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Leasing-Markt 2008: Stabiles Wachstum trotz Finanzkrise

Schwarzach - Die heimische Leasing-Branche ist im vergangenen Jahr um rund vier Prozent gewachsen und zieht daher trotz Finanzkrise positive Bilanz. Den größten Leasing-Anteil bei Kfz gibt es in Wien (45,1 Prozent), gefolgt von Vorarlberg mit 43,4 Prozent.

2008 konnten die österreichischen Leasing-Firmen ein Neugeschäft von rund 6,9 Mrd. Euro erzielen. Das Gesamtvolumen aller Leasingverträge beträgt damit 23,8 Mrd. Euro. “Leasing wird gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten von Unternehmen als alternativer Weg zur Finanzierung dringend notwendiger Investitionen gesehen”, erklärt Rudolf Fric, Präsident des Leasing-Verbandes, das Ergebnis.

Die Attraktivität für Unternehmen besteht vorwiegend darin, mit Leasing die eigene Liquidität und das Rating zu verbessern: Da die geleasten Güter im Eigentum der Leasing-Firma verbleiben, belasten sie nicht die Bilanz des eigenen Unternehmens. In bestimmten Bereichen verzeichnet die Leasing-Branche auch zu Jahresbeginn 2009 eine stärkere Nachfrage bei Leasing-Finanzierungen. Fric: “Durch das steigende Interesse der Wirtschaft an Leasing entwickelt sich der Markt derzeit stabil.”

Kfz: Vier von zehn Kraftfahrzeugen mit Leasing finanziert

Das heimische Kfz-Leasing konnte beim Neugeschäft gegenüber dem Vorjahr um 4,2 Prozent zulegen und hat damit ein Gesamtvolumen von 7,6 Mrd. Euro erreicht. Auch der Anteil von Leasing an allen Neuanschaffungen ist gegenüber dem Vorjahr gestiegen: Vier von zehn Kraftfahrzeugen werden über Leasing finanziert. Die Zuwächse gehen auf Neugeschäft bei Unternehmenskunden (+7,5 Prozent) zurück. Bei den Privatkunden verzeichnet die Branche ein leichtes Minus von 1,9 Prozent gegenüber 2007. Den größten Leasing-Anteil bei Kfz gibt es in Wien (45,1 Prozent) und Vorarlberg (43,4 Prozent).

Im Bereich des Fuhrparkmanagements kann die Leasingbranche auf ein besonders erfolgreiches Jahr zurückblicken. Das im Inland verzeichnete Neugeschäftsvolumen wurde um 19,9 Prozent auf 548,4 Mio. Euro gesteigert. Die Anzahl der Verträge hat sich um 14,7 Prozent auf 30.641 erhöht.

Gebrauchsgüter: Gemeinden setzen verstärkt auf Leasing

Das Leasing von “Mobilien” (Maschinen, Flugzeuge etc.) konnte beim Neugeschäft in Österreich mit einem Plus von 4,8 Prozent am meisten zulegen. Hauptverantwortlich für das Wachstum ist der Bereich Flugzeuge (75,4 Prozent). Das Gesamtvolumen aller geleasten Gebrauchsgüter verbuchte 2008 eine Steigerung auf 4,4 Mrd. Euro.

Bei den Kundengruppen verzeichneten sowohl Kommerzkunden (4,8 Prozent) als auch Gemeinden (14,5 Prozent) Steigerungen gegenüber 2007. In der Bundesländer-Statistik nimmt Wien mit einem Anteil von 33,3 Prozent am Neugeschäftsvolumen weiterhin klar die Spitzenposition ein. Auf den Rängen 2 und 3 befinden sich Oberösterreich (13,9 Prozent) und Niederösterreich (12,9 Prozent).

Immobilien: Mehr Büros, weniger Hotels

Innerhalb des Immobilien-Sektors kam es 2008 in Österreich zu deutlichen Verschiebungen: Das Leasing von Bürogebäuden wurde mit 260 Mio. Euro mehr als verfünffacht, ebenso übertrafen Industriebauten (56,3 Prozent) und öffentliche Bauten (30,2 Prozent) den Vorjahreswert deutlich. In der Sparte Hotel/Freizeitgebäude gab es hingegen eine Reduktion um 53,8 Prozent. Wien ist mit einem Anteil von 32,3 Prozent der größte Markt, gefolgt von Oberösterreich (21,4 Prozent) und Niederösterreich (19,1 Prozent).

Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen konnte das Neugeschäft beim Immobilien-Leasing im abgelaufenen Jahr um 2,4 Prozent auf mehr als 1,4 Mrd. Euro gesteigert werden. Das Gesamtvolumen der Immobilien-Projekte beträgt zur Jahresbilanz 12 Mrd. Euro.

 

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