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Lebenszeichen von Ägyptens Aktivisten Abd el-Fattahh

Nach langem Warten hat die Familie des inhaftierten ägyptischen Aktivisten Alaa Abd el-Fattah ein Lebenszeichen des 40-Jährigen erhalten. "Ein Lebenszeichen, endlich", twitterte seine Schwester Sanaa Seif am Montag. Sein Anwalt Khaled Ali schrieb auf Facebook, Abdel Fattah habe in einem auf den 12. November datierten Brief an seine Familie geschrieben, dass es "ihm gut gehe, er unter medizinischer Aufsicht stehe und wieder damit begonnen habe, Flüssigkeit zu sich zu nehmen".

Der Brief sei ihm und der Mutter des Inhaftierten ausgehändigt worden, als sie am Montag Abd el-Fattah im hundert Kilometer nordwestlich von Kairo gelegenen Wadi el-Natrun-Gefängnis aufsuchen wollten, schrieb der Anwalt. Seine Schwester Sanaa bestätigte auf Twitter: "Das ist definitiv seine Handschrift."

Der Blogger und Demokratie-Aktivist Abdel Fattah, der sich seit sieben Monaten im Hungerstreik befindet, hatte zum Beginn der Weltklimakonferenz COP27 am 6. November im ägyptischen Sharm el-Sheikh damit begonnen, die Nahrungsaufnahme komplett zu verweigern und auch keine Flüssigkeit mehr zu sich zu nehmen. Seither hatte die Familie von den Behörden vergebens ein Lebenszeichen von ihm eingefordert.

Angesichts der Weltklimakonferenz erfährt der Fall Abd el-Fattah große Aufmerksamkeit. Das Weiße Haus äußerte sich "zutiefst besorgt" über den Gesundheitszustand des Aktivisten. Deutschlands Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hatte bei seinem Besuch in Sharm el-Sheikh dessen Freilassung gefordert.

Abd el-Fattah war eine wichtige Figur des Arabischen Frühlings 2011 in Ägypten - der Revolution, die zum Sturz des langjährigen Machthabers Hosni Mubarak führte. Der Aktivist und Blogger wurde 2021 zu fünf Jahren Haft verurteilt. Inhaftiert ist er bereits seit 2019. Abdel Fattah soll "Falschinformationen" verbreitet haben - ein in Ägypten gängiger Vorwurf gegen Regierungskritiker.

(APA/AFP)

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