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Lärm durch Hunde- und Katzenschrecks

Maria Greussing möchte wissen, ob auch andere Mitmenschen unter den Katzen- und Hundeschrecks leiden.
Maria Greussing möchte wissen, ob auch andere Mitmenschen unter den Katzen- und Hundeschrecks leiden. ©cth
Lärm durch Hunde- und Katzenschrecks

Dornbirn. “Ich möchte das Bürgerforum nutzen, um auf ein Problem aufmerksam zu machen, welches meiner Meinung nach in den letzten Jahren ständig zunimmt. Es geht um die durch sogenannten Hunde- und Katzenschrecks verursachte Lärmverschmutzung in Dornbirn”, meldet sich Maria Greussing im Bürgerforum. Hunde- bzw. Katzenschrecks sind Geräte, die durch Abgabe eines Ultraschalltones verhindern sollen, dass fremde Hunde und Katzen den eigenen Garten betreten sollen. Manche Geräte funktionieren mit einem Bewegungsmelder (geben also einen Ton ab, wenn sich etwas in der Nähe bewegt) andere geben den Ton permanent ab. “Für den Menschen kann dieser abgegebene Ton ebenfalls sehr gut hörbar sein. Angeblich nimmt jedoch die Hörbarkeit mit zunehmendem Lebensalter ab. Kurz gesagt, junge Menschen hören den Ton, ältere Menschen angeblich nicht. Der Ton selbst ist äußerst unangenehm und kann am ehesten mit dem Kratzen von Fingernägeln auf einer Schultafel verglichen werden”, beschreibt Greussing. “Blöd ist nur, dass dieser Ton manchmal Hunde und Katzen, fast immer aber Menschen stört. Dies kann sogar soweit gehen, dass man in der Nacht nicht schlafen kann und Kopfschmerzen bekommt. Man kann sich auch vorstellen, wie angenehm es ist, wenn man einen schönen Sommertag im eigenen Garten verbringen möchte, dies jedoch nicht kann, weil vom Nachbargrundstück ständig dieses höchst unangenehme Geräusch ausgeht. Leider fruchten Gespräche mit den Nachbarn nicht immer. Manche schalten auf stur und weigern sich, dieses Gerät (zumindest teilweise) auszuschalten. Trotzdem will man natürlich nicht wegen so einer Sache gleich den ganz großen Nachbarschaftskrieg ausbrechen lassen”, so Greussing weiter. Maria Greussing möchte daher über das Bürgerforum wissen, ob jemand ähnliche Erfahrungen gemacht hat, wie sich die Betroffenen dagegen gewehrt haben und ob der Einsatz dieser Hunde- und Katzenschrecks gesundheitsgefährdend sein kann. “Immerhin kann man sich gegen andere Lärmverursacher auch gerichtlich und durch sonstige Behörden zur Wehr setzen”, Greussing abschließend.

Problem “Umweltverschmutzung” durch Lärm

Dornbirn. “Viel zu wenig wird gegen die Umweltverschmutzung Lärm unternommen. Da gäbe es noch viele weitere Beispiele, z. B. der Türalarm beim betreuten Wohnen nahe dem Bahnhof Schoren. Da geht mehrmals täglich eine Leuchte an, verbunden mit einem Piepton, ähnlich einem rückwärts rangierenden LKW”, meldet sich auch Manfred Spiess zur Thematik Lärmbelästigung. Pressesprecher Ralf Hämmerle erklärt daraufhin, dass ihm nicht bekannt ist, dass es beim städtischen Seniorenhaus Birkenwiese einen “Türalarm” geben soll. “Im Bereich der Schienenanlagen wird rund um den Bahnhof derzeit gebaut. Diese Maßnahmen sind durch ein Alarmsystem für die Mitarbeiter abgesichert, damit diese vor einem herannahenden Zug gewarnt werden”, so Hämmerle. Kurz darauf ergänzt Hämmerle, dass es sich bei den Geräuschen um Fehlalarme der Brandmeldeanlage gehandelt hat. “Im Seniorenhaus war seit Freitag die Brandmeldeanlage defekt und hat insgesamt fünf Fehlalarme ausgelöst. Der Schaden wird derzeit geprüft und aufgehoben. Eine Türwarnung gibt es in diesem Haus nicht”, so Hämmerle. Auch Edith Bösch setzt sich für Lärmvermeidung ein. “Ich rege kurz und bündig einen runden Bürger- und Experten-Tisch zum Thema Lärm und präventive Lärmvermeidung in allen Lebensbereichen an”, und würde sich über rege Beteiligung im Bürgerforum zum Thema freuen.

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