forschheit der ÖBB-Vertreter kann und will ich nicht akzeptieren“, verwies Sausgruber darauf, dass Vorarlberg „wie kein anderes Land massiv in die Bahn-Infrastruktur investiert hat“. Das Land erwarte sich von der ÖBB, dass gemachte Zusagen eingehalten werden. Gerade die Arlberg-Strecke habe für den Güterverkehr eine enorme Bedeutung. In der Frage des Personennahverkehrs hoffe er, dass den Pendlern in der Qualität der Bedienung bald ein akzeptabler Standard geboten werde.

Auf Journalisten-Nachfrage räumte der Landeshauptmann ein, dass es mit der „roten Bahn“ in manchen Punkten einfacher gewesen sei. In Bezug auf die Einhaltung von Zusagen attestierte Sausgruber den ehemaligen SPÖ-Verkehrsministern Handschlagqualität.

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