AA

Leichtes Zittern und Herzklopfen bei erster Trauung

Eine strahlende Standesbeamtin gratuliert einem strahlenden Brautpaar. Für Nina Heinzle war es die erste Trauung.
Eine strahlende Standesbeamtin gratuliert einem strahlenden Brautpaar. Für Nina Heinzle war es die erste Trauung. ©edithhaemmerle
Nina Heinzle verstärkt als neue Standesbeamtin das Team im Rathaus Dornbirn.
Leichtes Zittern und Herzklopfen bei erster Trauung

Dornbirn (EH) Ihr Gesicht strahlt, als sie aus dem Trauungsraum kommt. Das Strahlen lässt darauf schließen, dass ihre erste Trauung gut gelungen ist. „Ich hörte mein Herz klopfen und meine Hände haben leicht gezittert“, gibt die junge Standesbeamtin nach der Premiere preis. Am Freitag, 2. Juni, um 16 Uhr hat Nina Heinzle ihr erstes Paar zur Trauung empfangen. Als Sabrina Hödl aus Dornbirn und Michael Beer aus Hittisau von der Standesbeamtin begrüßt wurden, wussten sie nicht, dass es ihre Premiere war. „Ich habe es dem Paar vorher bewusst nicht gesagt, sonst wäre ich noch nervöser gewesen“, erzählt sie hinterher. Und eine gewisse Erleichterung ist erkennbar. Denn schließlich ging sie gut vorbereitet in den Raum. Die Rede, die sie für ihr erstes Brautpaar verfasst hat, hat sie mehrmals durchgelesen. Das glücklich vermählte Paar war jedenfalls nach der Trauung vollauf begeistert. Das leichte Zittern ihrer Standesbeamtin haben die beiden ob der Aufregung ihres besonderen Tages nicht bemerkt. Ein weiteres Kompliment kam von Helmut Hödl, dem stolzen Brautpapa, der die Feier mit einer jungen Standesbeamtin sehr erfrischend fand. Mit 22 Jahren zählt die frischgebackene Standesbeamtin jedenfalls zu den jüngsten im Land.

Verstärkung im Team

Nun verstärkt sie gerne ihre erfahrenen Kollegen im Rathaus Dornbirn. Mit Reinhard Weiß, der bereits unzählbare Trauungen vorgenommen hat, Edith Riezler, Irene Bitschnau und Martin Schwendinger, ist Nina Heinzle nun die fünfte im Bunde. „Ich wurde herzlich aufgenommen und habe auch wertvolle Tipps für meine erste Trauung bekommen“, ist Heinzle den Kollegen dankbar. Einmal habe sie geprobt, gesteht sie lachend ein. Elmar Schwendinger, ihr Chef, war sozusagen das Brautpaar. Doch eine Probe sei mit der Realität nicht zu vergleichen. „Bei der Probe war ich überhaupt nicht aufgeregt. Das habe ich locker gemacht.“ Das sei eben mit dem „Ernstfall“ nicht zu vergleichen, meint sie. Heinzle ist jedenfalls keine Neue im Rathaus. Mit 18 hat sie im Meldeamt begonnen. Für ihre Berufsausübung hat sie vorher die Lehre zur Verwaltungsassistentin absolviert. Nach der weiteren Ausbildung zur Standesbeamtin übt sie ihre Tätigkeit im Meldeamt nach wie vor weiter aus.

„Das Leben ist schön“

Frischen Wind und die nötige Abwechslung bringt dann wieder ein neues Brautpaar in den Berufsalltag hinein. Standesbeamtin sei für sie der ideale Nebenjob. „Man ist mit glücklichen Menschen zusammen, die gerade ein schönes Fest feiern“, schwärmt sie von ihrer neuen Herausforderung. Ein kleines Tattoo auf dem Arm der jungen Dornbirnerin lässt darauf schließen, dass sie dem Leben positiv gegenüber steht. „La vie est belle“, auf Deutsch: „Das Leben ist schön“. Ihre Lebensphilosophie strahlt sie jedenfalls aus und diese will sie auch in ihren neuen Job einfließen lassen. In ihrer Freizeit steht Wandern ganz oben. Das natürlich nicht ohne ihren „Goldi“. Ferrero heißt ihr Begleiter, ein Golden Retriever. „Den mag ich besonders gern“, verrät sie abschließend. Und nach der gelungenen beruflichen Premiere und weil für sie das Leben schön ist, freut sie sich auf das nächste Brautpaar, das sie vermählen wird. Und wer weiß, vielleicht wird auch sie eines Tages auf der anderen Seite im Trauungsraum stehen.

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Dornbirn
  • Leichtes Zittern und Herzklopfen bei erster Trauung