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Laufend am Jonglieren

Höchst – Ein ungewöhnlicher Marathon. Daniel Raum läuft jonglierend um Spenden.

Entspannt sitzt Daniel Raum im Zug von Romanshorn in Richtung seiner Heimatgemeinde Höchst. Die ersten dreißig Kilometer eines besonderen Unternehmens hat er geschafft. Heute geht es weiter. Wieder ein Stück den Bodensee entlang. Bis nach Lindau. Zwar auf herkömmlichen Wegen, aber nicht auf herkömmliche Weise, sondern laufend und jonglierend. Den Abschluss bildet am Sonntag der 3-Länder-Marathon. Mit dieser Aktion will der junge Pädagoge seine Lust an der Bewegung leben und Spenden sammeln. Für ein schwimmendes Krankenhaus, das derzeit in Sierra Leone vor Anker liegt. „Ich freue mich über jeden, der mich dabei unterstützt“, sagt Daniel Raum bescheiden. Die erste Spende gab ihm Bürgermeister Werner Schneider gestern bei der Verabschiedung mit auf den Weg. Auch der Ortsvorsteher von Thal zeigte sich spendabel.

Als Genussläufer unterwegs

Laufen ist die große Leidenschaft des 28-jährigen Nürnbergers, der seit 2007 in Vorarlberg lebt. Nicht weniger als 14 Marathons und zahlreiche Bergläufe hat er bereits in den Füßen. Meistens sei er jedoch als Genussläufer unterwegs. Da geht es weniger um die Zeit. Gut vier Stunden für einen Marathon. „Es wäre schon mehr drin“, meint Daniel Raum. Aber mit Sicherheit nicht am Sonntag. Denn da dürfte er bereits an die 180 Kilometer hinter sich haben. Die restlichen 42 und irgendwas Kilometer sind nur noch die Butter aufs Brot. Insgesamt gilt es, eine Strecke von 225 Kilometern zu bewältigen. Dabei nimmt Daniel Raum nicht nur die Beine, sondern auch drei Bälle in die Hand. Jonglieren lernte er dereinst in der Schule. Ein Sportlehrer machte ihm das Angebot und er griff im wahrsten Sinne des Wortes zu. Inzwischen beherrscht der sportliche junge Mann diese Kunst fast perfekt. Selbst während des Laufens. „Gestern musste ich mich drei Mal auf 30 Kilometer bücken“, erzählt er freimütig. Der Armrhythmus sei ja der gleiche. Nur die Wurfrichtung müsse halt passen. Daniel Raum spricht davon, als ob Laufen und Jonglieren das Selbstverständlichste auf der Welt wäre. Etwas Ungewöhnliches ist seine Aktion auf jeden Fall. „Ich möchte ein kleines Abenteuer erleben, eine Herausforderung meistern, ein Lachen auf die Straßen und ein Lachen nach Afrika bringen“, schreibt Raum auf seiner Homepage. Schon vor Jahren hatte er Kontakt zu Mitarbeitern des Hilfswerks Mercy Ships, welches das Krankenhausschiff betreibt. Behandelt werden Menschen, für die ein Eingriff ansonsten unbezahlbar wäre. „Ich habe großen Respekt vor dem medizinischen Personal, das seine Freizeit opfert, um in Afrika ehrenamtlich zu arbeiten“, begründet Daniel Raum sein Engagement. Er weiß aber auch: Laufen hilft nicht, Jonglieren hilft nicht, nur die finanzielle Unterstützung ermöglicht es der Besatzung, lebensverändernde Behandlungen durchzuführen.

Doppelte Belastung

Und dafür läuft er. Mit einem Rucksack, auf dem sein Anliegen geschrieben steht. Gelaufen wird am Vormittag. Nach jeder Etappe fährt Raum mit dem Zug zurück nach Höchst. „Damit ich meine Frau sehe und arbeiten kann“, wie der Mathematik-Nachhilfelehrer anmerkt. Denn nächste ­Woche beginnt an der Schule ein Förderkurs. Der muss auch noch vorbereitet werden. Die Doppelbelastung nimmt Daniel Raum gerne in Kauf. Die erste Etappe bescherte ihm schon viele positive Erlebnisse.

Zur Person

Daniel Raum

Geboren: 6. Oktober 1982 in Roth bei Nürnberg

Familienstand: verheiratet

Wohnort: Höchst

Beruf: Pädagoge

Hobbys: Sport

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