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Le Pen kann antreten

Der Rechtsextremist Jean-Marie Le Pen kann nach eigener Darstellung bei der französischen Präsidentschaftswahl am 21. April antreten. Er habe 503 Unterschriften vorgelegt.

Er habe dem Verfassungsrat 503 Unterstützungsunterschriften vorgelegt, sagte der Vorsitzende der Nationalen Front am Dienstag in Paris. „Ich werde Kandidat sein.“

Für eine Kandidatur mussten Politiker bis Dienstag um Mitternacht mindestens 500 Unterschriften von Mitgliedern gewählter Körperschaften (Parlament, Wirtschafts- und Sozialräte, Regionalräte, Bürgermeister) sammeln. Le Pen hatte Staatspräsident Jacques Chirac vorgeworfen, Druck auf die Kommunalpolitiker auszuüben, um ihn von der Wahl auszuschließen.

Laut Umfragen kann der 73-Jährige mit bis zu 13 Prozent der Stimmen rechnen. Bei den Präsidentschaftswahlen von 1988 und 1995 erreichte er 14,4 beziehungsweise 15 Prozent. Auch der zweite rechtsextremistische Kandidat, Bruno Megret, hat nach eigenen Angaben die Hürde beim Verfassungsrat genommen.

Der Verfassungsrat will nach Prüfung aller Unterschriften am Freitag die Liste der Kandidaten für den ersten Wahlgang am 21. April veröffentlichen. Bei der Stichwahl am 5. Mai treten die beiden Bestplatzierten an, aller Wahrscheinlichkeit nach werden dies der amtierende Staatspräsident Jacques Chirac und Premierminister Lionel Jospin sein.

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