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Kunsthistorisches Museum ehrt flämischen Meister van Eyck

Ab 10. Juli ist eine kleine Sonderschau im KHM zu sehen
Ab 10. Juli ist eine kleine Sonderschau im KHM zu sehen ©APA (Archiv)
Das Kunsthistorische Museum (KHM) feiert ab Mittwoch den frühen flämischen Meister Jan van Eyck mit einer kleinen Sonderschau. 15 Prozent des erhaltenen Oeuvres des 1441 Verstorbenen sind in der Schau versammelt - drei von überlieferten 20. Ausgangspunkt für die Schau war die 1439 entstandene Leihgabe der "Madonna am Brunnen" aus Flandern, bevor im dortigen Gent 2020 das Eyck-Jahr ausgerufen wird.

"Als ich can" nennt KHM-Kuratorin Sabine Penot die Ausstellung in den Sonderausstellungsräumen der Kunstkammer und bezieht sich dabei auf den Wahlspruch des Künstlers, der als einer der Ersten seine Werke signierte. "Für uns gilt Jan van Eyck als Gründer der altflämischen Malerei", zollte Penot dem Altmeister ihren Respekt.

So finden sich in der Schau neben der bedeutenden Leihgabe und weiteren Altniederländern auch jene beiden Gemälde Van Eycks, die sich im Besitz des KHM befinden - "Der Goldschmied Jan van Leeuw" sowie "Bildnis eines Gelehrten". "Sie fügt sich ganz wunderbar in unsere Bestände ein", freute sich auch KHM-Generaldirektorin Sabine Haag über die Madonna aus Flandern. Damit stärke man die wichtige Achse zwischen Flandern und Österreich weiter, die man seit einigen Jahren mit dem Fokus auf die flämischen Meister pflege.

So dient die kleine Wiener Schau gleichsam als Horsd'oeuvre, feiert man doch in Gent 2020 das große Van-Eyck-Jahr unter dem Motto "OMG. Van Eyck was here". Nach Rubens 2018 in Antwerpen und Bruegel 2019 in Brüssel ist nun 2020 Gent mit Van Eyck an der Reihe. Anlass ist die Fertigstellung der Restaurierung der acht Flügel seines Genter Altars, die seit 2012 betrieben wurde.

"Wir haben durch den Prozess der Restaurierung eine wesentlich stringentere Sicht auf Jan van Eycks Werk gewonnen", so Maximiliaan Martens von der Universität Gent bei der Präsentation der Vorhaben am Dienstag. So habe der Maler die Technik der Ölmalerei als solches revolutioniert - auf technischer Ebene wie in der Übertragung der Realität auf die Leinwand.

Dazu plant das Museum der Schönen Künste Gent die Schau "Van Eyck. Eine optische Revolution", die von 1. Februar bis 30. April 2020 zu sehen ist und auch eines der beiden Wiener Bilder umfassen könnte. In jedem Falle will man die größte Van-Eyck-Schau der Geschichte zusammenstellen.

Die große Ausstellung stellt aber gleichsam nur den Auftakt der übers Jahr verteilten Feierlichkeiten dar. In der den Altar für gewöhnlich beherbergenden St.-Bavo-Kathedrale wird im Sommer ein neues Besucherzentrum eröffnet, und ein eigenes Festival würdigt Eyck mit Performances, Interventionen und Stücken. Milo Raus "Mystic Lamb" wird zu sehen sein, während Arvo Pärt mit "Agnus Dei, the adoration of the lamb" ein Auftragswerk für Chor und Orgel schreibt, das im September erstmals erklingt. Hinzu kommen themenspezifische Stadtführungen, weitere Ausstellung in der Stadt oder auch ein "Jan van Eyck-Marathon".

(APA)

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