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Laut ÖAMTC-Bilanz deutlich weniger Staus im Sommer

Das Wochenende 1. und 2. August war das verkehrsreichste:
Das Wochenende 1. und 2. August war das verkehrsreichste: ©APA
Die am Dienstag veröffentlichte ÖAMTC-Staubilanz des Sommerreiseverkehrs 2020 fällt Corona-bedingt deutlich positiver aus: 439 Staus bedeuten rund 28 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Durch Reisebeschränkungen und vielerlei Unsicherheiten war der Urlauberverkehr deutlich geringer als sonst. Dafür wurden zeitweise Rekord-Staus verzeichnet, die alles Bisherige in den Schatten stellten.

Verursacht durch die gesundheitsbedingten Grenzkontrollen mussten Reisende an den Grenzstationen enorme Wartezeiten in Kauf nehmen. Rekordhalter war der Grenzübergang beim Karawanken Tunnel (A11), wo man am 23. August bei der Einreise bis zu zwölf Stunden warten musste, gefolgt vom Loibl Pass (B91) mit zehn Stunden Wartezeit.

Von der Anzahl der Staus her war das Wochenende 1. und 2. August - in Baden-Württemberg und Bayern begannen die Ferien - das verkehrsreichste: Hier wurden laut ÖAMTC in Summe 64 Staus gemeldet.

Ursache Nummer 1 waren erstmals Unfälle mit 31,4 Prozent. Durch das deutlich geringere Verkehrsaufkommen war Überlastung nur bei 27,8 Prozent der Auslöser - im Gegensatz zu 2019, als noch mehr als 40 Prozent dadurch verursacht wurden. Den anteilsmäßig größten Anstieg gab es bei Grenzkontrollen, die nach nur 5,6 Prozent im Vorjahr nun für 21 Prozent der Staus verantwortlich waren.

Auch im Bundesländer-Ranking gab es Änderungen: Spitzenreiter ist diesmal Salzburg mit 22,1 Prozent aller Staus, gefolgt von der Steiermark mit 18,2 und Kärnten mit 16,9 Prozent. "Vorjahressieger" Tirol kam mit 16,6 Prozent nur auf dem vierten Rang, da viele aufgrund der Covid 19-Situation nicht nach Italien gefahren sind.

Die am meisten verstaute Transitroute war die Tauern Autobahn (A10) mit 13,4 Prozent, dicht gefolgt von der Pyhrn Autobahn (A9) mit 12,8 Prozent. Die ÖAMTC-Statistik weist an dritter Stelle mit deutlichem Abstand die West Autobahn (A1) mit 7,1 Prozent auf, dahinter die Süd Autobahn (A2) mit 6,4 Prozent.

(APA)

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