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"Leben wie zu Omas Zeiten"

Buch - "Bei uns auf dem Martinshof leben die Hühner noch wie zu Omas Zeiten", so Bertram Martin. Um sechs Uhr morgens krähen die sieben Hähne des Hofes und das Licht im Stall geht an.  

Die Hühner auf den Schlafstangen erwachen. Der Tag kann beginnen.

Nach einer Stärkung durch eine rein pflanzliche Getreidemischung und Wasser machen sich die Hühner an die Arbeit. Die 3500 Hennen legen täglich 3200 Eier in die sogenannten Familienlegenester. „Hühner sind Rudeltiere und legen ihre Eier lieber in Gesellschaft“, so der Experte. Ist das Ei einmal gelegt, rollt es vom schrägen Nestboden auf ein Förderband und wird aus dem Stall transportiert. Auf diese Weise nimmt das Ei keinen Stallgeruch an und ist sauber. Und tatsächlich, zahlreiche Eier werden über das Band aus den Ställen befördert, begutachtet und in Kartons gelegt. „Nur einige wenige Hennen legen ihre Eier außerhalb der Nester“, sagt Martin. Dort wo die Henne ihr erstes Ei legt, legt sie alle anderen. „Darum wird die junge Henne, die das Nest nicht von selbst findet, vor dem ersten Eierlegen in ein Nest getragen“, so der Fachmann.

Täglich um 9.15 Uhr öffnen sich die Auslaufklappen des überdachten Wintergartens. Von dort aus gelangen die Tiere in den 50.000 Quadratmeter großen Auslauf. Auf dem Feld tummeln sich zahlreiche Hühner. Sie gackern, picken, scharren und laufen kreuz und quer. Plötzlich ein Geräusch. Alle Hühner laufen aufgeregt in Richtung Stall. Ein Arbeiter leert Kies aus einer Schubkarre auf den Boden. Das Geräusch ist für das menschliche Ohr kaum hörbar. „Meine Hühner sind sehr neugierig“, lacht Martin.

Während die Hühner auf dem Feld vom Osterstress scheinbar nichts mitbekommen, herrscht im Inneren des Hofes Hochbetrieb. Hier stapeln sich die Eierkartons und warten auf ihren Abtransport in die Sutterlüty- und Merkurfilialen im Ländle. „Unsere Eier gelangen direkt vom Bauern in den Handel, dadurch ist die Frische unseres Produktes gewährleistet“, so Martin. Auch auf Umweltschutz wird großen Wert gelegt. Zum Transport wird das bereits bestehende Netz der Ländle-Logistik genutzt. Das heißt, dass die Martinshof-Eier nicht mit eigenen Autos, sondern gemeinsam mit den Ländle-Produkten ausgeliefert werden.

Hinter einer weiteren Tür im Inneren des Hofes verbirgt sich eine kleine „Osterwerkstätte“. Hier lagern bunt bemalte Ostereier. „Ich habe in Ravensburg eine kleine Färberei entdeckt, in der wir nun die Martinshof-Eier färben lassen“, schmunzelt der Hühner-Liebhaber. Auch beim Färben sind ihm kurze Distanzen zu Gunsten der Frische wichtig. „Außerdem weiß ich in Ravensburg, dass ich auch meine Eier wieder zurückbekomme“, so Martin. Zwei Mitarbeiter sind damit beschäftigt, die frisch gefärbten Eier mit Hilfe von Saugglocken in Eierschachteln abzufüllen. In kräftigen Farben leuchten die bunten Eier aus den Schachteln. „Durch unsere spezielle Lagermethode lassen sie sich ganz leicht schälen“, verspricht der Fachmann.

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