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Kurz berät erneut mit "First Mover"-Ländern

Kurz führte Videotelefonat mit Amtskollegen
Kurz führte Videotelefonat mit Amtskollegen ©APA (Archiv/AFP)
Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hat am Dienstag nach längerer Pause wieder mit Amtskollegen mehrerer Länder über die Bewältigung der Coronakrise beraten. An dem virtuellen Treffen nahmen die Staats- und Regierungschefs von Australien, Israel, Griechenland, Norwegen, Tschechien und Dänemark teil, wie Kurz im Kurznachrichtendienst Twitter mitteilte. Die Gruppe, die sich selbst als "First Mover" bezeichnet, hatte sich bereits im Frühling und Sommer mehrfach ausgetauscht.

Laut Bundeskanzleramt ging es bei dem Videotelefonat am Vormittag vor der Reise des Kanzlers nach Paris um einen Informationsaustausch zum Umgang mit der zweiten Welle der Coronavirus-Pandemie in den einzelnen Ländern. Besprochen wurde demnach auch der Stand bei der Impfstoffentwicklung.

Die auf Initiative Österreichs im Frühjahr entstandene Gruppe der sogenannten "Smarten First-Mover-Countries", welche die erste Welle der Pandemie durch früh gesetzte strikte Maßnahmen ähnlich gut gemeistert hatten, hatten zuletzt Ende Juli beraten. Seit dem Sommer verlief die Entwicklung in den Ländern sehr unterschiedlich: Während Länder wie Neuseeland nach wie vor als Musterländer bei der Eindämmung des Coronavirus gelten, sind Länder wie Tschechien und Israel in der zweiten Welle massiv von der Pandemie betroffen.

In Israel ist es in den vergangenen Wochen gelungen durch einen strengen Lockdown die Zahl der täglichen Neuinfektionen von mehr als 9.000 am 30. September auf wenige Hundert zu drücken. Tschechien weist weiter die meisten Neuinfektionen und Todesfälle innerhalb der EU gemessen an der Einwohnerzahl auf. Laut der EU-Gesundheitsagentur ECDC wurden in den vergangenen 14 Tagen wurden 1.472 Neuinfektionen und 24.9 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus pro 100.000 Einwohner registriert. Zum Vergleich: In Österreich waren es 790 Neuinfektionen 4 Todesfälle.

In Dänemark sorgte zuletzt eine Ausbreitung einer bei Nerzen aufgetretenen Mutation des Coronavirus für Sorge. Australien konnte zuletzt durch massive Einschränkungen des öffentlichen Lebens die Zahl der Neuinfektionen deutlich senken.

(APA)

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