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Lehrstellenakquisiteur engagiert

Zur Aufhebung des Lehrstellenmangels in Vorarlberg und  zur Optimierung des Potenzials an Ausbildungsbetrieben wurde ein Akquisiteur eingestellt. Download [DOC 33,5 KB]

Um den Lehrstellenmangel in Vorarlberg zu beheben und gleichzeitig das Potenzial an Ausbildungsbetrieben zu optimieren, haben die Wirtschaftskammer Vorarlberg (WKV) und die Vorarlberger Landesregierung einen so genannten Lehrstellenakquisiteur eingestellt: Der langjährige Lehrlingsausbildner und ehemalige Vorsitzende der Lehrprüfungskommission im Handel, Mag. Dr. Karl Pichler (53), nimmt seiner Arbeit sofort auf. Angesiedelt ist die von WKV, Land, Arbeitsmarktservice (AMS) und Bund finanzierte Stelle bei der Wirtschaftskammer in Feldkirch.

Pichler sei „genau der richtige Mann für diese Aufgabe“, sagten WKV-Präsident Kuno Riedmann und Landeshauptmann Herbert Sausgruber heute, Freitag, Mittag bei der Präsentation des Lehrstellenakquisiteurs in Feldkirch. Vom Lehrstellenakquisiteur erhoffe er einen positiven Effekt am Jugendarbeitsmarkt, sagte Sausgruber. Pichler solle „versuchen, noch mehr Unternehmen für die Beschäftigung von Lehrlingen zu gewinnen, ihnen bei bürokratischen Dingen eine Hilfe sein und bei Schwierigkeiten mit dem Lehrling eine Überführung in das Auffangnetz ermöglichen“. Die Landesregierung sehe die Jugendarbeitslosigkeit mit Sorge. Primäres Anliegen müsse es sein, der Jugend eine Perspektive zu bieten, und das heiße in diesem Fall, Ausbildungs- und Arbeitsplätze zu schaffen und zu sichern, bekräftigte der Landeshauptmann.

WKV-Präsident Riedmann wies darauf hin, dass die Wirtschaft Vorarlbergs größter Ausbilder ist. Derzeit absolvieren im Ländle 7.200 Jugendliche eine Lehre. Beim AMS sind aktuell 129 offenen Lehrstellen gemeldet, dem stehen 135 Jugendliche gegenüber, die noch eine Lehrstelle suchen. Rund 2.300 Vorarlberger Unternehmen bilden im Moment Lehrlinge aus, „theoretisch könnten doppelt so viele Betriebe ausbilden, tun es aber aus verschiedensten Gründen nicht“, sagte Riedmann. Es sei nun Aufgabe des Lehrstellenakquisiteurs, den Unternehmern die Bedeutung der Lehre auch für ihren Betrieb deutlich zu machen, aber auch die Gründe zu erforschen, wieso sie bisher nicht ausbilden.

Der neue Vorarlberger Lehrlingsakquisiteur Pichler stammt aus Tschagguns im Montafon. Nach dem Studium arbeitete er bei Banken im In- und Ausland, bevor er 1981 bei der Konsumgenossenschaft Montafon eintrat. Von 1983 bis 2003 war er Geschäftsführer, Vorstandsmitglied bzw. -vorsitzender der Genossenschaft, zuletzt Unternehmensberater. „Mehr als 200 Jugendliche habe ich ausgebildet, davon haben viele die Lehre mit Auszeichnung abgeschlossen“, erinnerte Pichler an seine einschlägige Erfahrung.

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