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Lärm durch Hunde- und Katzenschrecks stört viele Nachbarn

Die Katzen- und Hundeschrecks scheiden die Gemüter.
Die Katzen- und Hundeschrecks scheiden die Gemüter. ©cth
Lärm durch Hunde- und Katzenschrecks stört viele Nachbarn

Dornbirn. Vergangene Woche meldete sich Maria Greussing im Bürgerforum, um ihren Unmut über Hunde- und Katzenschrecks zu äußern und andere Betroffene zu fragen, wie es ihnen damit geht. “Hunde- bzw. Katzenschrecks sind Geräte, die durch Abgabe eines Ultraschalltones verhindern sollen, dass fremde Hunde und Katzen den eigenen Garten betreten sollen. Manche Geräte funktionieren mit einem Bewegungsmelder, andere geben den Ton permanent ab.

Der Ton ist äußerst unangenehm und verursacht so manche schlaflose Nacht und Kopfschmerzen”, beschrieb Maria Greussing die Situation. Auch Petra Sinz weiß davon ein Lied zu singen. “Diese Dinger sind echt furchtbar. Mein Nachbar hat zwei von der ganz billigen Sorte. Die Kundenbewertungen vom Internetanbieter sind denkbar schlecht. Leider lässt auch mein Nachbar nicht mit sich reden, denn er hört das Geräusch angeblich nicht”, erklärt Sinz. “Sollen wir nun den Nachbar anzeigen und einen Nachbarschaftskrieg provozieren? Wir haben selbst zwei Katzen, die das Piepsen (laute Grillengeräusche) nicht stört, Kinder und Erwachsene meiden aber unseren Sitzplatz sowie den Sandkasten”, so Petra Sinz zu ihrer Situation. “Ich habe ebenfalls mit mehreren Leuten gesprochen, die diese Geräte angewendet haben oder es immer noch tun, weil der Glaube an die Wirksamkeit unerschöpflich zu sein scheint und man ja nicht zugeben will, dass man Nonsens gekauft hat.

Der Erfolg scheint durch die Bank der zu sein, dass sie keine Hunde und Katzen fernhalten, sondern im Prinzip nur die Nachbarn vergrämen”, stellt auch Manfred Spiess zum Thema Hunde- und Katzenschrecks fest. Johannes Schobel sieht das etwas anders. “Ich habe ebenfalls mit Leuten geredet, die solche Geräte verwenden, allerdings hört niemand einen Ton. Ich weiß nicht, wie es bei ihren Geräten ist, jedenfalls berichten alle, dass diese Geräte Töne in so hohen Frequenzen von sich geben, dass sie lediglich von Katzen und Hunden gehört werden, aber vom Menschen (normalerweise) nicht”, so Schobel. “Auch bei der Eingangstür meines Elternhauses befindet sich ein Katzensckreck und ich habe bis heute keinen Ton vernommen”, Schobel abschließend. Petra Sinz weist daraufhin, dass es eben verschiedene Produkte in verschiedenen Preisklassen gibt und hier sicherlich auch der Ursprung des Übels liegt.

Auch Maria Greussing findet es bedauerlich, dass ihr Problem nicht ernst genommen wird. “Diese Katzen- und Hundeschrecks sind für viele Menschen sehr gut hörbar und nicht nur als kleines Nebengeräusch, sondern als ein permanentes äußerst unangenehmes Pfeifen und Kratzen in einem hohen Frequenzbereich. Man kann jetzt höchstens darüber diskutieren, ob der Einsatz derartiger Geräte verhältnismäßig ist. Wägt man aber die hier gegensätzlichen Interessen ab – auf der einen Seite, der Nachbar, der nicht mag, dass fremde Katzen und Hunde Spuren auf seinem Grundstück hinterlassen; auf der anderen Seite, der Nachbar, der einfach gerne seinen Garten in Ruhe und ohne nervtötendes Geräusch genießen möchte – so kann man nur zum Ergebnis gelangen, dass derartige Geräte nicht erlaubt sein sollten”, so Greussing

 

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