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Lebenshilfe: Praktika mal drei in Lustenau

Marco Gruber (27) bei seinem Praktikum bei der Firma Alge Elastic in Lustenau.
Marco Gruber (27) bei seinem Praktikum bei der Firma Alge Elastic in Lustenau. ©Lebenshilfe

Lustenau. Am 1. Mai wurde der “Tag der Arbeit” gefeiert. Einen nach Neigung und Eignung passenden Job zu finden, ist jedoch für viele junge Menschen nicht leicht. Für Jugendliche mit Behinderungen ist es aber oft noch einmal schwerer, denn sie haben bei der Jobsuche zusätzlich mit Vorurteilen und Barrieren zu kämpfen.

Mit ihrer Dienstleistung “Jobwärts” versucht die Lebenshilfe Vorarlberg bei diesem Start ins Berufsleben eine individuelle Unterstützung zu bieten und andererseits in der Vermittlung einer fixen Anstellung zu begleiten. “Jobwärts”-Teilnehmer Marco Gruber konnte in den vergangenen Monaten gleich drei Praktika bei Unternehmen in seinem Heimatort Lustenau absolvieren.

Drei Tage lang hat Marco Gruber Ende Februar 2011 im Rahmen von “Jobwärts” bei der Firma Alge Elastic “geschnuppert”. Zu den Aufgaben des 27-Jährigen gehörte das Sortieren und Verpacken von Ärmelbündchen, die später für die Herstellung von Hosen und Jacken verwendet werden. “Marco hat sehr fleißig gearbeitet”, lobt ihn Petra Rübsamen, Abteilungsleiterin bei Alge, einem langjährigen Partner der Lebenshilfe Vorarlberg. “Er hat seine Arbeit zu 90 Prozent selber gemacht und einen guten Eindruck bei uns hinterlassen.” Marcos Fleiß lässt sich auch in Zahlen ausdrücken: über 100 Verpackungen hat er nämlich pro Stunde geschafft. Seit elf Jahren ist Marco Gruber in der Fachwerkstätte Dornbirn beschäftigt. Der Tapetenwechsel hat ihm gut gefallen: “Es war schön, eine neue Umgebung und neue Menschen kennenzulernen. Für die Arbeit selbst habe ich wirklich viel Fingerspitzengefühl gebraucht – das war toll.”

Druckerei und Kartonagen
Auch bei zwei weiteren Lustenauer Traditionsunternehmen durfte Marco Gruber für kurze Zeit seine Talente unter Beweis stellen. Bereits Ende 2010 absolvierte er ein dreitägiges Praktikum bei der Buchdruckerei Lustenau. Dabei musste er unter anderem Plastikleisten auf Schreibtischunterlagen kleben, was millimetergenaues Arbeiten erforderte. Auch um das Verpacken musste er sich kümmern. Am Ende des Tages hatte Marco 200 Kalender versandbereit gemacht, an einem anderen Tag faltete er mühelos rund 1.000 Etiketten. Zu Jahresbeginn hat Marco einen Vormittag bei der Firma Bayer-Kartonagen mitgearbeitet, wo er die ihm gestellten Aufgaben ebenfalls mit Bravour erfüllte.

Anstellung als Ziel
“Mit den Schnupperpraktika soll einerseits aufgezeigt werden, dass Marco ein talentierter junger Mann ist, und andererseits soll damit auch der Weg zu einer Anstellung, in welcher Form auch immer, geebnet werden”, sagt Lebenshilfe-Mitarbeiter Andreas Pap, der Jugendliche bei der Dienstleistung “Jobwärts” begleitet und unterstützt. Die Praktika hätten gezeigt, dass Marco Gruber den Anforderungen eines Arbeitsplatzes in der Wirtschaft durchaus gerecht werden könne, so Pap weiter. “Bei zunehmender Sicherheit kann Marco schneller neue Aufgaben meistern, als bisher gedacht. Das macht ihn natürlich flexibler und erhöht seine Chancen auf eine Anstellung.”

“Jobwärts” – Begleitung und Unterstützung
Jobwärts ist eine Dienstleistung der Lebenshilfe Vorarlberg, durch die vor allem junge Menschen mit Behinderungen auf der Suche nach geeigneten Arbeitsplätzen unterstützt und nach der erfolgreichen Vermittlung auf einen integrativen Arbeitsplatz begleitet werden. Interessenten von Jobwärts sind Menschen mit Behinderungen, die maximal 50 Prozent Leistungsfähigkeit aufbringen, aber an einem integrativen Arbeitsplatz arbeiten können und wollen. Während der Vermittlungsphase, die bis zu einer Anstellung dauert, bekommen Jobwärts-NutzterInnen auch eine Arbeitsdienstleistung der Lebenshilfe finanziert. Sobald sie von einem Betrieb angestellt werden, erhält der Arbeitgeber von Seiten des Landes einen Mentoren- und einen Lohnkostenzuschuss. Das Land Vorarlberg bezahlt daneben eine stundenweise Betreuung, die der Arbeitsplatzsicherung dient und von den WegbegleiterInnen des Verbundes “Orientieren & Vermitteln” übernommen wird.

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