„Letzter Akt“ für Lauteracher Bahnhof

Bei einem VN-Lokalaugenschein erläutert Bgm. Rhomberg den Umfang der Arbeiten.
Bei einem VN-Lokalaugenschein erläutert Bgm. Rhomberg den Umfang der Arbeiten.
In die Gestaltung der Vorplätze werden bis Frühjahr 2015 noch einmal 2,5 Millionen Euro investiert.

Lauterach. (stp) Lokalaugenschein auf der Dauergroßbaustelle am Lauteracher Bahnhof – oder „Bahnhaltestelle Lauterach“, wie „der Bahnhof“ in ÖBB-Schreibweise richtig apostrophiert wird. Aber ob Bahnhof oder Bahnhaltestelle – für Lauterachs Bürgermeister Elmar Rhomberg ist es ein Meilenstein im Mobilitätskonzept der Gemeinde, denn hier wird nicht nur Bahn und Bus optimal und effizient vernetzt, auch „Bike & Train“ und in geringerem Umfang auch „Park & Ride“ wird in hohem Maße zur nachhaltigen und umweltgerechten Verkehrsbewältigung Raum gegeben.

Viel Geld investiert

Wie ernst es den Verantwortlichen der ÖBB mit diesem Konzept ist, zeigt der Umfang der Baustelle ebenso wie die veranschlagten 2,5 Millionen Euro, die allein in die Umfeldgestaltung des Bahnhofs investiert werden. Hinzu kommen noch knapp zwei Millionen Euro, die für die Radwegverbesserung aufgewendet werden. Bekanntlich wurde dabei der Radweg auf einer Länge von 250 Metern neu angelegt – einschließlich der 40 Meter langen Brücke – die Verlängerung zur Lerchenauerstraße auf dem bestehenden Fuß- und Radweg adaptiert und ein direkter Zugang zur Wohnanlage Fellentor geschaffen. „Ich bin fest davon überzeugt, dass dieses Geld gut investiert ist, denn wir machen damit einen großen Schritt zur Verlagerung auf den öffentlichen Personennahverkehr“, steht Bürgermeister Elmar Rhomberg hinter dem ambitionierten Vorhaben, das auch eine Erweiterung des Bahnangebots beinhaltet, denn mit einer direkten Verbindung von Lustenau-Hard-Dornbirn über Lauterach (ohne den Umweg Bregenz) wird die Bahn in diesem Bereich deutlich attraktiver.

Umfeld spielt mit

Mit der Hardware allein ist es aber nicht getan. Der Bahnhof Lauterach soll im Verein mit der Wohnanlage Fellentor ein neuer Ort der Begegnung werden. Einladend und attraktiv soll dieser durch eine entsprechende Gestaltung werden. Die im Bau befindlichen Vorplätze sollen diesbezüglich neue Maßstäbe setzen. Attraktive „Umstiegsmöglichkeiten“ sowohl vom Bus als auch vom Pkw und vor allem vom Fahrrad sollen den Bahnhof insgesamt in seiner Bedeutung aufwerten. Derzeit werden die Bereiche östlich der Bahn umgestaltet, denn „bei der Wohnanlage, wo das Zentrum der Vernetzung von Bus und Bahn installiert ist, müssen wir uns noch ein wenig gedulden, bis die Arbeiten an der Wohnanlage soweit fortgeschritten sind, dass wir auch hier loslegen können“, so Rhomberg. Im östlichen Bereich entstehen 24 Park & Ride-Stellplätze, Haltemöglichkeiten für Taxis und eine „Kiss & Ride-Zone“ (so bezeichnet wird das Abholen und Hinbringen zum Zug inklusive Abschieds- oder Begrüßungskuss) sowie mehr als 100 Abstellplätze für Fahrräder. 120 Fahrradstellplätze entstehen auf der Westseite der Bahn „und wenn es sich zeigt, dass noch mehr für Bike & Train notwendig ist, werden wir ganz sicher auch dafür noch Platz schaffen“, hofft Rhomberg, dass dieser Fall eintritt.

Bis Dezember nutzbar

Der Zeitplan sieht vor, dass die Hauptarbeiten bis zum Fahrplanwechsel im Dezember abgeschlossen werden. Dies auch deshalb, weil dann die derzeit noch provisorischen Bushaltestellen im Fellentor-Bereich in Betrieb gehen sollen. Die endgültige Fertigstellung des Projekts erfolgt im Mai 2015, dann wird u. a. die Asphalt-Deckschicht aufgebracht und das taktile Leitsystem für Blinde und sehbehinderte Menschen installiert sein.

Bitte um Geduld

Auch der Radweg samt dessen Herzstück, die 40 Meter lange Brücke, wird bis dahin fertiggestellt sein. „Diesbezüglich gibt es in der Bevölkerung immer wieder kritische Stimmen, weshalb der ,Rohbau‘ der Brücke seit über einem Jahr nicht fertiggestellt und in Betrieb genommen wird“, merkt Rhomberg beim VN-Lokalaugenschein an und bittet gleichzeitig um Geduld, denn „wir können den Radweg erst in Betrieb nehmen, wenn die Arbeiten an der Wohnanlage soweit gediehen sind, dass der Radweg, der ja durch diese Anlage führt, auch benützt werden kann. Jetzt würde er zwangsläufig am Zaun mit dem Schild ,Betreten der Baustelle verboten‘ enden.“

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