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Lawinenabgang in Tirol - mehrere Tote

Bereits einige Personen geborgen.
Bereits einige Personen geborgen. ©APA/Symbolbild
In Tirol ist es am Samstag zu zahlreichen Lawinenabgänge gekommen. Der folgenschwerste ereignete sich in der Wattener Lizum in Wattenberg (Bezirk Innsbruck-Land): Insgesamt 17 tschechische Wintersportler wurden verschüttet. Fünf davon konnten nur mehr tot aus dem Schneebrett geborgen werden, zwei weitere wurden verletzt.
Hilfskräfte im Einsatz

Zehn Personen blieben bei dem Lawinenabgang unverletzt, teilte die Polizei am Samstag bei einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz in Innsbruck mit. Die beiden bei dem Lawinenunglück verletzt geborgenen Tourengeher schweben nach bisherigen Informationen nicht in Lebensgefahr. Über die genaue Identität der Toten war vorerst nichts bekannt.

Die beiden tschechischen Tourengruppen waren auf dem Weg von der Lizumer Hütte auf den 2.857 Meter hohen Geier in den Tuxer Alpen, als es zu dem Lawinenabgang kam. Das Schneebrett war mehrere hundert Meter breit und ebenso lang.

Im Einsatz standen dutzende Rettungskräfte der Bergrettungs-Ortsgruppen Tux, Wattens und Mayrhofen mit zahlreichen Lawinenhunden, zwei Notarzthubschrauber, ein Helikopter des Innenministeriums und einer des Bundesheeres sowie zahlreiche Einsatzkräfte der Blaulichtorganisationen.
Insgesamt sind in Tirol am Samstag 18 Lawinen abgegangen.

AGD0004-20160206
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Außer den 17 tschechischen Freeridern in der Wattener Lizum wurden zahlreiche weitere Personen verschüttet, die genaue Anzahl war vorerst nicht bekannt. Zwei Personen wurden dabei verletzt, die anderen konnten sich Polizeiangaben zufolge selbst befreien oder wurden von den Rettungskräften geborgen

Erhebliche Lawinengefahr in Vorarlberg, Tirol

Durch den Temperaturanstieg ist die Lawinengefahr in Tirol und Vorarlberg zwar etwas zurückgegangen, in höheren Lagen wird sie von den Experten aber noch immer als “erheblich” (Stufe “3” der fünfteiligen Skala) beurteilt. In Vorarlberg könne bereits ein einzelner Wintersportler im Neu- und Triebschnee eine Lawine auslösen.

Gefahrenstellen für trockene Lawinen seien in Vorarlberg am Samstag vor allem oberhalb von rund 2.000 Metern, in Steilhängen, eingewehten Rinnen und Mulden zu finden. Umfang und Größe dieser Stellen würden mit Windeinfluss im Tagesverlauf sogar noch zunehmen, teilte die Landeswarnzentrale mit. Mit zunehmender Erwärmung durch die Sonne seien auch Lawinenselbstauslösungen möglich. Zudem könnte die Altschneedecke in sehr steilen Hängen vor allem an schneeärmeren Stellen und an Übergangsbereichen gestört werden. Wenn Lawinen in den Basisschichten anbrechen oder diese durchbrechen, könnten sie sogar größere Ausmaße annehmen, warnten die Experten.

In Tirol waren laut Lawinenwarndienst am Samstag vor allem in hohen Lagen die kürzlich entstandenen Triebschneeansammlungen sehr störanfällig, außerdem blieb die Gefahr von Gleitschneelawinen bestehen. Die Störanfälligkeit, der Umfang und die Mächtigkeit der Triebschneeansammlungen nahmen mit der Seehöhe zu, so die Experten. Mit Erfahrung in der Lawinenbeurteilung ließen sich diese Gefahrenstellen aber “leicht erkennen und ausweichen”.

Schwieriger einzuschätzen seien hingegen bodennahe Schwachschichten, die als Gleitfläche für Schneebrettlawinen dienen könnten. Vermehrt war dies im schattigen Gelände oberhalb von rund 2.300 Metern, in besonnten Hängen oberhalb von etwa 2.500 Metern in inneralpinen Regionen möglich. Aufpassen sollte man vor allem im Bereich von schneearmen Stellen, dort sei die Gefahr, eine Lawine auszulösen, am größten, hieß es.

(APA)

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