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Kurt Xaver Mathis (16.5.1930 – 2.3.2020)

Kurt Mathis
Kurt Mathis ©Stadt Hohenems
 Es sind stets äußerst betrübliche Stunden, wenn langjährige Mitarbeiter und verdienstvolle Mitbürger der Stadt Hohenems ihre letzte Reise antreten müssen.

Das Leben von Kurt Mathis war Zeit seines Lebens von großem sozialen Engagement als Mitglied in verschiedensten Vereinen sowie einer großen Arbeitsfreude und Wissbegierigkeit gekennzeichnet.

Von 1970 bis 1990 war er im städtischen Forstbetrieb als Forstfacharbeiter beschäftigt. Zudem war er Ehrenmitglied des Obst- und Gartenbauvereins Emsreute, Mitglied der Feuerwehr und des Kulturkreises.
Seit Jahrzehnten galt er als passionierter Hobbyforscher, in dem er Studien, vor allem zu seinem Umfeld, der Emsreute, aber auch zu den Alpen, Tugstein, Landwirtschaft etc. betrieb. Volksschuldirektor Ernst Spohn bezeichnete ihn einmal als „das Gedächtnis der Emsreute“ – und das trifft den Nagel wohl ziemlich auf den Kopf.
Kurt war unter anderem Autor der Ausgabe 1 und 2 des „emser almanach: Emsreute-Tugstein“ und der beiden Buchveröffentlichungen „Die Hohenemser Alpen“ (2005) und „Häusergeschichten aus Emsreute und Tugstein“ (2010), herausgegeben vom Hohenemser Kulturkreis.
Im Jahr 2011 wurde Kurt Mathis für sein Werk mit der Ehrennadel der Stadt Hohenems geehrt.

Als Landwirt und Forstarbeiter war Kurt bereits beruflich stets eng mit der Natur verbunden. Mit Leidenschaft und großem Wissensdurst hat er sich jedoch auch der Geschichte seiner näheren Umgebung angenähert. Unzählige Stunden hat er in Archiven im Land verbracht, mit Menschen gesprochen und mit der Gewissenhaftigkeit und Gründlichkeit gearbeitet, mit welcher auch ein erfahrener Historiker an die Sache herangehen würde. Dieses unmittelbare Interesse, diese Leidenschaft, zeichnete die Arbeit von Kurt Mathis stets aus: er war mit den Traditionen der Land-, Forst- und Alpwirtschaft vertraut; ein Mensch, der jeden und jede in Emsreute kannte – und den dort natürlich ebenfalls alle kannten!
Dies ermöglichte ihm einen unvergleichlichen Zugang zu den Quellen, wenn es darum ging, Zahlen und Details aus den vorliegenden historischen, schriftlichen oder auch mündlichen Überlieferungen zu deuten. Resultat waren mehrere Veröffentlichungen, die inzwischen wohl dafür gesorgt haben, die Emsreute zu einem der historisch wohl bestdokumentiertesten Stadtteile von Hohenems zu machen. „Die Vergangenheit meiner Heimat soll nicht in Vergessenheit geraten“, schrieb Kurt Mathis einst in seinen „Häusergeschichten“ und trug mit unübersehbarer Leidenschaft dazu bei.

Kurt Mathis hat sich über Jahrzehnte um seine engere Heimat verdient gemacht und sich auf vielfache Weise ehrenamtlich engagiert.
Die Stadt Hohenems trauert mit seiner Familie und allen, die ihn kannten und mochten.
Wir werden Kurt stets ein ehrendes Gedenken bewahren!

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