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Land präsentiert die Digitale Agenda für Vorarlberg

"Megatrend" stellt auch Vorarlberg vor neue Herausforderungen.
"Megatrend" stellt auch Vorarlberg vor neue Herausforderungen. ©VOL.AT
Nach intensiver Vorbereitung unter Einbindung vieler Partner ist am Dienstagnachmittag die Digitalisierungsstrategie für Vorarlberg präsentiert worden.
Land präsentiert Digitale Agenda
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Die Agenda bildet die Grundlage, um Vorarlberg auf die in hohem Tempo stattfindende Digitalisierung vorzubereiten. “Wir müssen den Herausforderungen aktiv begegnen, um die darin enthaltenen Chancen bestmöglich nutzen zu können”, sagte Landeshauptmann Markus Wallner bei der Präsentation. Wallner und Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser betonten außerdem: “Der heutige Auftakt ist nicht das Ende eines Prozesses, sondern vielmehr der Auftakt”.

“Megatrend bereits voll im Gange”

“Digitalisierung ist ein globaler Megatrend, der bereits voll im Gange ist. Diesem Trend kommt eine derart hohe Bedeutung zu, dass er zum wachstumsbestimmenden Motor unserer Gesellschaft und Wirtschaft wird. In den kommenden Jahren und Jahrzehnten wird die Digitalisierung maßgeblich zum Wirtschafts- und Beschäftigungswachstum beitragen”, erklären Wallner und Rüdisser, warum Vorarlberg eine Digitalisierungsstrategie braucht. Der strategische Ansatz des Landes ist es, den neuen Realitäten in unserer Wirtschaft und Gesellschaft mit Kreativität und Innovationskraft zu begegnen und zu einem aktiven Treiber des digitalen Zeitalters zu werden. Gleichfalls spielt die breite Vernetzung und Zusammenarbeit eine ganz wesentliche Rolle, da es letzten Endes um eine koordinierte und zielgerichtete Gestaltung des digitalen Strukturwandels in unserem Land geht. Um als Region wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen wir diesen Veränderungen offensiv Rechnung tragen. Dafür ist es notwendig, besonders kräftig an den relevanten Stellschrauben zu drehen und die Rahmenbedingungen möglichst rasch an die Erfordernisse der digitalen Wende anzupassen.

 

Die wirtschaftlichen Chancen sind immens, aber ebenso einschneidend sind die Auswirkungen und Anforderungen dieses neuen Wandels. “Es braucht gemeinsame Anstrengungen, um die Chancen der Digitalisierung so nutzen zu können”, so Rüdisser. Auch in gesellschaftlicher Hinsicht kommen erhebliche Umbrüche und Herausforderungen auf uns zu – insbesondere was den Umgang mit neuen Technologien und die Veränderung am Arbeitsmarkt betrifft. “Die Digitalisierung verändert unser Leben nachhaltig, indem die Grenzen zwischen realer und digitaler Welt zunehmend verschwinden”, betont Landeshauptmann Wallner.

Im Fokus stehen die konsequente Unterstützung bestehender und neuer Unternehmen und die Förderung der innovativen Leistungsfähigkeit. Ein entscheidender Schlüsselfaktor sind die Menschen und die Förderung digitaler und persönlicher Kompetenzen; zentral sind auch die digitale Infrastruktur und die Forcierung moderner Technologien. Hier gibt es in Vorarlberg bereits beachtliche Anstrengungen auf vielen verschiedenen Ebenen. Die Digitale Agenda bündelt die Vielzahl laufender Maßnahmen und stellt neue, agile Ansätze bereit. Es geht darum, den Zukunftsherausforderungen mit innovativen, mutigen Ideen und Strategien zu begegnen. “Wir sind optimistisch, dass wir auf dieser Basis die Möglichkeit schaffen, auf lange Sicht im nationalen und internationalen Standortwettbewerb erfolgreich zu bleiben”, so Wallner und Rüdisser.

 

Anfang 2017 fiel der Startschuss zur Ausarbeitung einer Digitalen Agenda. Nach 16 Monaten intensiver Zusammenarbeit verschiedener Partner – Arbeiterkammer und Wirtschaftskammer Vorarlberg, Industriellenvereinigung, Fachhochschule Vorarlberg, Pädagogische Hochschule Vorarlberg, Mitglieder der Vorarlberger Start-up-Szene sowie das Land – konnte heute das Ergebnis präsentiert werden.

Acht Handlungsfelder, drei zentrale Bereiche

In der Agenda sind acht Handlungsfelder in drei Bereichen ausgewiesen. Im Bereich “Mensch und Qualifikation” geht es zum einen um die Entwicklung des Humankapitals, zum anderen um die Ausgestaltung der digitalen Arbeitswelt. Die Vernetzung des digitalen Milieus, das Forcieren der digitalen Innovationsdynamik, die Unterstützung der digitalen Transformation von Unternehmen und die Entwicklung einer digitalen Start-up-Szene umfassen inhaltlich den Bereich “Kooperation und Unternehmen”. Die Bereitstellung adäquater Netz- und IT-Infrastruktur sowie die Digitale Verwaltung sind Handlungsfelder im Bereich “Infrastruktur und Verwaltung”.

“Vorarlberg auf gutem Weg”

Wallner betont, dass schon einzelne Maßnahmen gesetzt wurden, die den Prozess der Digitalisierung anbelangt. Der Landeshauptmann erinnerte an die Einrichtung eines Bachelor-Studiengangs an der FH Vorarlberg unter dem Titel “Informatik – Business Innovation” mit 30 neuen Studienplätzen pro Jahr als eine Maßnahme unter vielen. Im laufenden Haushalt des Landes wurden zudem knapp 1,5 Millionen Euro für Forschung und Entwicklung, Breitbandausbau, Infrastrukturausstattung in Schulen und die Förderung von verschiedenen Projekten budgetiert.

Livestream zum Nachsehen: Land präsentiert digitale Agenda I

Livestream zum Nachsehen: Land präsentiert digitale Agenda II

Kritik von ÖGB

Als vertane Chance bezeichnet ÖGB-Landesvorsitzender Norbert Loacker die Erstellung einer digitalen Agenda für Vorarlberg ohne die Miteinbeziehung des ÖGB. „Das Land legt offenbar keinen Wert darauf, den digitalen Wandel im Sinne und zum Vorteil der Menschen zu gestalten. Ansonsten hätten die Verantwortlichen auch den ÖGB mit seinen VertreterInnen der 7 Gewerkschaften und BetriebsrätInnen in den Prozess miteingebunden,“ kritisiert Loacker. „Sollte sich diese Vorgangsweise wiederholen, ist eine Begründung wohl in einseitiger Parteipolitik zu suchen,“ so der ÖGB-Landeschef.

Der ÖGB begrüßt den Stellenwert, den die Landesregierung dem Thema Digitalisierung zukommen lässt. „Die digitale Agenda darf aber nicht bei Fragen der Infrastruktur und den technologischen Voraussetzungen für den Erhalt unserer Konkurrenzfähigkeit stehen bleiben,“ betont Loacker. Die Anforderungen seien weit höher: „Sie muss die Weichen für eine Arbeitswelt der Zukunft stellen, in der die Digitalisierung nicht zu neuen Formen der Ausbeutung führt, sondern zu Verbesserungen bei Löhnen, Arbeitsbedingungen, ArbeitnehmerInnenrechten und der sozialen Sicherheit.“ Deshalb sei es ein Gebot der Stunde, auch den ÖGB mit seinen VertreterInnen der 7 Fachgewerkschaften und BetriebsrätInnen miteinzubeziehen. „Wir haben einen ganz wesentlichen Anteil an der Gestaltung der Arbeitsplätze und damit am Erfolg des digitalen Wandels.“

“Digitalisierung muss im Sinne der Beschäftigten gestaltet werden”

Hinter dem Anspruch, auch einen Fahrplan für die Gestaltung der digitalen Arbeitswelt zu liefern, habe die Agenda noch Aufholbedarf. „Die Risiken für die ArbeitnehmerInnen müssen stärker berücksichtigt werden,“ erklärt Loacker. Das Thema Arbeit müsse zu einem zentralen Element der digitalen Agenda werden. „Die Digitalisierung muss im Sinne der Beschäftigten gestaltet werden. Dazu gehören beispielsweise ein umfassender Beschäftigtendatenschutz, rechtliche Rahmenbedingungen, eine Anpassung zur Sicherung des Sozialstaats, der Arbeitsschutzvorschriften und vor allem des Mitbestimmungsrechts.“ Um mitbestimmen zu können, seien die BetriebsrätInnen die wesentliche Schnittstelle.

„Die digitale Agenda wird nur dann ein Erfolg werden, wenn sie für die Menschen konkrete Verbesserungen im Lebens- und Arbeitsalltag bringt. Nur so können wir auch im internationalen Wettbewerb um die besten Fachkräfte, Produkte und Dienstleistungen erfolgreich bestehen,“ betont Loacker und fordert abschließend von der Landesregierung, „dass sie den Dialog mit dem ÖGB sucht, um Chancen und Herausforderungen der digitalen Arbeitswelt umfassend zu diskutieren und die Agenda in diese Richtung weiter zu entwickeln.“

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