Land zeigt Interesse an Industriemuseum

Zeuge der Industriegeschichte: 1899 ging das Kraftwerk Ebensand in Betrieb.
Zeuge der Industriegeschichte: 1899 ging das Kraftwerk Ebensand in Betrieb. ©Josef Hagen
Dornbirner Idee stößt auch bei der Landesregierung auf offene Ohren.

Dornbirn. Ein Museum, das an die Anfänge der Industrie erinnert, steht schon lange auf der Wunschliste von Dornbirner Historikern und Politikern. Nachdem Bürgermeisterin Andrea Kaufmann vor Kurzem angekündigt hat, ein Konzept entwickeln zu lassen und damit erste Schritte für eine Museumsgründung in die Wege zu leiten, zeigt nun auch das Land Interesse an einem „Vorarlberger Industriemuseum“, ob in Dornbirn oder anderswo.

Kulturlandesrat Christian Bernhard will, wie er vor wenigen Tagen betonte, „die Idee eine, Industriemuseums konkret fassbar machen“. Bewusst ausgeklammert wird derzeit die Standortfrage. Stadtchefin Kaufmann lässt aber keinen Zweifel daran, dass Dornbirn das neue Museum aus gutem Grund in den eigenen Stadtgrenzen hätte: „Dornbirn wurde wie keine andere Stadt Vorarlbergs von der Industrialisierung geprägt.“ Ob die Standortfrage zum Zankapfel zwischen Stadt und Land wird, ist nicht zu erwarten. Tatsache ist, dass Dornbirn in diesem Fall sicher ein Wörtchen mitzureden hat, da die Idee eines Industrie-/Textilmuseums ja in Dornbirn geboren wurde. Erfreulich für die Stadtchefin ist jedenfalls die Bereitschaft des Landes, am Projekt mitzuwirken.

Beteiligung des Landes

Im Falle einer Realisierung könnte Dornbirn mit einer finanziellen Beteiligung aus Bregenz rechnen. Und wie es ausschaut, wird das Vorhaben wohl gemeinsam umgesetzt: Jedenfalls wurde vom Land ein Orientierungskonzept als Vorstudie für ein „mögliches, späteres Museum“ in Auftrag gegeben, das im Oktober fertig sein soll.

Mitarbeiten werden der Stadtarchivar Werner Matt, Kunsthistorikerin Barbara Grabherr-Schneider vom Bundesdenkmalamt, der Historiker Meinrad Pichler, Andreas Rudigier, Direktor des vorarlberg museums, sowie der Museums- und Ausstellungsentwickler Bruno Winkler. Die Themenliste ist lang. Sie reicht von der Darstellung der Vorarlberger Industriegeschichte und jener der Bodenseeregion über die Ausarbeitung einer musealen Strategie, die Festlegung der Trägerschaft bis hin zur Standortfrage.

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