Kurt Weills „getanzter Traum“

In der Kunst aus der Zeit ist die Ballettpantomime „Die Zaubernacht“ von Weill zu sehen - als Koproduktion mit der abcdancecompany St. Pölten.

Der Kurt-Weill-Schwerpunkt der diesjährigen Bregenzer Festspiele manifestiert sich am Freitag und Samstag auch an einer Ballettpantomime, die auf der Werkstattbühne zu sehen ist. „Die Zaubernacht“ war das erste Auftragswerk des jungen Weill. Als Kinderpantomime für das russische Ballett des Theaters am Kurfürstendamm in Berlin entworfen, wurde es dort im November 1922 uraufgeführt. Drei Jahre später wurde es unter dem Namen „Magic Night“ als erstes Werk Kurt Weills in Amerika aufgeführt.

Von Weills „Die Zaubernacht“ existiert nur mehr eine Rekonstruktion – das von Choreograph Wladimir Boritsch verfasste Szenario und die Original-Orchesterpartitur gingen verloren. Was es noch gibt, sind 68 Manuskriptseiten eines handschriftlichen und unvollständigen Proben-Klavierauszuges mit spärlichen Angaben zu Instrumentierung und Aufführung.

Der Musikwissenschaftler David Drew hat die Handlung der „Zaubernacht“ nachskizziert: Eine Fee erweckt in einem Kinderzimmer Spielsachen und Märchenfi guren zum Leben und die beiden Kinder werden in die Abenteuer und Erlebnisse eingebunden, die dann passieren. Am Ende ist alles gut, die Fee verschwindet und die Kinder sinken wieder in einen traumlosen Schlaf.

Der Choreograph Nicolas Musin hat gemeinsam mit seiner abcdancecompany St. Pölten eine neue Choreographie geschaffen – für dieses Stück, das Weill selbst als „getanzten Traum“ bezeichnet hat.

„Die Zaubernacht.“ 6. und 7. August, 20 Uhr, Werkstattbühne.

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