AA

Kunst mit den wirbelnden Stöcken

Escrima, ein philippinischer Nationalsport als Stock- und Waffenkampf
Escrima, ein philippinischer Nationalsport als Stock- und Waffenkampf ©Gerty Lang
Escrima heißt die faszinierende Stockkampfkunst mit philippinischem Ursprung.
Escrima - beim Training

Dornbirn. Raffinierte Techniken und taktische Manöver werden mit kraftvollen, eleganten Bewegungen ausgeführt. Präzision, Koordination, Konzentration und Reaktionsgeschwindigkeit in hohem Maße geschult. „Escrima ist eine hochentwickelte Kampfkunst, die sich streng an mathematischen und physikalischen Gesetzen orientiert und die in ihren Bewegungen äußerst ökonomisch ist. „Trainiert wird nur, was in der Realität auch wirklich anwendbar ist. Unterrichtet wird nach dem Motto “weniger ist mehr”. Auf komplizierte und akrobatische Bewegungsabläufe wird zugunsten von Einfachheit und Effektivität verzichtet. Innerhalb eines wohldurchdachten Lehrplans startet der Beginner mit einem Rattanstock und entwickelt sich von Schülergrad zu Schülergrad weiter, was auch bei den kennenzulernenden Waffen sichtbar wird”, erzählt Schulleiterin Gabriele Laritz über diesen Kampfsport.

Körper und Geist sind ein Ganzes, aufbrechen und beiseite legen. Die Mischung aus Sport und Kampfgeist beinhaltet Übungen, welche die rechte und linke Gehirnhälfte synchronisieren. „Escrima ist geeignet für Frauen und Männer jeden Alters, die eine klar strukturierte Waffenkampfkunst suchen. Sie lernen, sich gegen einen Waffenangriff mit oder ohne Waffe tatkräftig zu verteidigen. Durch das regelmäßige Training entsteht Selbstsicherheit und Freude an der Bewegung”, meint Gabi dazu.

Inzwischen haben die Sportler mit dem Aufwärmteil begonnen. Trainiert wird mit einem oder zwei Stöcken, um die Schlagkraft zu verbessern. Im Partnertraining werden Block-, Gegenangriffs- und Entwaffnungstechniken erlernt. „Der klassische Teil lehrt uns den Umgang mit einer schneidenden Waffe, wie Schwert oder Säbel. Jetzt ist der Stock nicht mehr ein Stock, sondern wird zur Klinge. Den Abschlussteil bildet das kurze Messer.” Um es auf den Punkt zu bringen: Escrima ist ein „Überlebenspaket”.

Man lernt, Schläge mit einer Waffe auszuüben, aber gleichzeitig auch auszuweichen, um nicht getroffen zu werden. Das heißt: sich zu bewegen, eine gewisse Distanz zu halten, um dann auf das Ziel zuzuschlagen. Es bedeutet aber auch, auf den Gegner aufzupassen und Verantwortung für das Training zu übernehmen. Die Kampfkunst Escrima verbindet die philippinische Kultur von Freude, Gelassenheit und Tanz mit effizienter Selbstverteidigung.

 

Kontakt:

Gabriele Laritz
TAO KUNG FU (DO)
Widagasse 11, 6850 Dornbirn
0699 170 662 85
info@taokungfu.at

 

Was bedeutet für dich Escrim?

Yvonne Pfanner, grüner Gürtel
Ich mache Escrima seit fünf Jahren. Für mich, als Mutter von zwei Kindern, bedeutet es ein totales Abschalten vom Alltag. In den Trainingsstunden habe ich Zeit für mich selbst. Die Gedanken sind ausschließlich beim Training. Einfach wunderbar.

René Strolz, schwarzer Gürtel
Ich bin vor 11 Jahren dazu gekommen. Der Kampfsport hat mich wieder ins Gleichgewicht gebracht, da es Körper- und Kopfarbeit verbindet. Meine Lernergebnisse haben sich dadurch wesentlich verbessert und ich bin ruhiger geworden.

Andreas Dürr, blauer Gürtel
Der Koordinationsaufbau ist am Anfang ungewohnt. Es beginnt mit Konzentration auf die Bewegungsabläufe. Doch wenn man zu viel denkt, wird es schwierig. Man muss es fließen lassen können und dabei den Kopf abschalten. Der Sport hat mich gestärkt.

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Dornbirn
  • Kunst mit den wirbelnden Stöcken
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen