"Lesung im Dunkeln"

"Lesung im Dunkeln" - außergewöhnliche Veranstaltung im Rathaus Dornbirn.
"Lesung im Dunkeln" - außergewöhnliche Veranstaltung im Rathaus Dornbirn. ©edithhaemmerle
„Lesung im Dunkeln“

Sichtbare Armut – unsichtbare Armut – eine Lesung der anderen Art wurde am 10. März im Rathaus Dornbirn veranstaltet.

Dornbirn. Bei der “Lesung im Dunkeln” bekamen die Gesichter – trotz Dunkelheit – Konturen. Bei einer gemeinsamen Veranstaltung der IfS-Schuldenberatung, der Stadt Dornbirn, des Stadtarchivs und des Vorarlberger Blinden- und Sehbehindertenverbandes, wurde auf sichtbare und unsichtbare Armut hingewiesen. Außergewöhnliche Texte – die das Leben schrieb – gelesen in völliger Dunkelheit von blinden und sehbehinderten Menschen.

Sichtbar – unsichtbar
Herta Gächter, Dietmar Habisch, Silvia Habisch, Karlheinz Ritter und Julia Schneider trugen Texte von Armutsbetroffenen aus der Vergangenheit und Gegenwart vor. “Eher kommt ein Reicher in den Himmel als ein Armer in ein Geschichtsbuch” – mit dieser geänderten Form der bekannten Bibelstelle, erklärte Werner Matt, Leiter des Stadtarchivs Dornbirn, die besondere Darstellung von Armut. Anhand weniger historischer Quellen sollen jene Menschen, die hinter den Fakten stehen, erkennbar und Personen, die heute von Armut betroffen sind, sichtbar gemacht werden, ohne deren Integrität oder Anonymität zu verletzen”, so Matt.

Aus Geschichte lernen
“Und weil die Geschichte ja auch dazu da ist, um aus ihr zu lernen, kann die IfS-Schuldenberatung beinahe nahtlos an die Geschichten und Gesichter der Armut anknüpfen”, schildert Peter Kopf (GF IfS-Schuldenberatung) die Situation. Kopf bedankte sich für die Unterstützung seitens der Stadt Dornbirn bei
Bürgermeister Wolfgang Rümmele und bei den IfS-Mitarbeitern, Stadträtin Marie-Louise Hinterauer, Christine Breznik und Ottmar Krämer, für die Idee und Organisation des Vortragsabends.

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