Kunst und Handwerk in idealer Symbiose

Beim Papierfalten, dem Origami, kann Susanne Gall entspannen.
Beim Papierfalten, dem Origami, kann Susanne Gall entspannen. ©Beate Rhomberg
Susanne Gall

Menschen aus der Heimat: Susanne Gall

Als Inhaberin der Werkstätte für Gestaltung in Dornbirn blickt Susanne Gall auf mittlerweile 15 Jahre Ausstellungstätigkeit zurück.

Dornbirn. Früher beherbergten die Räume in der Hatlerstraße 22 verschiedene Werkstätten und auch ihre eigene Töpferwerkstatt fand darin Platz, bis Susanne Gall 1986 als Schwerpunkt ihres beruflichen Schaffens eine Stelle für Technisches Werken an einer AHS in Dornbirn annahm und aus dem Untergeschoss ihres restaurierten Rheintalhauses die Ausstellungs- und Verkaufsräume ihrer Galerie wurden.

Zunächst aber ließ sie sich an der Hochschule für Gestaltung in Linz zur Keramikerin ausbilden. Bereits im Elternhaus war Susanne Gall das irdene Material vertraut, war doch ihr Vater, Walter Salzmann, ebenfalls Keramiker und Bildhauer. Als Lehrerin arbeitet sie mit ihren Schülerinnen und Schülern inzwischen mit verschiedensten Werkstoffen. Papier, Beton oder Holz werden be- und verarbeitet und jedes Schuljahr kann auf die im Vorjahr erlernten Kenntnisse und Techniken aufgebaut werden. “Aus der Praxis weiß ich, dass die Jugendlichen diesen Zugang zum Handwerk als wichtige Erfahrung sehr schätzen”, erzählt Susanne Gall.

Ursprünglicher Charme muss wirken
Das Grundprinzip ihrer Auffassung von Gestaltung erklärt Gall einerseits im Weglassen von Unnötigem und andererseits im sehr genauen Arbeiten. Ihr Anspruch gerade auch an die Gegenstände des täglichen Gebrauchs ist groß. So muss der ursprüngliche Charme des verwendeten Materials wirken, die Richtigkeit der Oberfläche und der Mechanik gegeben sein, sowie die Schärfe der Form und die Präzision in der Ausführung schlussendlich zum guten Resultat führen.

Was liegt da näher, als solchen Produkten – als Unikate oder in Kleinserien geschaffen – eine Plattform in Dornbirn zu bieten. Über 100 Künstlerinnen und Künstler aus dem Bereich der Angewandten Kunst der europäischen Gegenwart konnten ihre Objekte aus Keramik, Glas, Holz, Papier, Leder, Textil etc. hier einem interessierten Publikum präsentieren. Die Galeristin freut sich besonders über die steigende Zahl von Stammkunden, die Praktisches und Poetisches für sich entdecken, aber auch Geschenke für die Familie und liebe Freunde finden. Die nächste Gelegenheit neues zu entdecken bietet sich ab 1. Oktober, wenn Susanne Gall anlässlich der langen Nacht der Museen ihre neue Ausstellung in der Hatlerstraße 22 in Dornbirn eröffnet.

Keine Starallüren
Susanne Gall weiß aber nicht nur hart zu arbeiten, sondern auch gut zu leben. Sie kocht und genießt gerne, trifft sich mit Familie und Freunden und liebt anregende Gespräche. “Entspannen kann ich mit Musik und beim Papierfalten, dem Origami”, erzählt sie. Mit Stars und Starallüren hat sie nichts am Hut und oberflächlichen Schönheitsidealen kann Gall nichts abgewinnen. Sie ist überzeugt davon, dass sich das wirkliche Leben jenseits der Inhalte von Hochglanzmagazinen abspielt und dass die Zukunft für sie weiterhin spannend und herausfordernd sein wird.

Zur Person:
Geboren: 1957 in Dornbirn
Motto: Jeden Tag aufmerksam sein
Familie: Eine Tochter mit Familie
Lieblingsort: Zanzenberg – wo nur der Baron immer steckt?

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