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Laternenairbags gegen Ablenkungsunfälle in Vorarlberg

Unter dem Motto „Schau auf dich und nicht auf’s Handy!“ werden Verkehrsteilnehmer auf die Gefahren von Ablenkung im Straßenverkehr aufmerksam gemacht. Die Aktion tourt derzeit durch alle Bundesländer und ist am 07. November in Dornbirn zu Gast. 

37 Prozent der Vorarlberger Fußgänger sind beim Queren einer Straße erkennbar abgelenkt – das zeigt eine neue Beobachtung des KFV. Demzufolge zählt Vorarlberg im österreichweiten Vergleich mit zu den „unaufmerksamsten“ Bundesländern. Durchschnittlich sind 29 Prozent der österreichischen Fußgänger beim Queren einer Straße erkennbar abgelenkt. „Der Anteil der Fußgänger, die sich abgelenkt im Straßenverkehr bewegen, steigt kontinuierlich“, betont KFV-Experte Martin Pfanner.

“Schau auf dich und nicht aufs Handy”

„Mit unserer neuen Verkehrssicherheitsaktion erinnern wir die Bevölkerung deshalb ganz gezielt daran, dass für alle Verkehrsteilnehmer volle Aufmerksamkeit im Straßenverkehr lebenswichtig ist“. Österreichweit werden im Rahmen der Aktion an von Fußgängern stark frequentierten Straßenabschnitten Laternenmasten mit weichen Airbags gepolstert. Der provokante Slogan „Ob das nächste Auto auch so gut gepolstert ist? Schau auf dich und nicht aufs Handy!“, der auf allen „Laternenairbags“ abgedruckt ist, soll vor allem Fußgänger – aber auch alle anderen Verkehrsteilnehmer – daran erinnern, wie wichtig volle Aufmerksamkeit im Straßenverkehr ist. Ein zusätzliches Highlight der Aktion sind Gstanzlsänger, die abgelenkte Fußgänger mit spontanen, an die Situation angepassten Gstanzln zu mehr Achtsamkeit aufrufen.

Jeder elfte Fußgänger in Vorarlberg durch Mobiltelefon abgelenkt

Unachtsamkeit und Ablenkung sind – auch in Vorarlberg – seit Jahren Unfallursache Nummer 1. Auch Fußgänger sind immer häufiger unaufmerksam im Straßenverkehr unterwegs – der ständige Begleiter Smartphone macht es möglich. Eine aktuelle Beobachtung des KFV zeigt, dass jeder elfte Fußgänger in Vorarlberg (Österreich: jeder Zehnte) durch das eigene Mobiltelefon abgelenkt ist. Die Folge: Allein im Vorjahr haben sich auf Vorarlbergs Straßen aufgrund von Ablenkung mehr als 100 Unfälle mit Fußgängern (Österreich: 1.560 Unfälle) ereignet. „Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ein hohes Maß an Aufmerksamkeit. Ablenkung ist hier ein oft weit unterschätztes Risiko. Die neue Verkehrssicherheitsaktion ist eine großartige Gelegenheit, um den Menschen die Auswirkungen von Ablenkung wieder verstärkt ins Bewusstsein zu rufen“, meint auch Dr. Brigitte Hutter, Leiterin der Verkehrsrechtsabteilung des Landes Vorarlberg.

KFV Tipps

• Höchste Konzentration, vor allem beim Queren von Straßen bzw. Kreuzungen, auch auf Wegen, die man in und auswendig kennt.
• Stopp- und Aufmerksamkeitspunkte schaffen: Die Gehsteigkante bewusst wahrnehmen und davor stehen bleiben.
• Beim Überqueren der Straße gibt es keine Kompromisse: Hier gilt Stoppen – vom Handy aufsehen/Hörer weg vom Ohr/Kopfhörer runter nehmen – Schauen – Gehen.
• Wenn möglich einen Zebrastreifen nutzen (Pflichtnutzung innerhalb von 25 Meter Entfernung!) und nicht zwischen den Autos durchschlängeln. Ist dies unvermeidbar, dann langsam und vorsichtig so weit vortreten, dass Sie gesehen werden.
• Blickfeld vor dem Stehen bleiben und vor dem Losgehen bewusst auf das Umfeld nach vorne und unten erweitern; nach vorne auf die Richtung und Hindernisse; nach unten auf Kanten und taktile Bodenindikatoren, wie bspw. den Rillenlinien entlang von Bahnsteigkanten oder den taktil markierten Einstiegsstellen an Haltestellen.
• Bewusst auf Geräusche achten. Das akustische Auffindesignal von Ampel-Leitsystemen (hörbares Klacken) kann ein Warnhinweis dafür sein, nun erhöht aufmerksam zu sein.
• Queren sie Straßen und Kreuzungen nicht diagonal, da es so schwieriger ist den Verkehr aus allen Richtungen im Blick zu haben.
• Bleiben sie beim SMS-Tippen oder E-Mail-lesen stehen oder gehen sie an der Hausseite des Gehsteiges. Stopp- und Aufmerksamkeitspunkte immer beachten.
• Auch am Gehsteig gilt es visuell und akustisch möglichst aufmerksam zu sein, insbesondere da Kinder und Jugendliche oft mit Rollern, Skateboards und dergleichen unterwegs sind.
• Blickkontakt zum Fahrer eines nahenden Verkehrsmittels aufbauen und nicht auf das Vorrecht auf dem Schutzweg verlassen. Auch die Fahrer könnten abgelenkt sein. Geben Sie auch einmal freundliche Handzeichen.
• Auf Blitzaktionen verzichten: Geduld ist nicht nur eine Tugend, sondern gelebter Selbstschutz im Straßenverkehr, vor allem wenn man gleichzeitig telefoniert, isst oder E-Mails checkt.

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