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Le Duigou als "Drei-Länder-Duft"

Götzis - In fünf Jahren etwa verdoppeln, im etwas weiter ausgelegten Horizont sogar verdreifachen will das Parfumerie- und Kosmetikunternehmen Le Duigou die Anzahl seiner Standorte. Unternehmen

Geschäftsführer Andrè Le Duigou begründet dies mit dem Bemühen, als Einkäufer zur notwendigen „kritischen Größe“ zu wachsen, aber auch mit dem Erfolgspotenzial, das im Bodenseeraum noch gehoben werden kann.

„Wir haben den süddeutschen und Ostschweizer Raum sehr sorgfältig analysiert. Wir wissen heute, dass eine qualitativ hochwertige Distribution im von uns abgedeckten Geschäftsfeld dort gar nicht oder höchstens in ziemlich veralteten Strukturen existiert – auf dem Niveau der von uns selbst definierten hohen Ansprüche ist da nicht viel vorhanden“, verwies Le Duigou auf die fürs erste ins Visier genommenen potenziellen Standorte Friedrichshafen, Konstanz und Ravensburg bzw. Buchs, St. Gallen, vielleicht auch im demnächst erweiterten Rheinpark.

Apropos selbst definierte Ansprüche. Le Duigou-Philosophie ist, die Kunden im Kosmetik- und Pflegebereich „so zu beraten und zu servicieren, dass tatsächlich jene Ergebnisse erzielt werden, die sich die Kundin wünscht und die das Produkt verspricht“, so der Geschäftsführer der drei Gesellschaften Le Duigou GmbH, MOOD Vertriebs GmbH & Co KG und ALD Retail Inc. In ersterer sind seine Eltern Martha und Ernst Le Duigou, in beiden letzteren er selbst auch Gesellschafter. Weil hohe Beratungs- und Dienstleistungskompetenz aber nur mit topgeschultem Personal umsetzbar sind, hat sich Le Duigou von seinen zwei Wien-Standorten (Tuchlauben und Steffl) wieder zurückgezogen: „Einfach weil dort nicht jenes Personal zu rekrutieren war, das für unseren Qualitätsanspruch unerlässlich ist.“

Aus diesen Erfahrungen gezogene Konsequenz: Seit letztem Jahr betreibt Le Duigou in der Firmenzentrale Götzis eine von Schwester Nadja Le Duigou geführte Schulungsabteilung mit drei hauptberufliches Coaches, langjährig bewährten, innovativen Mitarbeiterinnen, die hier wie in den Filialen vor Ort ihr Wissen und ihre Erfahrung an die Belegschaften weiterreichen, neue Erkenntnisse und Trends vermitteln und Defizite/Fehler systematisch identifizieren und für deren Ausmerzung sorgen. Le Duigou: „So gesehen erfüllt die Schulungsabteilung auch eine wichtige Qualitätssicherungsfunktion.“

Obwohl seit 2000 die Zahl der Mitbewerber-Standorte um 70 Prozent zunahm (mit Douglas und Marionnaud als dichtesten Le Duigou-Konkurrenten), konnte das Familienunternehmen seinen Marktanteil im Westen verteidigen. Unverwechselbarer Auftritt, durchgängige architektonische Botschaft, „modern-konservatives und gediegenes“ Erscheinungsbild, mit Minimalismus gepaarte Exklusivität waren dabei – neben erwähnter Dienstleistung/Beratung – die wichtigsten Assets, um gegen die international operierenden Giganten zu bestehen. Die „Parfumeriedichte“ in Vorarlberg, in Österreich generell, betrage ein Vielfaches der in der Schweiz und in Deutschland angetroffenen Situation. Hinzu kämen immer öfter so genannte „Hotelpackages“, mit denen fragwürdige „Dienstleister“ den Hotelgästen ebenso fragwürdige Angebote andienen.

In fünf Jahren will Le Duigou wie erwähnt ca. 20 Standorte betreiben. Der Umsatz könnte dann bei 18 Mill. Euro jährlich liegen, erwirtschaftet von bis zu 180 Le Duigou-Mitarbeitern.

Le Duigou-Facts

  • Umsatz 2006: 10 Mill. Euro
  • Mitarbeiter: 90 (in Gruppe)
  • Standorte: Bregenz, Dornbirn, Götzis, Feldkirch, Lustenau, Bludenz, Messepark, Zimbapark bzw. Imst, Wörgl und Kufstein. Nach Ostern wird in Schaan ein neuer Outlet-Store eröffnet.
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