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Lawine im Schweizer Glannatal

"Es grenzt an ein Wunder, dass niemand ernsthaft verletzt oder sogar getötet wurde", lautet das Fazit nach dem glimpflichen Ausgang eines Lawinenabgangs mit sechs Verschütteten.

Eine riesige Lawine hatte am Samstag im schweizerischen Sevelen sechs Skitourengeher des Rankweiler Alpenvereins mitgerissen, eine 60-jährige Frau wurde verschüttet und von ihren Kameraden befreit. Der Vorfall zeigt einmal mehr, wie wichtig die richtige Ausrüstung ist. “Wir haben die Verschüttete durch das Lawinenverschüttetensuchgerät geortet und konnten sie rasch aus den Schneemassen befreien”, schildert Hubert Kopf aus Rankweil. Er war Teil der 23-köpfigen Tourengehergruppe und erlebte den Unfall hautnah mit. “Unsere verschüttete Kollegin hat zum Glück nur eine Unterkühlung erlitten”, so Kopf. Die 60-Jährige wurde gestern aus dem Krankenhaus entlassen.

Der Unfall geschieht am Samstagvormittag in den benachbarten Schweizer Bergen: die Gruppe des Alpenvereins Rankweil ist neben vielen andere Tourengehern am Großfulfirst unterwegs, es herrscht Betrieb auf dem Grat. Auf etwa 2200 Meter Höhe, wollen die 23 Alpinisten, die in getrennten Gruppen unterwegs sind, abfahren. Plötzlich löst sich eine etwa 200 Meter breite Lawine oberhalb der zweiten Gruppe und reißt sechs der Skitourengeher mit, fünf kommen an der Oberfläche zu liegen, werden nur leicht verletzt.

Doch eine Kollegin wird vermisst, liegt unter dem Schnee. “Wir sind dann sofort zum Lawinenkegel abgefahren und haben unsere Kameradin mit dem LVS-Gerät geortet und auch gleich gefunden”, so Kopf. Die Geborgene wird sofort mit dem Rega-Notfallhubschrauber ins Spital gebracht, auch andere Gruppenmitglieder werden ins Tal geflogen. “Einige hatten ihre Ski und Teile der Ausrüstung verloren.” Bei der Tourengehergruppe handelt es sich um erfahrene Alpinisten. “Die Vorsichtsmaßnahmen waren optimal, die Gefahr war nicht zu erkennen”, so Hubert Kopf.

Hubert Kopf im “VN”-Gespräch über das Lawinenunglück am Großfulfirst.


VN:Wie geht es Ihrer 60-jährigen Kollegin jetzt?


Kopf: Sie hat zum Glück nur eine Unterkühlung erlitten und konnte gestern das Spital wieder verlassen. Das Zusammenspiel der Helfer und der Rettungskräfte vor Ort hat sehr gut funktioniert, so war eine schnelle Bergung und Versorgung möglich.


VN:Wie war die Situation vor Ort?


Kopf:
Wir haben vor der Tour unsere Ausrüstung intensiv überprüft, haben auch das LVS-Gerät noch einmal einem Check unterzogen. Die Tour war lange geplant, wir hatten auch den Lawinenbericht für die Region gelesen, sind in Entlastungsabständen aufgestiegen. Die Gefahr vor Ort war definitiv nicht zu erkennen, die Situation war völlig normal. Vor uns waren schon mehrere Skifahrer abgefahren, nichts deutete auf einen baldigen Lawinenabgang hin.


VN:Wie kam es zur Auslösung der riesigen Lawine?


Kopf: Das wissen wir derzeit nicht. Über uns waren mehrere Skifahrer in den Hang eingefahren. Die Lawine hat sich sehr weit oberhalb gelöst. Fünf der Mitgerissenen kamen glücklicherweise direkt auf der Oberfläche zum Liegen, die verschüttete Kollegin konnte schnell geortet werden. Wir haben dann ihren Kopf freigelegt, damit sie atmen konnte. Alle Mitglieder unsere Sektion Rankweil sind sehr froh, dass nichts Schlimmeres passiert ist.

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