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Leitmotto heißt Leid lindern

Feldkirch - Seinen Umsatz auf 13 Mill. Euro beinahe verdoppeln wird heuer das erst 2000 gegründete, international erfolgreich agierende Medizintechnikunternehmen A.M.I. (Agency for Medical Innovations) GmbH.

Die von A.M.I. entwickelten und produzierten chirurgischen Instrumente und Behandlungsmethoden revolutionier(t)en vor allem die Therapie so genannter „Volksleiden“ wie Hämorrhoiden, Inkontinenz oder krankhafte Fettleibigkeit – dank der seit Unternehmensgründung gültigen A.M.I.-Maxime, Patienten zu schonen, zu entlasten, den Eingriff und Heilungsverlauf zu minimieren bzw. zu optimieren.

„Unseren Wachstumsschub im laufenden Geschäftsjahr verdanken wir einer generellen Ausweitung der Vertriebsaktivitäten ebenso wie dem erfolgreichen Eintritt in neue Märkte, der teils aufwändige gesetzliche Registrierungen im Vorfeld erforderte. Auch eines unserer neuesten Hightech-Produkte – die selbstauflösende Befestigungsvorrichtung EasyTac, die statt der bisher üblichen Metallklammern zum Fixieren von Kunststoffnetzen nach Leisten- oder Narbenbrüchen an der Bauchdecke dient – wurde zum Umsatztreiber, nachdem wir mit einem multinationalen US-Konzern ins Geschäft gekommen waren.“ Das berichteten heute in der Firmenzentrale in Gisingen die A.M.I.-Geschäftsführer Ing. Walter Egle (CEO) und Dr. Eduard Zehetner (CFO) – Letzterer ist erst diesen Monat vom RHI-Vorstandsbüro in Wien in die A.M.I.-Chefetage im äußersten Westen gewechselt.

Philosophie der A.M.I., die 2008 mit einer Standorterweiterung ihre Produktionskapazität verdoppeln und dazu 20 neue Mitarbeiter einstellen will: Eingeführte, bewährte Produkte laufend verbessern und parallel dazu neue Technologien am Markt lancieren, im Schnitt vier Produkte pro Jahr. Als Beispiele dafür nannten Egle und Zehetner einerseits eine neue „Port-Technologie“, die bei der subkutanen Verabreichung von Chemotherapien für die punktgenaue Positionierung jener Schlauchspitze sorgt, über welche die „Chemo“ in die Blutbahn geleitet wird. Andererseits verwiesen die A.M.I.-Chefs auf ein neues Instrument namens VeinX – es halbiert die Anzahl jener Hautschnitte, die ein Chirurg bisher ausführen musste, um die „Seitenäste“ von Krampfadern aus dem Gewebe zu entfernen.

Der Eintritt eines neuen CFO ist auch Indiz dafür, wohin sich A.M.I. entwickeln möchte. Nämlich zu einem mittelgroßen, international beachteten Player im eigenen Segment, der organisch und über Akquisitionen zu branchenrelevanter Größe wachsen soll. „Intern haben wir unsere Strukturen auf dieses Ziel ausgerichtet. Um unsere Innovationskraft auch in größerer Konfiguration ausspielen zu können, möchten wir unser Unternehmen börsereif machen, wobei dieser Schritt in zwei bis drei Jahren angedacht ist“, kündigte Zehetner an.

Um auch bei Produktentwicklung und Engineering angemessene Schwerpunkte setzen zu können, sucht das Medizintechnikunternehmen „dringendst“ (Egle) Entwicklungsingenieure – FH-Absolventen, Uni-Abgänger mit Mechatronik- oder Maschinenbau-Background oder auch klassisch dual ausgebildete Könner. „Egal mit welcher Grundqualifikation diese bei uns anheuern – es bedarf jedenfalls weiterer 6 bis 12 Monate, um sie mit unseren medizinmarkt-spezifischen Kriterien vertraut zu machen“, vervollständigte Egle das Anforderungsprofil. Auch A.M.I. ist ständig im deutschen, im gesamteuropäischen Umfeld auf Spezialistensuche.

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