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Leclerc vor Vettel Trainingsschnellster in Hockenheim

Leclerc hängte Lokalmatador Vettel noch ab
Leclerc hängte Lokalmatador Vettel noch ab ©APA (dpa)
Im Hitze-Warmup von Hockenheim hat Sebastian Vettel seinen Formel-1-Fans Hoffnung auf den ersehnten Premierensieg in der Heimat gemacht. Der in der WM-Wertung abgeschlagene Ferrari-Pilot musste sich am Ende des ersten Trainingstags zum Grand Prix von Deutschland am Freitag nur seinem Stallrivalen Charles Leclerc aus Monaco geschlagen geben.
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Nach seiner Bestzeit am Vormittag hatte der Deutsche einen Rückstand von gerade 0,124 Sekunden auf Leclerc, der für seine schnellste Runde auf dem nordbadischen Kurs 1:13,449 Minuten benötigte. WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton (0,146) landete ganz dicht hinter dem Lokalmatador auf dem dritten Platz. Sein finnischer Mercedes-Kollege Valtteri Bottas (0,662) raste nach einem unbeabsichtigten Ausflug ins Kiesbett im ersten Training am Ende unmittelbar vor Red-Bull-Pilot Max Verstappen (0,684) auf Rang vier.

Einen heftigen Crash leistete sich Pierre Gasly gegen Ende der zweiten Einheit, als er auf der Start-Ziel-Geraden mit seinem Red Bull in die Mauer krachte, aber im Gegensatz zu seinem Boliden unbeschadet blieb. Der Franzose wurde deshalb nur 15. bei Asphalttemperaturen von 50 Grad und einer Außentemperatur von 38 Grad Celsius.

Vettel konnte dagegen sein Programm vor noch spärlich gefüllten Tribünen augenscheinlich ohne Probleme abspulen. Seinem Nürburgring-Erfolg von 2013 würde der seit fast einem Jahr sieglose Hesse nun zu gerne auch einen Triumph unweit seiner Heimatstadt Heppenheim folgen lassen. Die Krise bei Ferrari hat aber auch ihn voll erwischt.

Hamilton betrachtet Vettel folgerichtig nicht mehr als ersten WM-Rivalen. Zumindest "derzeit nicht", sagte der Engländer, denn der Deutsche ist aktuell nur Vierter - mit einem Rückstand von bereits 100 Punkten auf den Titelverteidiger und nur drei Zählern Vorsprung auf seinen Stallrivalen Leclerc. "Er hat einen neuen Youngster neben sich, der einen tollen Job macht", sagte Hamilton über den Monegassen, der in den vergangenen drei Rennen stets vor Vettel landete. "Es scheint so, als hätte er nicht die einfachste Zeit."

Mit dieser Einschätzung von Vettels Situation liegt der fünffache Weltmeister natürlich richtig. Sein Respekt vor Vettel ist aber ungebrochen. "Menschen werden leicht vergesslich, ich sehe ihn als viermaligen Weltmeister und ausgezeichneten Konkurrenten", betonte Hamilton. "Man muss damit rechnen, dass er stark zurückkommt."

Genauso sieht das auch Mercedes-Teamchef Toto Wolff. "Ich habe keinen Grund zu glauben, dass er nicht zu alter Stärke zurückfindet", befand der Wiener, der auch zur Situation um Hamiltons künftigen Teamkollegen befragt wurde. "Für uns geht es nicht nur darum, die richtige Entscheidung für das nächste Jahr zu treffen, sondern auch darum, nach vorne zu schauen", erklärte Wolff.

Zur Wahl steht neben dem aktuellen WM-Zweiten Bottas, der am 28. August seinen 30. Geburtstag feiert, auch der französische Ersatzpilot Esteban Ocon, der am 17. September 23 Jahre alt wird. "Es könnte interessant sein, einen jungen Mercedes-Fahrer in das Auto zu setzen", meinte Wolff. "Aber andere Teams interessieren sich für Ocon. Und wir müssen uns Zeit nehmen, um eine Entscheidung zu treffen (...), nicht nur in unserem Interesse, sondern auch im Interesse von Esteban."

(APA/dpa)

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