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Lackner: "Völliges Versagen" von Rauch-Kallat

SPÖ-Gesundheitssprecher Manfred Lackner hat am Freitag Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat "völliges Versagen in der Gesundheitspolitik" vorgeworfen. Das Problem des Krankenkassen-Defizits sei noch ungelöst.

Die Bürger hätten von der Gesundheitspolitik der Regierung genug, stellte der Vorarlberger Nationalrats-Abgeordnete bei einer Pressekonferenz in Bregenz fest. Die Kardinalfrage – das Defizit der Krankenkassen in den Griff zu bekommen – sei ungelöst, so Lackner.

Die ÖVP-Reformpolitik habe das österreichische Gesundheitssystem geschädigt, sagte Lackner. Mittlerweile würden nach einer Gallup-Umfrage zwei Drittel der Österreicher glauben, dass künftig nur noch wohlhabende Leute sich eine optimale Gesundheitsversorgung werden leisten können. Jeder Vierte in Österreich glaube, dass sich der Regierungswechsel negativ auf sein Leben ausgewirkt habe, sagte Lackner.

Im Bereich der Arbeitsmarktpolitik lehnte Lackner das Kombi-Lohn-Modell ab. „Das geht in die völlig falsche Richtung, die Strukturprobleme werden massiv zu Lasten der Frauen verändert“, kritisierte der Nationalrats-Abgeordnete. Die Steuerpolitik der Bundesregierung führe zu einer immer noch größeren Ungleichheit in der Verteilung: „Die Reichen werden reicher, die Armen ärmer”.

ÖVP-Sozialsprecher verteidigt österreichisches Gesundheitssystem

ÖVP-Sozialsprecher Walter Tancsits hat am Freitagnachmittag SPÖ-Gesundheitssprecher Manfred Lackner der „totalen Realitätsverweigerung“ bezichtigt. „Auch wenn Lackner ständig alles schlecht redet, bleibt das österreichische Gesundheitssystem eines der besten der Welt“, sagte Tancsits in einer Aussendung. Lackner hatte am Vormittag Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat (V) „völliges Versagen in der Gesundheitspolitik“ vorgeworfen.

Auch wenn es Lackner nicht gerne höre, aber die Reformen von Rauch-Kallat würden greifen, sagte Tancsits. Als Beispiel für die erfolgreiche Umsetzung von Reformen im Gesundheitsbereich nannte der ÖVP-Sozialsprecher die „Vorsorgeuntersuchung Neu“. Das habe die SPÖ in vielen Jahren nicht zu Stande gebracht. „Jetzt jammernd, polemisierend und Angst verbreitend um sich zu schlagen, ist nicht gerade glaubwürdig, sondern völlige Realitätsverweigerung“, so Tancsits. Die Menschen wüssten, dass sie jederzeit und auch zukünftig die beste und notwendige medizinische Versorgung bekommen würden, „die sie brauchen und ihnen auch zusteht“.


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