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200 Euro: Vorarlberg zahlt Spitalmitarbeitern Prämie

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Mitarbeiter der Vorarlberger Landeskrankenhäuser, in Sozialeinrichtungen und im Pflegebereich sollen für ihren Einsatz während der ersten beiden Monate der Coronapandemie Sonderzahlungen erhalten. Für die Spitalmitarbeiter gebe es eine Einigung mit dem Betriebsrat. Eine steuerfreie Bonuszahlung für den Sozialbereich werde derzeit verhandelt, informierte die Landesregierung.

Bregenz. Während die einen Mitarbeiter im März und April stets an Ort und Stelle waren und unter erschwerten Bedingungen ihre Arbeit taten, konnten andere aufgrund der Einschränkungen ihr Monatssoll nicht erreichen und sammelten Minusstunden. In intensiven Verhandlungen habe man nun im Spitalbereich eine Lösung erzielt, die nachhaltig und finanziell tragbar sei, so Gesundheitslandesrätin Martina Rüscher (ÖVP) am Donnerstag. Die zwischen Krankenhausbetriebsgesellschaft und Betriebsrat getroffene Vereinbarung sei ein Mix aus verschiedenen Maßnahmen. So sollen Mitarbeiter mit erhöhtem Einsatz eine steuerfreie Covid-19-Prämie von 200 Euro erhalten, wer mehr als 24 Mehr- bzw. Überstunden in den zwei Monaten leistete, erhalte eine zusätzliche Prämie.

Einzellösungen bei Härtefällen möglich

Jenen, die unter ihrem Stundensoll blieben, sollen 75 Prozent ihrer Minusstunden gutgeschrieben werden. Die Urlaubsguthaben sollen dabei erhalten bleiben. In Härtefällen seien Einzellösungen möglich. Zudem wolle man die Erfahrungen nutzen, um gemeinsam für künftige Pandemien oder Krisenfälle eine Regelung zu erarbeiten, sagte Rüscher. Das gesamte Paket bedeutet laut Krankenhausbetriebsgesellschaft Aufwendungen von rund fünf Mio. Euro, von den Mitteln profitierten alle Spitalmitarbeiter.

Noch in Verhandlung ist eine Lösung für die Mitarbeiter in den Sozialeinrichtungen, etwa der Behinderten-, Wohnungslosen-, Kinder- und Jugendhilfe, und im Pflegebereich. Eine steuerfreie Bonuszahlung sollen jene Beschäftigten erhalten, die im März und April persönlichen Kontakt zu den betreuten Menschen hatten, da diese Mitarbeiter angesichts der Gefahr einer Ansteckung großen persönlichen Einsatz gezeigt hätten. Hier wolle man eine Einmalzahlung aus dem Sozialfonds gewähren, so Soziallandesrätin Katharina Wiesflecker (Grüne). Derzeit liefen dazu Verhandlungen zwischen Arbeitgeberverband und der Gewerkschaft, diese stünden kurz vor dem Abschluss. Zudem werde man an einer besseren Personalbemessung in der stationären Langzeitpflege arbeiten, vor allem für die Nachtdienste.

(APA)

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