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Lehre für zahnärztliche AssistentInnen kommt

Feldkirch - Dieser Kampf hat sich gelohnt: Vor fast genau zwei Jahren hat AK-Präsident Hubert Hämmerle im Rahmen einer Pressekonferenz die Einführung einer dualen Ausbildung für zahnärztliche Assistentinnen gefordert.

Nach vielen Verhandlungen und Diskussionen war es gestern endlich so weit: Der Bundes-Berufsausbildungsbeirat hat grünes Licht für den Lehrberuf „Zahnärztliche Fachassistenz“ gegeben. Hämmerle in einer ersten Stellungnahme: „Das ist wahrlich ein guter Tag – für unsere Jugend, für die duale Ausbildung aber auch für die Zahnärzte, die von diesem Lehrberuf ebenfalls profitieren und natürlich auch für uns als Arbeitnehmervertreter.

Bisher bestand die Ausbildung zum/zur zahnärztlichen Assistenten/Assistentin in Österreich aus drei Jahren praktischer Tätigkeit bei einem Zahnarzt und einem einjährigen Kurs an einer Helferschule, der von den Zahnärztekammern der einzelnen Bundesländer angeboten wird. Was bisher aber fehlte ist eine klare gesetzliche Regelung über Ausbildungsinhalte und andere Berufsbedingungen. Es wurden nur Ausbildungszeiten und Rahmenbedingungen für die Inhalte vorgeschrieben. Auch eine staatlich anerkannte Prüfung fehlte.

Durch den Lehrberuf „Zahnärztliche Fachassistenz“ haben Jugendliche nun die Gewähr, dass
• die Berufsausbildung rechtlich anerkannt wird,
• es zu einer Hebung der Ausbildungsqualität kommt,
• es Rechtssicherheit z. B. über die Ausbildungskostenrückerstattung gibt
• den – überwiegend weiblichen – Jugendlichen mehr berufliche Perspektiven eingeräumt werden.

Die praktische Ausbildung erfolgt durch die Beschäftigung bei einem Facharzt für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde, Zahnarzt, Dentist oder an einer zahnärztlichen Uni-Klinik. Die theoretische Ausbildung erfolgt in einem anerkannten Fachkurs. Präsident Hämmerle: „Der Lehrberuf zahnärztliche Fachassistenz bringt neben einer arbeitsrechtlichen Absicherung auch größere soziale Sicherheit und wesentliche bildungspolitische Vorteile für die jungen Menschen. Zum Beispiel besteht in Zukunft nach erfolgreiche abgelegter Lehrabschlussprüfung die Möglichkeit, auch die Berufsreifeprüfung zu absolvieren.“

Zwar fehlt für die Einführung des Lehrberufs noch die Verordnung durch den Bundesminister, dies dürfte aber nur mehr eine Formsache sein.

Quelle: AK Vorarlberg

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