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Ländle-Landtagswahl: Listenerstellung aller Parteien bis Ende Juni fertig

Vorarlberger Landtagswahl: ÖVP kämpft im Herbst um Absolute.
Vorarlberger Landtagswahl: ÖVP kämpft im Herbst um Absolute. ©VOL.AT/ Steurer
Bregenz - Die Vorarlberger wählen am 21. September einen neuen Landtag. Mit dem Antreten der NEOS, die bei der EU-Wahl und der Nationalratswahl einen Höhenflug in Vorarlberg hinlegten, könnte die absolute Mehrheit der ÖVP gefährdet sein. Sowohl ÖVP als auch Freiheitliche haben ihre Listenerstellung bereits abgeschlossen. Die Grünen, NEOS und SPÖ folgen Mitte bis Ende Juni.

Für die Vorarlberger Volkspartei, die seit 2009 allein regiert, wird die Landtagswahl spannend wie schon lange nicht. Nicht nur die NEOS, auch die FPÖ und die Grünen konnten bei den vergangenen Wahlen (EU-Wahl, Nationalratswahl) in Vorarlberg punkten. Traditionell stellt sich Landeshauptmann Markus Wallner als Spitzenkandidat der Wahl. Er ist auch Erstgereihter auf den vier Bezirkslisten der ÖVP – in Vorarlberg entsprechen die Bezirke den Wahlkreisen. Platz eins auf der Landesliste besetzt der Chef der Jungen Volkspartei Julian Fässler. Beim Urnengang 2009 hat die Volkspartei insgesamt 20 der 36 Mandate erreicht:

Ritsch führt rote Liste an

Bei der SPÖ führt Landesvorsitzender Michael Ritsch die Listen in den vier Vorarlberger Bezirken an. Dahinter finden sich mit Landesgeschäftsführer Reinhold Einwallner und AK-Vizepräsidentin Manuela Auer auf Platz zwei und drei zwei Landtags-Einsteiger. In allen Bezirken sind die ersten zehn Plätze erstmals gleich besetzt. Dies werde auch für die Landesliste gelten, bestätigte Einwallner auf APA-Anfrage. Die restlichen 42 Listenplätze sollen bis Ende Juni im erweiterten Parteivorstand fixiert werden.

Egger erwartungsgemäß für FPÖ im Rennen

Spitzenkandidat der Vorarlberger Freiheitlichen ist erwartungsgemäß Landesparteichef Dieter Egger. Auf Platz 2 der Landesliste steht der ehemalige ORF-Mitarbeiter Christoph Waibel. Dahinter finden sich mit Christof Bitschi und Nicole Hosp zwei Vertreter der freiheitlichen Parteijugend. Wenig Neues gibt es hingegen auf den FPÖ-Bezirkslisten. Nach dem Landesparteiobmann, der in allen vier Bezirkslisten an erster Stelle steht, stellen sich mit Ausnahme des Bludenzer Stadtvertreters Joachim Weixlbaumer nur bekannte Gesichter aus dem Landtag zur Wahl.

Rauch zieht für Grüne in den Wahlkampf

Die Grünen haben bereits Mitte Mai ihre Landesliste beschlossen, die Bezirkslisten sollen Mitte Juni fertiggestellt sein. Als ihr Spitzenkandidat wird erneut Johannes Rauch in den Wahlkampf ziehen. Zweite auf der Landesliste ist die stv. Landessprecherin Katharina Wiesflecker gefolgt von Quereinsteiger Adi Gross. Der ehemalige Landesenergiebeauftragte war im März als Überraschungskandidat der Grünen für die Wahl im Herbst präsentiert worden.

NEOS peilen drei Mandate an

Die NEOS haben sich bei der Vorarlberger Landtagswahl drei Mandate zum Ziel gesetzt. Als Spitzenkandidatin dürfte Landessprecherin Sabine Scheffknecht am 28. Juni auf der Mitgliederversammlung gewählt werden. Dort sollen auch die Listen endgültig fixiert werden. Im Zuge der Listenerstellung war es bei den NEOS bereits zu einem Eklat gekommen. Der stv. Landessprecher Chris Alge hatte Scheffknecht und dem Nationalratsabgeordneten Gerald Loacker “Packelei” vorgeworfen und trat anschließend aus der Partei aus, wie NEOS-Landeskoordinator Florian Schrei der APA bestätigte.

ÖVP kämpft um absolute Mehrheit

Am 21. September 2009 musste die ÖVP nach einem Erdrutschsieg im Jahr 2004 bei der Vorarlberger Landtagswahl ein Minus von 4,1 Prozentpunkten hinnehmen, verteidigte mit einen Stimmenanteil von 50,79 Prozent und 20 von 36 Mandaten aber die absolute Mehrheit:

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Die FPÖ, die 2009 den größten Stimmenzuwachs einfahren konnte, überholte mit einem Plus von 12,2 Prozentpunkten (25,12 Prozent/9 Mandate) die SPÖ (10,02 Prozent/3 Mandate), die um fast sieben Prozentpunkte einbrach und damit ihr historisch schlechtestes Ergebnis in Vorarlberg einfuhr. Die Grünen konnten gegenüber der Landtagswahl 2004 nur um 0,4 Prozentpunkte auf 10,58 Prozent (4 Mandate) zulegen. Die Wahlbeteiligung lag bei 68,44 Prozent, etwas höher als beim Urnengang 2004 (60,64 Prozent), aber deutlich niedriger als bei Wahlpflicht im Jahr 1999 (87,81 Prozent).

Alles zur Vorarlberger Landtagswahl 2014

(APA/red)

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